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Wanda Badwal: „Yoga ist mein spiritueller Lebensweg!"

Lesezeit von 7 Minuten
Wanda Badwal: „Yoga ist mein spiritueller Lebensweg!

Vom erfolgreichen Model zur achtsamen Yoga-Lehrerin: Wanda Badwal wurde durch ihre Teilnahme (2008) an der dritten Staffel von Germany’s Next Topmodel bekannt. Jahrelang war sie erfolgreich als internationales Model tätig und arbeitete mit den besten Fotografen der Welt. Doch heute steht das Rampenlicht für die 34-Jährigen im Hintergrund: Sie entschied sich für Yoga als spirituellen Lebensweg. Statt im Außen zu glänzen, setzt sie ihren Fokus inzwischen auf die innere Welt. Als Yoga-Lehrerin lebt sie ihren Zweck der Existenz und hat wertvolle Tipps parat, mit denen auch du tiefer in die Bereiche Meditation und Spiritualität eintauchen kannst. Viel Spaß beim Lesen!

Von der Schauspielerei zur Spiritualität

Wanda Badwal sitzt während des Interviews barfuß im bequemen Schneidersitz in ihrem Sessel. Ihre Augen leuchten, als sie von Yoga spricht. Wanda erzählt, wie sie von der Schauspielerei zur Spiritualität kam. Sie hat eine selbstbewusste Ausstrahlung und wirkt rundum ausgeglichen. Doch das war nicht immer so. Während ihrer Ausbildung zur Musical-Darstellerin und ihrem Start in die Schauspielerei geriet sie ins Wanken. Im Gespräch erzählt Wanda Badwal: „Ich bin in absolute Selbstzweifel verfallen und war innerlich total angespannt. Ich habe mich unheimlich unter Druck gesetzt, war traurig und fühlte mich isoliert. In dieser Zeit habe ich meine Leichtigkeit und meine Freude verloren.“

Damals hatte sie noch keine Tools, wie zum Beispiel ihre tägliche Meditation, um achtsam mit sich selbst umzugehen. Sie ließ sich stark von den Worten anderer beeinflussen und konnte sich energetisch nicht von negativen Einflüssen fremder Menschen abgrenzen. Rückblickend berichtet sie: „Die Energien eines anderen haben nichts mit mir zu tun, deshalb muss ich sie auch nicht persönlich nehmen. Damals wusste ich das jedoch noch nicht und habe mir alles ungefiltert reingezogen.“

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Bist du am richtigen Ort?

Wanda Badwal merkte immer mehr, dass ihre äußere Welt ihrer inneren nicht gut tat. Sie fühlte sich ausgebrannt und befand sich nicht im Zweck ihrer Existenz. Hinzu kam das Gefühl, nicht am richtigen Ort zu sein. Wanda Badwal: „Ich habe die ganze Zeit nur Energie rausgegeben, aber ich bekam wenig Energie zurück. Es war kein Geben und Nehmen. Ich kann jedem, der dieses Gefühl ebenfalls spürt, nur raten, es ernst zu nehmen. Denn es sollte nicht so sein, dass man sich nicht erfüllt fühlt. Dass man mal anstrengende Tage hat oder genervt ist, das ist klar. Aber man sollte das Grundgefühl haben, am richtigen Ort zu sein.“ Und dann langsam interessierte sie sich immer mehr für die Spiritualität.

Schon während ihrer Zeit als Schauspielerin begann Wanda Badwal, regelmäßig Yoga zu praktizieren. Sie spürte, dass sie sich bei Yoga am meisten wie sie selbst fühlte. Und sie merkte, dass sie mit der Schauspielerei zwar ihre Idealvorstellung lebte, dabei aber überhaupt nicht glücklich war. Ganz im Gegenteil fühlte sie sich ausgebrannt und hatte emotional keine Kraft mehr. Diese radikale Ehrlichkeit zu sich selbst war schmerzhaft, weil ihr bewusst wurde, dass sie etwas verändern musste.

