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Konzentration fördern Kinder: So macht das Lernen wieder Spaß!

Lesezeit von 8 Minuten
Konzentration fördern Kinder: So macht das Lernen wieder Spaß!

Dein Kind kann sich einfach nicht auf eine Sache fokussieren, es driftet gedanklich immer wieder ab und findet alles andere interessanter als das, worum es gerade geht? Keine Sorge, „Konzentration fördern Kinder“ ist ein Thema, das unzählige Eltern beschäftigt. Die Kleinen entdecken die Welt gerade erst. Da ist es ganz natürlich, dass sie so viele Informationen wie möglich aufnehmen möchten und noch sehr sensibel auf Reize verschiedenster Art reagieren. Dennoch ist es wichtig, die Konzentrationsfähigkeit von Kindern zu fördern, um zu verhindern, dass Probleme während der Schulzeit entstehen, die sich vielleicht sogar bis ins Erwachsenenalter ziehen.

Eine gut entwickelte Konzentrationsfähigkeit ist essenziell, wenn es darum geht, strukturiert durch den Tag zu gehen und all die Herausforderungen, die der Alltag bereithält, mit Bravour zu meistern. Und genau deshalb zeigen wir dir im Folgenden, wie du die Konzentration deines Kindes fördern kannst!

Konzentration fördern bei Kindern: den Ausgangspunkt definieren

Bevor du damit anfangen kannst, die Konzentration deines Kindes gezielt zu fördern, musst du erst einmal herausfinden, wo genau es eigentlich gerade steht. Du sorgst dich, dass dein Kind vielleicht schon eine Konzentrationsschwäche entwickelt hat? Dann ist jetzt Aufmerksamkeit deinerseits gefragt. Beobachte das Verhalten deines Kindes im Alltag ganz genau.

Kann es sich lange Zeit mit einem Spielzeug beschäftigen oder wechselt es ununterbrochen zum nächsten? Wenn du ihm eine Geschichte vorliest, hört es dir dann aufmerksam zu und kann sich danach noch daran erinnern, was darin passiert ist? Findet es Puzzle oder Geschicklichkeitsspiele spannend oder vielleicht sogar frustrierend? Beobachtungen dieser Art können dir ersten Anhaltspunkte darüber geben, ob dein Kind eine Konzentrationsschwäche haben könnte oder nicht.

Bitte auch die Erzieher/innen und Lehrer/innen, falls dein Kind schon in die Schule geht, ein Auge auf dessen Konzentrationsfähigkeit zu werfen, wenn du fürchtest, da könnte es Probleme geben. Sie erleben dein Kind in ganz anderen Situationen als du und können dir aufschlussreiche Informationen darüber geben, unter welchen Umständen es Probleme mit der Konzentration hat. Vielleicht läuft in Kita oder Schule sogar alles perfekt und die Probleme äußern sich nur zu Hause, wenn es beispielsweise daran geht, Hausaufgaben zu erledigen. Dann weißt du genau, es geht nicht um die Konzentrationsfähigkeit deines Kindes an sich, sondern vielmehr um Störfaktoren im heimischen Umfeld.

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7 Tipps zum Thema „Konzentration fördern bei Kindern"

Während dein Kind heranwächst, wirst du immer wieder feststellen, dass es sich phasenweise gut oder weniger gut konzentrieren kann. Das ist ganz natürlich und kann schlichtweg daran liegen, dass sich seine Interessen verändern und es deshalb immer wieder neue Dinge finden muss, die es spannend findet. Denke doch einfach mal an dich selbst. Wenn du bei der Arbeit eine Aufgabe erledigen musst, die du total langweilig findest, lässt du dich doch auch schneller ablenken als von einer, die dich sehr interessiert, oder?

Genau so geht es deinem Kind natürlich auch. Beobachtest du aber, dass es allgemein Probleme mit der Konzentration hat, kannst du ihm auf verschiedenen Wegen dabei helfen, sie langsam aber sicher zu reduzieren. Wie das geht? Wir haben 7 Tipps für dich zusammengetragen!

1. Lobe dein Kind

Positive Worte und Lob haben unglaublich viel Macht. Sie bewirken viel mehr als vermeintlich motivierende Sätze wie: „Beim nächsten Mal wird es besser.“ Auch wenn du es gar nicht böse meinst, signalisierst du deinem Kind damit, dass seine aktuelle Leistung einfach nicht gut genug war. Auch wenn sie ausbaufähig ist, solltest du deinem Kind nie das Gefühl geben, schlecht gewesen zu sein, denn das demotiviert ungemein. Häufen sich derartige Situationen, wird es irgendwann einfach den Mut aufgeben, denn immer wieder vermittelst du ihm unabsichtlich das Gefühl, nie gut genug zu sein.

Dein Kind weiß, je älter es wird, ganz genau, ob seine Leistungen gut sind oder nicht. Dazu benötigt es dein Feedback nicht. Was es aber benötigt, ist Rückhalt deinerseits. Hat es beispielsweise im Test eine schlechte Note bekommen, dann begib dich auf die Suche nach Dingen, die es gut gemacht hat.

