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Die 16 Persönlichkeitstypen des MBTI: Was sagen die vier Buchstaben über den Charakter aus?

Die 16 Persönlichkeitstypen des MBTI: Was sagen die vier Buchstaben über den Charakter aus?

Der Myers-Briggs Typenindikator (MBTI) kennt 16 verschiedene Persönlichkeitstypen. Wenn du einen MBTI-Persönlichkeitstest machst, ist das Ergebnis eine Kombination von vier Buchstaben. „Eingeweihte“ sprechen von ESFJ und ISTP wie von alten Freunden. Du verstehst nur Bahnhof? Hier liest du, was die 16 Abkürzungen bedeuten.

MBTI und die 16 Persönlichkeitstypen

Die Myers-Briggs-Typen stützen sich auf Erkenntnisse des Schweizer Psychologen Carl Gustav Jung. In den 1920er Jahren erarbeitete Jung seine Typenlehre, derzufolge Denken und Fühlen, Erkennen und Empfinden eines Menschen nach außen oder nach innen orientiert sein können. Die Amerikanerinnen Katherine Briggs und Isabel Briggs Myers (Katherines Tochter) griffen Jungs Typologie auf und entwickelten daraus eine eigene Persönlichkeitstheorie mit 16 Persönlichkeitstypen.

Der MBTI-Test wird heute von Unternehmen und Karriereberatern, aber auch von Partnervermittlungen eingesetzt, um Menschen — und insbesondere ihre Eignung für bestimmte Aufgaben bzw. „füreinander“ — einzuschätzen. Beim Nachdenken über Lebenswege und Beziehungen, bei praktischen Erwägungen wie bei der ganz großen Sinnsuche kann der Myers-Briggs Typenindikator interessante Impulse geben.

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Welche Bedeutung haben die vier Buchstaben in einem Persönlichkeitstyp?

Die vier Buchstaben der 16 Persönlichkeitstypen stehen für vier Charakterdimensionen.

An die erste Stelle setzt Myers-Briggs die Frage nach der Außen- oder Innen-Orientierung: Wie tankst du deine Batterien auf? In der Interaktion mit anderen? Oder lieber allein mit dir? Dafür gibt es ein I („introvertiert“) oder ein E („extrovertiert“).

Der zweite Buchstabe beschreibt, wie du dir ein Bild von der Welt machst. Orientierst du dich an dem, was du mit deinen fünf Sinnen wahrnehmen kannst? Oder spähst du hinter die Fassade, siehst und analysierst Zusammenhänge, findest Erklärungen? Dafür gibt’s ein S („sensorisch“) oder ein N („intuitiv“ — das I ist ja schon für „introvertiert“ vergeben). Dass MBTI den Begriff „intuitiv“ für eine analytische, hinterfragende Wahrnehmung verwendet, geht auf Carl Gustav Jungs Ausdrucksweise zurück, die etwas von der umgangssprachlichen Verwendung des Wortes abweicht.

An dritter Stelle steht dein bevorzugter Entscheidungsmodus. Wägst du möglichst alle Informationen ab? Oder interessiert dich die Faktenlage weniger als dein Bauchgefühl? Diese beiden Pole beschreibt Myers-Briggs mit T („thinking“ — Denken) und F („feeling“ — Fühlen).

Der vierte Buchstabe betrifft dein Bedürfnis nach Struktur. Fester Plan, klarer moralischer Kompass, Regeln für jede Lebenslage? Oder erst mal rantasten, flexibel bleiben, sich anpassen? Das ist nach Myers-Briggs der Gegensatz zwischen J („judging“ — Urteilen) und P („perceiving“ — Wahrnehmen).

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Welche 16 Persönlichkeitstypen gibt es?

Je nachdem, zu welchem der zwei Pole du bei den vier Persönlichkeitsdimensionen tendierst, ergibt sich eine Kombination aus vier Buchstaben, die deinen Charakter beschreibt.

Und weil es mit so vielen verschiedenen Charakteren schon mal etwas unübersichtlich werden kann, werden die 16 Persönlichkeitstypen in der Regel in Vierergruppen eingeteilt.

NF: Die idealistischen Weltversteher

NFs nehmen die Welt analytisch und hinterfragend wahr und entscheiden gefühls- und wertebasiert. Je nach Ausprägung der anderen Merkmale ergeben sich folgende Persönlichkeiten:

INFP — Der Träumer

INFPs sind die freundlichen, idealistischen Menschenversteher unter den 16 Persönlichkeitstypen. Sie können gut allein sein, denken tief über die Welt nach, fällen gefühlsbasierte Entscheidungen und leben spontan und flexibel.