Spiritualität – Verbindung mit der Seele

Und das tat sie schließlich auch: Wanda Badwal traf die Entscheidung, ihre Medienkarriere an den Nagel zu hängen, und fand stattdessen etwas viel Wertvolleres – nämlich ihre Bestimmung und ihren Lebenszweck. Im Interview verrät sie ihn: „Ich bin hier, um mehr Licht in die Welt zu bringen, und zwar durch unterschiedliche Dinge, die ich tue. Yoga ist ein Ausdruck dessen, um eine Inspiration zu sein für andere und sie an ihr inneres Licht zu erinnern. Ich bin da, um andere an ihre eigene Seele und ihre eigene Essenz zu erinnern, und um sie zu motivieren, neue Wege zu gehen.“

Spiritualität bedeutet für Wanda Badwal, verbunden zu sein. Sie erzählt: „Spiritualität ist nichts, was außerhalb von uns existiert. Wir müssen uns wieder mit unserer Seele verbinden, um eine Erfahrung von purem Sein zu erleben. Spiritualität ist unser natürlicher Zustand, wir alle sind spirituelle Wesen. Alle Menschen sind spirituell, auch wenn sie es selbst vielleicht gar nicht wissen. Wir sind spirituell, wenn wir im Einklang mit unserer Seele leben.“

Wanda Badwal yoga

Yoga als Lebensweg

„Ich bin heute Yoga- und Meditationslehrerin und habe meinen Weg nach innen gefunden.“ Was die meisten nicht über Wanda Badwal wissen, ist, dass sie schon vor ihrer Teilnahme an der Castingshow als Schauspielerin arbeitete und eine mehrjährige Ausbildung zur Musicaldarstellerin absolvierte. Das Showgeschäft lag ihr schon immer im Blut. Doch auch mit Spiritualität kam Wanda Badwal schon als Kind in Berührung. Dazu später mehr! Jetzt geht’s zunächst um die Bedeutung, die Yoga in ihrem Leben einnimmt. Sie verrät: „Yoga ist viel mehr als eine Bewegungstechnik oder ein Sport. Das, was wir im Westen typischerweise unter Yoga verstehen, ist leider ein sehr reduzierter Blickwinkel des großen Ganzen. Denn Yoga ist eine uralte Tradition und ein allumfassender Lebensweg. Dieser beinhaltet eine Philosophie und verschiedene Werte, die eine bestimmte Richtung im Leben vorgeben.“

Du hast die Wahl

Wanda Badwal ist überzeugt davon, dass Yoga für viele Menschen in der westlichen Welt unfassbare Schätze bereithält. Denn unsere Welt ist so komplex, dass wir praktische Richtlinien benötigen, nach denen wir leben können. Die ehemalige GNTM-Kandidatin erzählt: „Die Natur unseres Geistes ist sehr unruhig und deswegen gibt es ein gewisses Leiden beim Menschen.“ Im Interview berichtet sie, wie Yoga entstanden ist, und erzählt, weshalb die Werte für sie eine hohe Bedeutung haben: „Yoga bietet sehr viele schöne Angebote, mit denen wir friedlicher mit uns selbst und unseren Mitmenschen leben können.“

Yoga hält viele Schätze bereit.

Wanda Badwal

Yoga erzeugt Einigkeit zwischen Geist und Seele. Doch wie gelangt man überhaupt zu diesem Zustand? Wanda Badwal: „Man muss sich mit sich selbst beschäftigen und sich selbst besser kennenlernen. Dafür kann man beispielsweise anfangen, Tagebuch zu schreiben. Wir alle wurden von der Gesellschaft geprägt und konditioniert. Dadurch vergessen wir im Alltag manchmal, wie viele Möglichkeiten es sonst noch gibt, um unser Leben zu gestalten. Wir haben immer eine Wahlfreiheit; das vergessen wir nur leider zu oft. “

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Mit Yoga den Geist beruhigen

Der Ursprungsgedanke von Yoga hat also nicht viel mit dem zu tun, was heute in Fitnessstudios praktiziert wird, um körperliche Fitness zu erlangen. Stattdessen bedeutet Yoga, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, in die Stille zu gehen und zu meditieren. Das große Ziel ist es, den Geist zu beruhigen. Wanda Badwal: „Yoga ist das zur Ruhe kommen der Gedankenwellen im Bewusstsein, damit ein Zustand von Einheit eintreten kann. Wenn die Gedankenwellen des Geistes zur Ruhe kommen, dann kann Yoga entstehen. Es ist also ein Geisteszustand von Einheit und dem absoluten Wegfallen von Dualität.“

