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Rhetorik lernen: Wie du zum Top-Speaker wirst

Lesezeit von 9 Minuten
Rhetorik lernen: Wie du zum Top-Speaker wirst

Kennst du diese Menschen, die scheinbar auf der Bühne geboren sind? Egal, um welches Thema es geht und vor wie vielen Menschen sie sprechen: Die Kunst der Rhetorik wurde ihnen einfach in den Schoß gelegt. Doch kann wirklich jeder Rhetorik lernen?

Ja! Für sie ist ein Bühnenauftritt oder das freie Reden vor kleineren und größeren Menschengruppe nämlich nicht mit schlaflosen Nächten, Schweißausbrüchen oder nervösen Zuckungen verbunden. Für diese Gruppe Menschen ist das freie Reden absolute Wohlfühlzone. Wir möchten dich mit diesem Artikel näher an das Thema Rhetorik lernen heranführen und haben tolle Tipps für dich!

Rhetorik-Kurs für Einsteiger: Übungen für die Kunst des Redens

Du kannst es kaum erwarten, endlich große Reden zu halten und deine Zuhörer zu begeistern. Vielleicht hast du dich sogar schon für einen Rhetorik-Kurs entschieden und wartest sehnsüchtig auf den Start. Zumindest aber ist dir klar, dass noch kein Rhetorik-Meister vom Himmel gefallen ist und dass du üben musst. Deshalb willst du die Sache jetzt anpacken und dich verbessern!

Sehr gute Entscheidung, denn ein Rhetorik-Kurs vermittelt dir wertvolles Wissen. Du lernst, welchen Einfluss Wörter, Gesten, Blicke und der Klang deiner Stimme auf Gespräche haben. Du erfährst, wie du deine Persönlichkeit gezielt einsetzen kannst, um deine Gesprächspartner oder Zuhörer zu überzeugen. Und du übst, Inhalte perfekt zu präsentieren und dabei authentisch und glaubwürdig zu bleiben. Ein Rhetorik-Kurs eignet sich hervorragend, weil du in einem geschützten Raum bist. Was im Rhetorik-Kurs passiert, bleibt im Rhetorik-Kurs.

Es gibt ein paar Übungen, die du vor Beginn des Rhetorik-Kurses Zuhause anwenden kannst. Ganz für dich alleine, um ein erstes Gespür für die Aufgaben zu bekommen und zu erfahren, was dich erwartet. Das ersetzt natürlich keine professionelle Kurseinheit, sondern zeigt lediglich, wie du dich vorab schon ein bisschen vorbereiten kannst. Sieh es als eine Art kurzen Warmlauf. Viel Spaß bei den folgenden beiden Übungen!

Rhetorik-Kurs – Übung 1: Selbstsicher auftreten

Stell dich vor einen großen Spiegel und betrachte deinen Gesichtsausdruck und deine Haltung. Nun versuche, ganz unvoreingenommen zu reflektieren, wie du auf dich wirkst. Ist dein Blick entschlossen und wach oder unsicher und müde?

Versuche im nächsten Schritt, deinem Spiegelbild eine Nachricht möglichst überzeugend zu vermitteln. Sage zum Beispiel laut und deutlich „Ich werde ein guter Rhetoriker sein und andere mit meinen Reden begeistern!“. Wie fühlst du dich während des Sprechens? Wie hältst du deine Hände? Was ist mit deiner Körperspannung?

Sprecharten und Tonlagen

Versuch es noch einmal – diesmal ein bisschen energischer und mit mehr Elan! Probiere es so lange bis du zufrieden bist. Wiederholungen stehen auch im Rhetorik Kurs auf der Tagesordnung. Bleib so lange dran bis du dir selbst abkaufst, dass du tatsächlich ein guter Rhetoriker sein wirst. Trainiere diese Übung mit unterschiedlichen Sätzen und teste dabei verschiedene Tonlagen. Sprich mal schneller und mal langsamer, mal laut und mal leise. Finde heraus, womit du dich wohl und selbstsicher fühlst.