INFPs sind gute Zuhörer, zurückhaltend mit ihrer eigenen wohldurchdachten Meinung und tief empathisch mit ihren Mitmenschen. Sie haben einen festen moralischen Kompass, urteilen aber freundlich und verständnisvoll. Von INFPs sind kreative Ideen und wertvolle Ratschläge zu erwarten — aber sie sind nicht der Typ, der den großen Masterplan ausarbeitet und verfolgt. Unter INFPs finden sich Schriftsteller, Designer, Musiker, Berater und viele andere erfolgreiche Kreative und Innovatoren.

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ENFP — Der Freigeist

ENFPs sind die Aktivisten unter den Myers-Briggs-Typen. Sie genießen es, im Mittelpunkt zu stehen, analysieren sich und die Welt mit klarem Verstand, entscheiden und handeln aber gefühlsbasiert und spontan.

Freigeister lieben das Leben — und lassen den Funken auf andere überspringen! Mit Chaos können sie gut umgehen; Regeln und Konventionen sind nicht so ihrs. Das festgefügte persönliche Wertesystem eines ENFP deckt sich meist nicht in Gänze mit dem der Gesellschaft; aus ihrer Sympathie für Underdogs und ihrer Ablehnung des „falschen Lebens“ machen sie kein Hehl. Langeweile ist ein rotes Tuch, die Detailarbeit überlassen sie gern anderen — aber das ist auch kein Problem, denn sie können Menschen motivieren! Unter ENFPs finden sich Seriengründer, Initiatoren von sozialen Bewegungen, inspirierende Redner … und viele faszinierende Persönlichkeiten, die in keine Schublade passen.

INFJ — Der Sensei

INFJs sind im MBTI-Spektrum so etwas wie die weisen Visionäre. Sie ruhen in sich, haben ein tiefes Verständnis für Menschen und Zusammenhänge, fällen werte- und gefühlsbasierte Entscheidungen — und streben in ihrem Leben und Handeln nach geordneten Strukturen.

INFJs können Situationen umfassend analysieren und so zukünftige Entwicklungen mit oft erstaunlicher Genauigkeit voraussehen. Ratschläge und Ideen eines INFJ haben Hand und Fuß — wenn sie auch oft überraschend sind. Die ruhigen Idealisten schlagen gern Lebenswege ein, die ihrem Strukturbedürfnis entgegenkommen. Das kann eine Position in einer Organisation sein, mit deren Werten sie sich identifizieren (Richter, Lehrer, Berater in wichtigen Funktionen) — oder ein einsamer Ausguck, wo sie ungestört ihre Gedankengebäude errichten können.

ENFJ — Der charismatische Leader

ENFJs kombinieren die analytischen, idealistischen und strukturliebenden Züge eines INFJ mit dem Bedürfnis nach Gemeinschaft mit anderen. Das macht sie zu geborenen Anführern — anders als der gleichfalls charismatische ENFP, dem die Sache schnell zu öde wird, bleibt ein ENFJ unermüdlich bei der Stange und kann so auch seine Mitmenschen langfristig motivieren.

ENFJs entwickeln große, wohl durchdachte Ideen und genießen es, sich an die Spitze einer Bewegung oder Organisation zu stellen. Sie sind kluge, empathische Vorgesetzte, die echtes Interesse an der Entwicklung ihrer Mitarbeiter nehmen — aber dabei selbstverständlich auf Leistung pochen. Sie können nicht nur eindrucksvoll reden und andere mitreißen, sondern auch zupacken. Ob in der Chefetage oder bei den Pfadfindern — ENFJs agieren fast immer als einflussreiche und beliebte Führungspersönlichkeiten.

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NT: Die kühlen Köpfe

NTs kombinieren eine analytische, hinterfragende Wahrnehmung der Welt mit einem rationalen Entscheidungsmodus. Das heißt, sie werden in ihren Entscheidungen nicht durch Emotionen, Werte oder Harmoniestreben geleitet — sondern durch rationales Abwägen im Dienste der Sache. Je nach Ausprägung der anderen Merkmale ergeben sich folgende Persönlichkeiten:

INTJ — Der Wissenschaftler

Der INTJ denkt analytisch und vorurteilsfrei, entscheidet streng rational, handelt planvoll und strukturiert — und ist am liebsten mit seinen Gedanken allein. Das macht den nachdenklichen Ordnungsliebhaber zum idealen Mastermind hinter den Kulissen.