Die Erleuchtung beziehungsweise der Einheitszustand ist laut Wanda Badwal nichts, was unerreichbar bleibt oder nur von hochspirituellen Menschen erreicht werden kann. Stattdessen glaubt die Expertin, dass jeder Einzelne mit etwas Übung jederzeit in den Bewusstseinszustand kommen kann. Sie sagt: „Wir können ein Einheitsgefühl jetzt in diesem Moment erzeugen. Wir können diesen Moment mit mehr Achtsamkeit jederzeit kreieren. Ich trenne inzwischen nicht mehr zwischen Yoga und dem Rest. Ich versuche so zu leben, dass ich immer Verbindungen schaffe, zum Beispiel in meinen sozialen Beziehungen und in der Natur.“

Mehr als die materielle Welt

Wanda Badwal versucht, mehr Verbindung und weniger Trennung in die Welt zu tragen. Denn Trennung erzeugt Kriege und Leid. Trennung und Einsamkeit führt zu dem Gefühl, dass wir mit unserem Leid alleine sind. Das möchte die Yoga-Lehrerin vermeiden und stattdessen mehr Mitgefühl erzeugen. Im Alter von 27 Jahren hat sie begonnnen, sich intensiv mit dieser Thematik zu befassen. Doch das Interesse daran wurde ihr quasi in die Wiege gelegt. Sie erzählt: „Ich hatte das Glück, dass ich in eine Familie geboren wurde, die schon sehr vertraut war mit dem Thema Spiritualität. Meine Eltern waren in den 70ern und 80ern nämlich selbst Suchende und haben eine Zeit in Indien gelebt.“

Die Hippie-Welle beeinflusste ihre Kindheit, denn während ihrer ersten Lebensjahre wuchs Wanda Badwal in einer Community auf. Im Interview erzählt sie: „Wir waren 60 Menschen, die ein alternatives Lebenskonzept gelebt haben. Meine Eltern haben immer hinterfragt, ob man so leben muss, wie es einem gesellschaftlich vorgelebt wird. Sie haben sich intensiv damit auseinandergesetzt – das war aber nicht immer problemfrei. Ich habe meine ersten drei oder vier Lebensjahre in der Community gelebt und das hat mich sehr nachhaltig geprägt. Denn ich bin mit dem Bewusstsein aufgewachsen, dass es viel mehr gibt als die materielle Welt und das, was wir sehen können.“

Wanda Badwal über Heilung

Wanda Badwal geht in die Tiefe und scheut sich nicht, auch dorthin zu blicken, wo es wehtut. Im Interview verrät sie: „Ich glaube, dass wir alle hier auf dieser Welt sind, um Heilung zu erfahren. Denn Heilung ist ein großer Zweck unserer Existenz. Wir bestehen nicht nur aus unserem Körper, sondern vor allem aus unserer Seele, die Erfahrungen in unserem fleischlichen Körper sammelt. Deswegen gibt es auch keinen Tod, sondern nur eine Transformation in einen anderen Zustand. Wenn wir diesen Körper verlassen, dann ändern wir unsere Form, aber wir bleiben eine unsterbliche Seele.“

Wir sind alle hier, um Heilung zu erfahren.

Wanda Badwal

Menschen begeistern

Vor einiger Zeit ist Wanda Badwal unter die Autoren getreten, ihr Buch heißt „Yoga – Die 108 wichtigsten Übungen und ihre ganzheitliche Wirkung“. Darin zeigt die Autorin nicht nur einzelne Bewegungsabläufe, sondern erklärt auch, wie sie auf den Körper wirken. Zudem bietet sie eine Yogaausbildung an und ist in verschiedene Projekte involviert. In Zukunft möchte die 36-Jährige zudem gerne achtsamer an das Thema Nachhaltigkeit rangehen und sich mehr mit Klimaschutz auseinandersetzen.

Sie verrät: „Persönlich gibt es für mich noch einige Bereiche, in denen ich mich entwickeln möchte. Ich möchte auch weiterhin Dinge kreieren und habe sehr viel Energie und Lust, andere Menschen für den inneren Weg zu begeistern. Ich möchte eine Inspiration für ein ganzheitliches Leben sein und mehr Licht in diese Welt bringen.“

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