Mareike Awe: So bringst du Extra-Kilos zum Schmelzen

Mareike Awe 2/3: Intuitives Essen – bringe deine Extra-Kilo zum Schmelzen

Intuitives Essen – einen Healthy Lifestyle zu entwickeln, kann so einfach sein! Denn sobald du anfängst, im Bereich Ernährung wieder mehr auf deinen Körper, dein Bauchgefühl und deine innere Stimme zu hören, eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten. Unternehmerin Dr. med. Mareike Awe verrät im Interview mit Dr. Stefan Frädrich: „Ich habe auch in anderen Lebensbereichen angefangen, wieder mehr auf mich zu hören – in allen Entscheidungen meines Lebens, in meinen Beziehungen und im Beruflichen vertraue ich seit meiner Ernährungsumstellung wieder auf mein Bauchgefühl. Ich höre auf mich und nicht mehr auf das, was andere sagen oder was gerade cool und angesagt ist.“

Statt intuitivem Essen sind Diäten & emotionales Essen bevorzugt

Überflüssige Kilos sind häufig die Symptome für tiefere Probleme und negative Glaubenssätze. Außerdem gilt: Wer eine Diät nach der nächsten probiert, nimmt dabei tendenziell eher zu als ab. Auch emotionales Essen spielt eine große Rolle.

Mareike Awe erklärt: „Bereits in der Kindheit lernen die meisten von uns, emotional zu essen. Wir werden zum Beispiel mit einem Lolli getröstet oder bekommen zur Einschulung eine große Tüte mit Süßigkeiten. Das ist solange in Ordnung, wie man seine Gefühle auch anderweitig regulieren kann. Essen darf aber zum Beispiel nicht als Wundermittel betrachtet werden, mit dem man seine Kinder ruhigstellen oder unterhalten kann. Denn dann wird emotionales Essen schnell zu einer Belastung für das eigene Wohlbefinden.“

Intuitives Essen – Achtsames Essen

Doch nicht nur das Mindset, sondern auch die Ernährungsaufklärung ist Teil von Mareike Awes Konzept. Sie sagt: „Es ist erstaunlich, wie viele Menschen eigentlich genau wissen, was gesund ist, ohne dass man es ihnen sagt. Mehr Achtsamkeit zu entwickeln, ist daher extrem wichtig. Aber nicht von außen nach innen, sondern genau anders herum: Wenn man zum Beispiel gehört hat, dass Proteine gesund sind, und deshalb nur noch Quark isst, dann ist das nicht gesund. Ich mache es deshalb anders: Ich biete mir etwas an, von dem ich weiß, dass es mir gut tun könnte. Wenn ich keinen Hunger darauf habe, dann zwinge ich mich aber nicht, es zu essen, nur weil jemand anders gesagt hat, dass es gesund ist.“

Die ungesunde Falle

Mareike Awe entwickelte mit der Zeit Appetit auf Nahrungsmittel, die sie vor ihrer Ernährungsumstellung überhaupt nicht mochte. Sie merkte, dass ihr Körper Lust auf natürliche Lebensmittel bekam, und verrät ihr Geheimnis rund um intuitives Essen: „Gleichzeit solltest du einen Blick auf andere Motivatoren werfen: Wenn du möglichst billig, möglichst schnell oder mit möglichst wenig Aufwand essen möchtest, steht die Achtsamkeit nicht im Vordergrund. Und dann tappt man wieder in die Falle. Sich dessen bewusst zu machen, kann daher zu einer positiven Veränderung führen.“

Intuitives Essen fördert ein gesundes Mindset

Einer von Mareike Awes wichtigsten Grundsätzen besteht darin, genau zu hinterfragen, was dem eigenen Körper gut tut und was ihn eher belastet. Stelle dir selbst einmal folgende Fragen:

  • Durch welche Lebensmittel fühlst du dich fit und glücklich?
  • Bei welchen Speisen hält dein Sättigungsgefühl lange an?
  • Welche Nahrungsmittel machen dich müde und träge?
  • Bei welchen Lebensmitteln hast du kurz nach dem Verzehr wieder Hunger?

Der Tipp der Expertin lautet: Achte nicht auf Kalorien oder Inhaltsstoffe, sondern auf das, was sich gut anfühlt und wonach dein Körper verlangt. Kurz gesagt: Versuche, den Kopf auszuschalten, und vertraue deinem Bauchgefühl.

Intuitives Essen – eine Ernährungs-Psychologie

Mareike Awe erklärt im Interview außerdem: „Viele von uns handeln beim Essen zu stark aus externen Prinzipien, so wie in fast allen Bereichen unseres Lebens. Wir orientieren uns an etwas, das wir von anderen übernommen haben, anstatt an dem, was eigentlich für uns richtig wäre.“

Wenn es nach der Expertin ginge, müsste man in der Ernährungsmedizin daher viel stärker auf die Psychologie und die Verhaltenstherapie eingehen. Denn die Ursachen zu ergründen, ist in fast allen Fällen sinnvoller, als nur die Symptome – also Übergewicht oder eine ungesunde Ernährung – zu bekämpfen.

Scroll to Top