Die Analysen eines INTJ sind punktgenau, seine Pläne bis ins letzte Detail ausgearbeitet. Wenn es dem großen Ganzen dient, kann bei seinen Entscheidungen schon einmal jemand oder etwas auf der Strecke bleiben... Ihr fundiertes Wissen und ihre oft erstaunlichen Fähigkeiten prädestinieren die perfektionistischen INTJs für Karrieren als Wissenschaftler, politische Berater, Unternehmensberater oder weit blickende Spezialisten in diversen anderen Gebieten.

ENTJ — Der Befehlshaber

ENTJs sind im Denken wie in ihren Entscheidungen vorurteilsfrei, logisch und rational, im Handeln planvoll und strukturiert — und sie sind große Gemeinschaftstypen. Was ihnen an Charisma fehlt, machen sie durch natürliche Autorität wett. Wenn alles getan ist, können sie sich als überraschend sympathische Anekdotenerzähler mit Hang zur zwanglosen Geselligkeit erweisen.

Die geborenen Anführer übernehmen selbstbewusst Verantwortung und lieben es, den Ton anzugeben. Viele andere Persönlichkeitstypen ordnen sich ihnen bereitwillig unter — ihre Kompetenz und der Wert ihrer Beiträge sind einfach unbestreitbar. ENTJs sind daher oft an herausgehobenen Positionen (und in den Geschichtsbüchern) zu finden: als CEOs, Strategen und außergewöhnliche Politiker, als Imperatoren und Generäle.

INTP — Der Grübler

Kein ganz einfacher Typ, der INTP: Im stillen Kämmerlein grübelt er gern obsessiv über die ganz großen Zusammenhänge nach. Er möchte verstehen — und geht dabei ungewöhnliche, aber oft auch ungewöhnlich fruchtbare Wege. Für Banalitäten wie Aufräumen, Broterwerb und irrationale Gestalten (= andere Persönlichkeitstypen) hat er tendenziell wenig Sinn - aber wenn man ihm seine harschen Kommentare nicht übel nimmt und sich von dem ihn umgebenden Chaos nicht abschrecken lässt, kann man einiges von ihm lernen.

Nicht jeder INTP ist ein Einstein — aber in den Rängen der grüblerischen Eigenbrötler finden sich Wissenschaftler, Philosophen und begnadete Programmierer ebenso wie zahlreiche skurille Gestalten.

16 persönlichkeitstypen INTP

ENTP — Der Debattierer

Was der INTP mit sich selbst ausmacht, bringt der ENTP auf die große Bühne: Im Wettstreit der Ideen und Weltbilder sind ENTPs ganz vorn mit dabei — und nehmen ihre Mitdebattierer genussvoll nach allen Regeln der Kunst auseinander. Die gnadenlosen Analytiker hören sich gern reden und lieben die Aufmerksamkeit; ihre Offenheit und ihr scharfer Verstand imponieren, machen ihnen aber nicht nur Freunde.

Für langfristige Projekte fehlt den schnell abgelenkten Nerds der lange Atem, aber sie sind brilliante Impulsgeber. Mit den richtigen anderen Typen im Boot sind ENTPs Traum-Teammitglieder: Ihnen entgeht keine Inkonsistenz in der Projektbeschreibung, und unter den Ideen, die sie freigiebig verstreuen, ist nicht selten ein Rohdiamant.

SJ: Die Wächter

Wächter vereinen praktische Vernunft und gesunden Menschenverstand mit geduldig-strukturiertem Handeln. Unter den 16 Persönlichkeitstypen sind sie die Verteidiger der Ordnung — sie haben die Werte und Normen der Gesellschaft fest verinnerlicht. Je nachdem, ob SJs sich nach innen oder außen orientieren und ob sie Entscheidungen rational oder gefühls- und wertebasiert treffen, ergeben sich folgende Persönlichkeiten:

ISTJ — Der Pflichterfüller

Es gibt wenige Persönlichkeitstypen, denen so oft und gern wichtige Aufgaben anvertraut werden, wie dem ISTJ. Mit Worten eher sparsam, sind ISTJs Menschen der Tat, leistungsbereit und leistungsfähig, Hüter und Verbreiter von wichtigem Fakten- und Expertenwissen, anerkannte Spezialisten — und 100 % zuverlässig.