Klar sollten deine Tonlage, dein Sprechtempo, die Betonung einzelner Wörter und deine Gesten auf die inhaltliche Aussage abgestimmt sein. Versetze dich immer in eine realistische Situation. Wenn du schlechte Nachrichten überbringst, kannst du beispielsweise etwas ruhiger reden. Sobald du eine freudige Nachricht mitteilst, sollte das Ganze dementsprechend mehr Pfeffer haben. Unabhängig vom Inhalt einer Aussage sollst du wissen, mit welchen Sprecharten und Tonlagen du dich besonders wohl und selbstsicher fühlst. Das ist das Ziel dieser Übung.

Rhetorik-Kurs – Übung 2: Perfekt starten

Nimm dir ein paar Minuten Zeit und überlege dir einen gelungenen Einstieg für eine Rede. Das Thema darfst du frei wählen. Du entscheidest, ob es sich um eine motivierende Mitarbeiterrede oder eine emotionale Geburtstagsrede handelt. Nimm dir Stift und Papier zur Hand und bereite die ersten Sätze vor. Lies erst weiter, wenn du etwas zu Papier gebracht hast.

Fertig? Sehr gut, dann kommt hier der Schnelltest für dich: Starte die ersten Worte deiner Rede mit „Guten Tag! Schön, dass Sie so zahlreich erschienen sind!“ oder mit „Wir haben uns heute hier versammelt, um...“? Ja? Dann bist du in die Allgemein-gängig-aber-total-langweilig-Falle getappt.

Ein Einstieg, der den Zuhörer fesselt

Zunächst einmal gilt, dass man sich bei niemandem bedanken kann, zahlreich erschienen zu sein. Es sei denn, er hat eine gespaltene Persönlichkeit. Und das absolut Offensichtliche zu kommunizieren, hat auch noch niemanden weitergebracht. Vergiss alle Standardformen und angeblichen Redenormen, die du bei Betriebsfeiern und auf Jahresversammlungen aufgeschnappt hast. Mach dich locker und überlege dir einen originellen, unerwarteten Anfang, mit dem keiner rechnet. Gar nicht so einfach, oder?

Es gibt eine logische Erklärung dafür, warum Allgemein-gängig-aber-total-langweilig-Einstiege praktisch das Aus einer jeden Rede bedeuten: Eine Rede ist nichts anderes als ein einseitiges Selbstgespräch, ein Monolog. Der Redner spricht, der Rest hört zu. Natürlich ist das für den Rest nur solange spannend, wie der Inhalt der Rede spannend, mitreißend oder zumindest informativ ist. Sobald der Spannungsfaden reißt, sinkt die Aufmerksamkeit. Und durch einen öden Einstieg kommt Spannung gar nicht erst auf, sondern wird von vornherein unterbunden.

Rhetorik lernen – Die besten Tipps im Überblick

Verbale und non-verbale Kommunikation

Du hast es sicher schon mal gehört: „Man kann nicht, nicht kommunizieren." Das ist das erste der fünf Axiome nach dem Kommunikationswissenschaftler Paul Watzalawick. Damit ist gemeint: Egal, ob du mit Sprache kommunizierst oder nur schweigend da stehst: Du kommunizierst immer.

Denn sowohl die Sprache als auch das Verhalten an sich kann und wird von deinem Gegenüber (Einzelperson oder Gruppe) gedeutet, interpretiert und im Zweifel auch gewertet. Und ja, auch deine Souveränität ist quasi auch ein rhetorisches Mittel – und der Start jeden Auftritts. Welche Stilmittel dabei helfen, mit denen du Rhetorik lernen kannst, erfährst du jetzt von uns.

Authentisch Auftreten – Rhetorik nonverbal

Stelle dir das so vor: Du betrittst die Bühne. Es ist dein Moment. Du hast dich viele Wochen darauf vorbereitet, bist dir ziemlich sicher, dass alles gut gehen wird. Das intensive Rhetorik-Training hat dich auf alle Eventualitäten vorbereitet und du weißt, dass du heute alles aus deinem Rhetorik-Wissen schöpfen und nutzen kannst.

Du gehst auf die Bühne, schweigst noch, das Publikum klatscht. Du stehst da und in dem Moment fällt dir auf, dass du dringend noch einen Schluck Wasser trinken musst. Kein Problem, das Publikum applaudiert noch.