Vielleicht hat es trotz der Note eine ganze Aufgabe völlig fehlerfrei gelöst. Oder es hat sich wirklich angestrengt, viel zu lernen, auch wenn es augenscheinlich nicht ausgereicht hat. Aber das zählt gerade nicht, sondern die Mühe, die sich dein Kind gegeben hat. Und dafür verdient es Lob, denn das motiviert es, sich beim nächsten Mal noch besser zu konzentrieren.

2. Arbeite an der Eigenmotivation deines Kindes

Wenn du als Elternteil dein Kind motivierst, ist das schon viel wert. Noch besser ist es aber, wenn es sich auch selbst motivieren kann. Man spricht hierbei von der sogenannten Eigenmotivation. Sie nimmt beim Thema „Konzentration fördern Kinder“ einen besonders hohen Stellenwert ein.

In der Regel können sich Kinder am besten auf etwas konzentrieren, was sie vorher selbst wählen konnten. Bei Problemen diesbezüglich ist es demnach durchaus hilfreich, wenn du deinem Nachwuchs die Wahl lässt, mit welchem Thema es sich heute beschäftigen möchte. Es kann also frei wählen, worüber es zu Hause mehr erfahren möchte.

Hat es sich selbst aus freien Stücken für etwas entschieden, ist ein gewisses Grundinteresse da, das die Konzentration länger aufrechterhält. Schafft es dein Kind irgendwann, sich lange auf ein selbstgewähltes Thema zu konzentrieren, wird das Schritt für Schritt auch bei Sachverhalten geschehen, die es weniger spannend findet.

3. Gib deinem Kind die Chance auf Selbstbestimmung

Kommt dein Kind von der Schule nach Hause und hat gerade einfach keine Lust, direkt zu lernen oder Hausaufgaben zu machen, herrscht schnell dicke Luft, wenn du es jetzt dazu zwingst. Es wird noch größere Probleme haben, sich darauf zu konzentrieren, als ohnehin schon und damit ist niemandem von euch geholfen. Gib deinem Kind diesbezüglich etwas mehr Freiheit und lege beispielsweise eine bestimmte Zeit fest, an der die Hausaufgaben erledigt sein sollen – beispielsweise bis zum Abendessen. So hat es genug Zeit, die es sich frei einteilen kann.

Kommt dein Kind aus der Schule, dann achte ganz aufmerksam darauf, welchen Eindruck es macht. Ist es gut gelaunt, weil es ein tolles Erlebnis hatte, und gerade leicht zu begeistern? Merkst du, dass das Konzentrationslevel vom Unterricht noch recht weit oben ist? Dann nutze diese Chance!

Hatte dein Kind hingegen einen schlechten Tag oder ist müde? Dann gib ihm erst einmal ein bisschen Zeit und frage es danach, wann und wo es seine Hausaufgaben gern erledigen möchte. So kannst du stets die beste Umgebung für die Konzentrationsfähigkeit deines Kindes schaffen.

4. Sorge für Abwechslung

Stelle dir vor, jeder deiner Tage sieht gleich aus. Im Job arbeitest du immer wieder genau die gleiche Routine ab und es passiert einfach nie irgendetwas Neues. Das ist langweilig, ermüdend und nimmt dir die Freude am Job, oder? Dein Kind erlebt das sogar noch viel intensiver als du. Ist jeder Tag gleich gestaltet, verliert es schnell die Motivation und damit schwindet auch die Konzentrationsfähigkeit.

Es braucht etwas, worauf es sich freuen kann. Es benötigt Abwechslung und Spannung. Geht es um das Thema „Konzentration fördern Kinder“, dürfen diese beiden Stichpunkte auf keinen Fall fehlen. Wieso verpackst du das Lernen neuer Vokabeln also nicht einfach einmal in eine Geschichte? Oder du verwandelst das Lösen von Rechenaufgaben in ein Ausmalbild, in dem jedem Ergebnis eine bestimmte Farbe zugeordnet ist.

Manchmal hilft es sogar schon, einfach mal einen Ortswechsel vorzunehmen. Löst die Hausaufgaben doch beispielsweise bei schönem Wetter im Garten oder veranstaltet ein Lernpicknick mit Klassenkameraden!

5. Nutze Technik

Wir leben in den Hochzeiten von Technik und Digitalisierung und schon die Kleinsten unter uns wissen, wie man Smartphone, Tablet und Co. bedient. Dann mache doch einfach Gebrauch davon! Mittlerweile gibt es unzählige tolle Lernapps oder Online-Plattformen, die sich genau auf das Alter bzw. die Klassenstufe deines Kindes einstellen lassen. Sie sind darauf ausgelegt, das Lernen spannend und abwechslungsreich zu gestalten und greifen das Thema „Konzentration fördern Kinder" so optimal auf. Damit bieten sie eine tolle Möglichkeit, die Konzentrationsfähigkeit deines Kindes immer weiter auszubauen.