Ihre Art ist trocken, aber nicht ohne Humor, sie sind loyale Freunde, Partner und Nachbarn und gehören zu den besten Mitarbeitertypen, die man sich vorstellen kann. In führenden Positionen, die sie durch ihre Fähigkeiten, niemals aber durch Ellenbogeneinsatz erreichen, agieren sie fair, zurückhaltend und effizient.

16 personalities ISTJ Der Pflichterfüller

ESTJ — Der Schuldirektor

Der extrovertierte „Zwilling“ des ISTJ fühlt sich anderen Menschen bzw. der Gesellschaft gegenüber in der Pflicht: Ihre Lebensaufgabe finden ESTJs oft in leitenden Positionen, wo sie dafür sorgen, dass der Laden läuft und niemand auf der Strecke bleibt. Als Pragmatiker können sie mit hochfliegenden Ideen wenig einfangen (Lieblingsspruch: „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“) — und sind damit ein stabilisierendes Gegengewicht zu allen NF-Weltverbesserern.

Der Job mag nicht immer dankbar sein, aber ein ESTJ zieht ihn durch. Der selbstbewusste Konservative pocht auf die Einhaltung der Regeln und legt an andere strenge, an sich selbst noch viel strengere Maßstäbe an. Sein Lob ist für viele eine besondere Auszeichnung, Rebellen und Träumer werden es allerdings schwer mit ihm haben.

ISFJ — Der Beschützer

Wem ein ISFJ einmal sein Herz geschenkt hat, der hat einen Freund fürs Leben. ISFJs spielen sich nicht in den Vordergrund, beurteilen die Welt überwiegend praktisch, haben gesellschaftliche Normen verinnerlicht, urteilen gefühls- und wertebasiert und fühlen sich am wohlsten, wenn alle zufrieden sind und die Dinge ihre harmonische Ordnung haben.

In der Familie und im engen Kollegen- oder Freundeskreis kommen ISFJs aus sich heraus — und können dann richtig munter werden. Kein Geburtstag vergeht unerinnert, kein Pechvogel bleibt ungetröstet. Soziale Berufe sind das bevorzugte Metier der ISFJs, aber ihre freundliche, stetige Präsenz, ihre Zuverlässigkeit und Empathie sind für jedes Team eine Bereicherung.

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ESFJ — Der Sympathieträger

Aufgeschlossen und gesellig, mit festgefügtem, meist konservativem Weltbild und jeder Menge gesundem Menschenverstand, gefühls- und erfahrungsorientiert in ihren Entscheidungen und mit wohl geordnetem Innen- und Außenleben. In der Sitcom des Alltags mögen ESFJs manchmal die Zielscheibe von gutmütigen Witzen sein, die auf ihre vielleicht nicht ganz so spritzigen Bemerkungen und ihr störrisches Beharren auf Einhaltung der Normen abzielen. Das kann den geborenen Sympathieträgern aber ziemlich schnuppe sein — denn oft sind sie die mit dem attraktiven Partner, den gutaussehenden Kindern und dem schicksten Haus in der Straße.

ESFJs sind die besten Nachbarn und Kollegen, unerschütterlich herzlich und hilfsbereit. Mehr noch als den ISFJ zieht es sie in die sozialen Berufe — ESFJs sind zum Beispiel tolle Lehrer, aber auch gute Anwälte.

SP: Die Abenteurer

Bücherwissen und abgesteckte Wege sind ihnen ein Gräuel: Die Abenteurer vereinen eine ausgeprägte Präferenz für sinnliche Eindrücke und persönliches Erleben mit Flexibilität und Offenheit für Neues.

Je nachdem, ob SPs sich nach innen oder außen orientieren und ob sie Entscheidungen kopf- oder bauchbasiert treffen, ergeben sich folgende Persönlichkeiten:

ISFP — Der Genießer

Der Innenfokus eines ISFP, gepaart mit sensorischer Weltwahrnehmung, Gefühlsbetontheit und Offenheit macht diesen Typen zum wahren Genießer: Kein anderer Persönlichkeitstyp kann die großen und kleinen Freuden der Welt so tief schätzen. Von neuen Erlebnissen und neuen Seelenverwandten können ISFPs gar nicht genug bekommen. Umweltzerstörung, hässliche Umgebungen und offensichtliches Leid machen ihnen noch ganz anders zu schaffen als vielen anderen Typen, daher findet man unter den Genießern relativ viele Öko-Aktivisten (aber ohne Megaphon) und Aussteiger.