Dann aber schweigt es – und du stehst da mit deinem Glas Wasser in der Hand, trinkst, sagst nichts, orientierst dich noch … und: kommunizierst! Denn dein Schweigen sagt jede Menge aus: Du bist nicht bei der Sache. Und das spüren die Zuschauer – ohne dass du nur ein Wort gesagt hast.

Rhetorik lernen: Dein Weg auf die Bühne – oder: Aller Anfang ist schwer

Bevor du aber auf die Bühne gehst, nochmal zurück zum Anfang: Was ist eigentlich Rhetorik? Und wie können rhetorische Mittel verstanden und praktisch genutzt werden? Für wen ist Rhetorik geeignet und wofür brauchen wir die Kunst der Rede? Rhetorik ist die Fähigkeit vor Publikum und im Einzelgespräch überzeugend zu reden. Rhetorik ist also die Kunst der freien Rede. Um frei, deutlich und klar zu sprechen gibt es einige rhetorische Mittel, die du zum Teil sicher kennst.

Stell dir vor, du willst eine neue Sprache lernen. Um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, eine Routine zu gestalten, übst du Tag für Tag die Vokabeln der neuen Sprache. Je fleißiger du übst, desto leichter fällt es dir, die Sprache zu sprechen – und das sogar in der Öffentlichkeit.

Und genau so ist es auch mit der Rhetorik. Ohne Übung, Training und Routine wirst du kein guter Redner. Nicht vor einem und auch nicht vor hunderten Menschen. Ja – genau so ist es leider. Aber keine Panik: Es gibt einige sehr wertvolle Tipps & Tricks, mit denen du in kurzer Zeit Rhetorik lernen UND anwenden kannst.

Rhetorische Mittel – ein Überblick

Das besondere an rhetorischen Mitteln ist, dass du mit der Nutzung des jeweiligen Mittels die Wirkung deiner Sprache und dem, was du vermittelst, stärken oder schwächen kannst.

Stell dir vor, du hättest einen Werkzeugkasten voller Hilfsmittel, mit denen du deine Aussagen bestärken, kräftigen und wirksamer gestalten kannst. Genau das sind rhetorische Mittel: Helfer, die in der Sprache Wunder wirken! Wir haben die fünf wichtigsten rhetorischen Mittel für dich hier zusammengefasst:

Rhetorische Mittel:

Alliteration: Anneinandergereihte Begriffe mit gleichen Anfangslauten. „Milch macht müde Männer munter." Wirkung: Betonend, einprägsam.

Metapher: Verbildlichung von Sachverhalten, wobei Bild und Ausdruck durch besondere Eigenschaften miteinander in Verbindung stehen. Wie „Eine Flut von Menschen". Wirkung: Veranschaulichend.

Klimax: Steigerung vom Schwächeren zum Stärkeren. „Die Erde, unser Sonnensystem und die ganze Galaxie.” Wirkung: Eindringlich, betonend.

Personifikation: Vermenschlichung einer Sache. „Die Zeit rennt.” Wirkung: Veranschaulichend.

Vergleich: Zwei Begriffe oder Sachverhalte, die sich in einer oder mehreren Eigenschaften ähneln, werden durch „als” oder „wie” zueinander in Beziehung gesetzt: „Stark wie ein Bär.” Wirkung: Anschaulich, betonend.

Körpersprache

Wie weiter oben geschrieben: Körpersprache ist das A&O der Rhetorik. Klingt komisch – oder? Schließlich ist es doch die verbale Kommunikation, mit der du überzeugen willst. Tatsächlich ist es aber dein Auftreten, deine Erscheinung und ja, sogar deine Kleidung, die den Gesamteindruck bestimmt. Bist du unsicher oder zurückhaltend, merkt es dein Publikum sofort!

Wie überwinde ich meine Redeangst?