6. Leite den Fokus direkt wieder zurück

Du merkst, dass dein Kind gedanklich abdriftet? Dann schreite sofort ein, bevor es komplett in Gedanken an etwas anderes versunken ist. Ein ganz simples Auflegen deiner Hand auf seine Schulter kann hierfür schon ausreichend sein. Wichtig ist, dass du die Geduld nicht verlierst, wenn dein Kind gedanklich immer wieder abdriftet. Führe den Fokus immer wieder so schnell wie möglich zurück, ohne dabei unruhig oder gar genervt zu wirken.

7. Erlaube Pausen

Geht es um das Thema „Konzentration fördern Kinder“ steht häufig die Frage im Raum, wie lange sich ein Kind überhaupt konzentrieren können sollte. Das ist natürlich altersabhängig. Bei Kindern zwischen fünf und sieben Jahren geben Experten 15 Minuten Konzentrationszeit an, in einem Alter zwischen acht und zehn Jahren 20 Minuten. Je älter dein Kind ist, desto länger kann es sich also eigentlich auch konzentrieren.

Reize es aber keineswegs aus, sondern gönne deinem Nachwuchs genug Pausen! Bestenfalls verbringt es diese an der frischen Luft und bewegt sich. Achte außerdem unbedingt darauf, ob es dein Kind wirklich schafft, 15 Minuten oder länger konzentriert zu bleiben. Wenn nicht, dann lege schon früher Pausen ein und verlängere die Konzentrationsphasen Stück für Stück.

Konzentration fördern Kinder: der natürliche Weg

Beim Thema „Konzentration fördern Kinder“ sind es drei Faktoren, die über Erfolg und Misserfolg entscheiden:

  1. Schlaf
  2. Ernährung
  3. Bewegung

Sie nehmen maßgeblichen Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit deines Kindes und sollten deshalb die ersten Punkte sein, die du bei Problemen überprüfst. Also: Bekommt dein Kind nachts genug Schlaf? Grundschüler/innen benötigen etwa zehn bis elf Stunden. Ab einem Alter von 12 Jahren reduziert sich die Zahl auf acht bis neun Stunden. Der individuelle Schlafbedarf kann aber auch anders aussehen.

Bezüglich der Ernährung solltest du natürlich darauf achten, dass sie ausgewogen und gesund ist. Selbstverständlich darf dein Kind auch einmal etwas naschen. Dagegen spricht rein gar nichts, solange das nicht ständig passiert. Bedenke, dass Zucker den Blutzuckerspiegel rasch in die Höhe schnellen, aber wieder genauso schnell abfallen lässt. Es folgt ein Tief, dein Kind wird müde und die Konzentration ist dahin.

Auch Bewegung an der frischen Luft hilft deinem Kind dabei, sich besser zu konzentrieren. Das Gehirn verbraucht eine Menge Sauerstoff und diesen tankt es draußen. Die Bewegung unterstützt den Körper dabei, ihn in größeren Mengen aufzunehmen. Also begeistere dein Kind für Unternehmungen und Spiele im Freien!

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Konzentration fördern Kinder: 3 Übungen für Kinder mit Konzentrationsproblemen

Mit kleinen Spielen kannst du die Konzentrationsfähigkeit deines Kindes ganz leicht fördern. Wie wäre es denn zum Beispiel, wenn du dein Kind von seinem Tag berichten lässt – aber rückwärts! Das menschliche Gehirn ist darauf getrimmt, die Dinge chronologisch durchzugehen. Soll dein Kind nun plötzlich alles andersherum erzählen, steht dessen Gehirn vor einer Herausforderung. Ein besonders hohes Maß an Konzentration ist gefragt, ohne dass dein Nachwuchs es bemerkt.

Sicher hat auch dein Kind eine Lieblingsgeschichte, die du ihm immer wieder erzählen sollst, oder? Super, das kannst du dir zunutze machen! Wenn du sie das nächste Mal erzählst, dann baue ein paar Fehler ein, die dein Kind herausfinden soll. So hört es dir noch konzentrierter zu.

Erinnerst du dich noch an das Spiel „Ich packe meinen Koffer“? Es gibt kaum eine bessere Methode, die Konzentration und auch das Gedächtnis auf lustige Art und Weise besser zu fördern. Außerdem ist es ein Spaß für Groß und Klein! Also versammle die ganze Familie im Wohnzimmer und los geht’s!

Profitipps zum Thema „Konzentration fördern bei Kindern“

Es gibt unzählige Möglichkeiten, die Konzentrationsfähigkeit deines Kindes zu verbessern. Hast du die optimalen Rahmenbedingungen geschaffen, kannst du dich an verschiedensten Methoden bedienen, die sich beim Thema „Konzentration fördern Kinder“ als sehr hilfreich erwiesen haben.

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