Oft haben ISFPs eine künstlerische Ader — sie lieben es, schöne Dinge zu erschaffen, kleiden sich betont unkonventionell und legen generell großen Wert auf Ästhetik. Viele ISFPs arbeiten in der einen oder anderen Weise mit ihren Händen, Bürojobs sind überhaupt nichts für sie.

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ESFP — Der Entertainer

Unter den 16 Persönlichkeitstypen ist der Entertainer derjenige, dessen Extrovertiertheit am deutlichsten hervorsticht. Hier ist jemand, der wirklich für das Rampenlicht geboren ist. Spontan, unbeschwert, energiegeladen, mit feiner Antenne für andere — der ESFP braucht und liebt sein Publikum, und das Publikum braucht und liebt ihn.

Die Begeisterung eines ESFP ist relativ leicht zu wecken, und seine Freude steckt an. Die Fähigkeit andere mitzureißen und zu überzeugen können ESFPs in vielen Berufen und Berufungen gut gebrauchen. Ob Showmaster oder Aktivist, Verkäufer von Luxuskarossen oder Biogemüse auf dem Markt — solange es dem ESFP Spaß macht, wird er in vielen Positionen glänzen.

ISTP — Der Ingenieur

Der introvertierte Ingenieur hat für Spekulationen wenig Sinn und fällt kopfbasierte Urteile und Entscheidungen. Seiner Meinung nach sinnlose Regeln verabscheut er. Die natürliche Spontaneität und Sinnlichkeit von ISTPs wird durch ihre Kopf-Präferenz beim Entscheiden in Schach gehalten: Während die Bauchgefühl-(F)-Typen unter den Abenteurern sich leicht für alle möglichen luftigen Ziele begeistern, wendet sich der Ingenieur gern handfesteren Dingen zu.

ISTPs sind tolle Handwerker — und zum Beispiel auch sehr solide Musiker. Jeden Beruf, der sich im weiteren Sinne als „Handwerk“ charakterisieren lässt, können ISTPs potentiell perfekt ausfüllen. Entspricht die kopfbasiert gewählte Karriere nicht ganz ihren gefühlsmäßigen Präferenzen, können ein handwerkliches Hobby oder ein herausfordernder Solo-Sport den wichtigen Ausgleich schaffen.

Myers-Briggs Typenindikators

ESTP — Der Gründer

Der Gründer ist der gesellige Ingenieur — bei ihm kommen ein nüchterner Blick auf die Welt, analytisches Urteilen, Flexibilität im Handeln und eine gewisse schöpferische Ungeduld mit einem großen Bedürfnis nach dem „Bad in der Menge“ zusammen.

Der ESTP hat die Idee für ein alltagserleichterndes Gimmick, baut den Prototypen, gründet die Firma, organisiert die Produktion der Musterkollektion — und räumt dann bei „Höhle der Löwen“ ab. Zögern ist nicht seine Sache, weiterreichende Zukunftspläne oder grundsätzliche Erwägungen auch nicht. Optimismus, technische Brillianz, Lösungsorientiertheit und selbstbewusster Charme: Diese Macher-Mentalität ist für die Wirtschaft wie geschaffen; entsprechend tummeln sich dort viele erfolgreiche ESTPs.

Welcher Persönlichkeitstyp ist am seltensten?

Als seltenster unter den 16 Persönlichkeitstypen gilt INFJ — diese Kombination ist nur bei einem bis zwei Prozent der Bevölkerung zu finden. Hier haben wir es mit introvertierten Menschen zu tun, die analytisch denken, aber gefühls- und wertebasiert entscheiden — und letztlich strukturiert und planmäßig handeln. Große Altruisten wie Mahatma Gandhi lassen sich als Beispiele anführen; Schriftsteller sind ebenfalls häufig INFJs.

Allerdings gibt es in der Frage nach dem seltensten Myers-Briggs-Typ einen kleinen Unterschied zwischen den Geschlechtern: Bei Frauen ist ENTJ noch seltener als INFJ: Die Beschreibung „extrovertiert, analytisch denkend, faktenbasiert entscheidend und strukturiert handelnd“ — das Klischee der Karrierefrau — trifft in MBTI-Tests nur etwa auf jede hundertste Frau zu.

Welches ist der häufigste Persönlichkeitstyp?