Ist natürlich leichter gesagt als getan, aber leider ist es wahr: Wer sprechen will (oder muss), der sollte nicht nur mindestens das Grundwissen der Rhetorik beherrschen. Nein! Der muss seine Redeangst überwinden. Das geht mit diesem einfachen Tipp:

Mach dir selbst Mut! Du bist gut und du kannst das. Sag dir das einfach noch vor deinem Auftritt immer wieder – wie ein Art Mantra: „Ich bin gut, ich kann das!” Denn: Je positiver du eingestimmt bist, desto souveräner wirst du deinen Vortrag, deine Präsentation oder dein Anliegen dem Publikum verkaufen können.

Vorbereitung deiner Präsentation!

Das wichtigste für einen erfolgreichen Vortrag, einer mitreißenden Präsentation oder einer unvergesslichen Rede ist: Rhetorik lernen! Und: Souverän auftreten. Fühl dich wohl bei dem, was du sagst, bei dem, was du trägst und bei dem wo du gerade bist. Und selbst wenn irgendetwas nicht so passt, wie du es dir wünschst: Bleib positiv, souverän und glaube an dich. Denn schließlich bist du der Experte deines Themas!

Rhetorik lernen klappt für jeden

Der gezielte Einsatz von Sprache ist die schönste Fähigkeit, die wir Menschen haben können. Das gute daran: Jeder von uns ist dazu in der Lage, Rhetorik zu erlernen, um so seine Ziele zu erreichen. Um dir die Kraft der Rhetorik deutlich zu machen, haben wir dir im Folgenden eine Rede verlinkt, bei der der Speaker durch seine Qualität einfach nur überzeugt.

Schau dir die Rede am besten an, sobald du diesen Artikel durchgelesen hast.

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Fazit: Rhetorik lernen ist für jeden möglich

In diesem Artikel haben wir dir einige Tipps mit an die Hand gegeben, die du nutzen kannst, um deine Rhetorik zu verbessern. Wir sind uns sicher: Es macht keinen Unterschied, ob du ein Anfänger bist oder nicht. Mit den richtigen Methoden kannst auch du Rhetorik lernen und deine sprachlichen Fähigkeiten auf ein neues Niveau heben.

Auf diesem Weg möchten wir dich gerne unterstützen. Deshalb möchten wir dir jetzt an dieser Stelle unser Workbook „Keynote-Entwicklung schenken." Klicke dazu einfach auf den Link in der Box und lade dir das E-Book kostenlos herunter.

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Es ist wie bei allem: Übung macht den Meister. Heutzutage ist es kaum möglich, das Grundwissen der Rhetorik zu umgehen. Denn in allen möglichen Lebenslagen müssen wir frei, selbstbewusst und souverän kommunizieren – nicht nur beruflich, sondern auch privat. Jeder Mensch sollte deshalb bis zu einem gewissen Maß Rhetorik lernen.

Rhetorik lernen spielt auch in Zeiten der digitalen Medien eine große Rolle. Denn die Eins-zu-Eins-Kommunikation ist nach wie vor unschlagbar – und gute Rhetorik nach wie vor das A und O. Welche Tipps du dazu verwenden kannst, möchten wir dir in diesem Artikel verraten.

Wenn du mehr zu diesem Thema erfahren möchtest, kannst du dir jetzt unser Gratis-Workbook zum Thema Keynote-Entwicklung herunterladen.

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Ist natürlich leichter gesagt als getan, aber leider ist es wahr: Wer sprechen will (oder muss), der muss nicht nur mindestens das Grundwissen der Rhetorik beherrschen, nein, der muss seine Redeangst überwinden. Das geht mit diesem einfachen Tipp:

Mach dir selbst Mut! Du bist gut und du kannst das. Sag dir das einfach noch vor deinem Auftritt immer wieder – wie ein Art Mantra.

“Ich bin gut, ich kann das!” Denn: Je positiver du eingestimmt bist, desto souveräner wirst du deinen Vortrag, deine Präsentation oder dein Anliegen dem Publikum verkaufen können.

Und dabei ist es ganz egal, ob du vor einem oder mehreren Menschen sprichst. Mach dir einfach immer wieder klar: Du hast ein Anliegen und willst dein Publikum begeistern, überzeugen oder informieren.

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Geprüft von Dr. med. Stefan Frädrich

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