Der häufigste Myers-Briggs-Typ ist ISFJ — die introvertierten, dem gesunden Menschenverstand vertrauenden, gefühlsbasiert entscheidenden Freunde fester Strukturen machen knapp 14 Prozent der Bevölkerung aus. Und das ist auch gut so: ISFJs sind das sprichwörtliche Salz der Erde. Ohne diesen Typ kann keine stabile Gesellschaft existieren. ISFJs sind die fleißigen, zuverlässigen Mitarbeiter der ENTJs — und das Publikum, das über Erfolg und Misserfolg der nach INFJ-Drehbüchern buchstäblich oder im übertragenen Sinne gedrehten Blockbuster-Anwärter entscheidet.

Gibt es Alternativen zu MBTI und seinen 16 Persönlichkeitstypen?

Oh ja, da gibt es einige! Die 16 Persönlichkeitstypen stehen für eine faszinierende Vielfalt von Charakteren, über die sich wunderbar philosophieren lässt, und viele Menschen fühlen sich durch ihren Myers-Briggs-Typ präzise beschrieben. Allerdings kann das Ergebnis des MBTI-Tests auch von der Tagesform abhängen ... und die Einordnung einer Persönlichkeit ist ohne Test ein ganzes Stück weit Interpretations- und Ansichtssache. Ob zum Beispiel Mutter Theresa ein INFJ oder ISFJ, Steve Jobs ein ISTP oder ENTJ ist, führt unter Myers-Briggs-Fans immer wieder zu lebhaften Debatten.

Wir werden oft nach den Unterschieden zwischen DISG und MBTI gefragt. Wenn du dir noch nicht sicher bist, welche Vorteile der jeweilige Test mit sich bringt, wird dir diese kurze Übersicht helfen, die Modelle besser zu verstehen:

DISG® vs. MBTI®
Persönlichkeitstestmodelle im Vergleich

DISG

konzentriert sich auf vier vorherrschende Verhaltenstypen​
unterschiedliche Verhaltensmerkmale in verschiedenen Situationen
weltweit führendes Tool zur Optimierung von Kommunikation und zwischenmenschlichen Beziehungen
zeigt den Einfluss der Persönlichkeit auf das Verhalten
leicht praktisch anzuwenden und zu merken

MBTI

ordnet eine Person in einem von 16 Persönlichkeitstypen zu
starre Ergebnisse, die sich kaum an individuelle Situationen anpassen lassen
Ergebnisse des Tests liefern eine Beschreibung, wie du bist und warum du Dinge auf deine Art und Weise tust
thematisiert das Erleben und Denken im Inneren
sehr theoretisch

Eine, salopp gesagt, etwas abgerüstete Alternative zum MBTI ist das Enneagramm mit neun Persönlichkeitstypen. Interessant ist hier, dass die Typen in „unreifer“, normaler und „reifer“ Form auftreten können — das Enneagramm sieht also die Möglichkeit der persönlichen Reifung hin zu einem typ-bedingten Ideal vor.

Ein sehr verbreitetes Persönlichkeitsmodell ist das Big-Five-Modell. Als Big Five — die fünf Hauptdimensionen der Persönlichkeit — gelten hier Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus. Mit dem Neurotizismus berücksichtigen die Big Five auch eine potentiell ungesunde Persönlichkeitsdimension — ein augenfälliger Unterschied zum MBTI wie zum Enneagramm.

Klare Antworten mit dem DISG

Der DISG geht sehr praktisch an die Frage der Persönlichkeit heran. Bei diesem Test geht es fast ausschließlich darum, wie du dich verhältst — und nichts anderes entscheidet ja über Erfolg und Misserfolg in der Welt. Die vier vom DISG ermittelten Persönlichkeitsaspekte sind Dominanz, Initiative, Stetigkeit und Gewissenhaftigkeit. Dominanz und Initiative — zwei im Leben wie im Beruf enorm wichtige Eigenschaften — werden von keinem anderen Persönlichkeitstest berücksichtigt.

Das Bild, das dein DISG-Test liefert, ist auf den ersten Blick verständlich. Er zeigt auch auf, ob zum Beispiel das Potential für mehr Gewissenhaftigkeit oder Initiative in dir schlummert. Damit ist der DISG-Test ein fruchtbarer Einstieg für alle, die sich auf den Weg der persönlichen Veränderung machen wollen.

Neugierig geworden? Näheres zum DISG findest du hier. Oder willst du gleich mehr über dich selbst erfahren? Unser kostenloser Persönlichkeitstest verrät dir deinen Persönlichkeitstyp, deine Schwächen — und deine unerschlossenen Potentiale!

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Geprüft von Dr. med. Stefan Frädrich

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