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Wie du Einsamkeit erkennen und effektiv überwinden kannst

Lesezeit von 7 Minuten
Wie du Einsamkeit erkennen und effektiv überwinden kannst

Oberflächlich betrachtet war es noch nie so einfach wie heute, mit anderen Menschen zu kommunizieren. In unserer globalisierten Welt kannst du theoretisch mit jedem und zu jeder Zeit im (digitalen) Austausch stehen. Dennoch ist Einsamkeit ein weitverbreitetes Problem. Dies wird anhand wissenschaftlicher Untersuchungen deutlich.

Einsamkeit ist ein vielschichtiges Gefühl und von außen nicht immer zu erkennen. Du kannst dich auch inmitten von tausend Menschen einsam fühlen. Ausschlaggebend ist der Gedanke, keinen emotionalen Ansprechpartner zu haben. Du bist mit deinen Sorgen und Nöten scheinbar allein. Ob dies tatsächlich zutrifft oder du es nur so empfindest, macht hierbei erst einmal keinen Unterschied.

Jeder Mensch fühlt sich gelegentlich mal einsam. Das ist vollkommen normal. Problematisch wird es erst dann, wenn die Einsamkeit zum Dauerzustand wird. Die gute Nachricht lautet: Du kannst aktiv etwas dagegen unternehmen. Zugegeben, das kostet Mut und vielleicht auch ein klein wenig Überwindung. Aber es lohnt sich.

Was ist der Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit?

Alleinsein und Einsamkeit sind nicht dasselbe. Es handelt sich hierbei um zwei grundverschiedene Zustände. Einsamkeit ist ein ungewollter Zustand der sozialen Isolation, der dich auf Dauer sogar psychisch zermürben kann. Alleinsein kann hingegen auch heilsam sein.

Der Zustand des Alleinseins ist vorübergehend und willentlich steuerbar. Das bedeutet, dass du dich einfach nur wieder unter Menschen zu begeben brauchst, sobald du es möchtest. Du weißt, dass es Menschen gibt, denen du etwas bedeutest und an die du dich wenden kannst. Letzteres ist bei einem einsamen Menschen nicht der Fall.

Die drei Phasen der Einsamkeit

Das Gefühl der Einsamkeit lässt sich in drei Phasen unterteilen:

  • vorübergehende Einsamkeit
  • andauernde Einsamkeit
  • chronische Einsamkeit

Unter vorübergehender Einsamkeit leiden wir alle mal. Sie ist meist die Folge einer einschneidenden Lebensveränderung wie Trennung, Umzug oder Jobwechsel. In solchen Situationen dauert es eine Weile, bis du dich an die neuen Lebensumstände gewöhnt hast und wieder Kontakte knüpfst. Je nach deiner Mentalität kann dies schnell geschehen oder länger dauern.

Von andauernder Einsamkeit spricht man, wenn das Einsamkeitsgefühl mehrere Wochen nach einer Lebensveränderung anhält und sich vertieft. Du bekommst zunehmend Schwierigkeiten, mit anderen Menschen zu interagieren. In dieser Phase verlieren viele Betroffene die Freude an ihren Hobbys und können nur gezwungen lächeln. Spätestens jetzt solltest du aktiv werden, um die chronische Einsamkeit zu vermeiden.

Ist es zu einer Chronifizierung der Einsamkeit gekommen, hast du dich bereits völlig in diesem Gefühl verloren. Du befindest dich in einem Teufelskreis. Einerseits wünschst du dir soziale Interaktion mit anderen Menschen. Geht aber tatsächlich jemand auf dich zu oder macht dir gar ein Kompliment, weißt du damit jedoch nicht umzugehen. Hierdurch steigt die Wut auf dich selbst – und dein Selbstwertgefühl leidet.

Gründe für Einsamkeit

Mögliche Gründe für deine Einsamkeit

Die Gründe, warum du dich einsam fühlst, können unterschiedlicher Natur sein. Häufig führt eine Kombination aus mehreren Faktoren in die Einsamkeitsfalle. Nachfolgend wollen wir mögliche Gründe aufzählen und näher erläutern:

  • Alter
  • Krankheit
  • lebenseinschneidende Veränderungen (Trennung, Tod eines Angehörigen, Umzug)
  • geringes Selbstwertgefühl
  • schlechte Erfahrungen mit anderen Menschen (Mobbing)
  • Angst vor Zurückweisung

Eine interessante Studie aus dem Jahr 2017 hat sich mit den Hauptgründen der Einsamkeit befasst. Traurigerweise sind Senioren besonders oft von Einsamkeit betroffen. Wenn der Ehepartner verstorben ist und die Kinder weit entfernt wohnen, ist der Weg in die Isolation nicht weit. Dies gilt besonders dann, wenn zusätzlich gesundheitliche Einschränkungen vorliegen. Wer sich nicht mehr selbstständig unter Menschen begeben oder soziale Hobbys pflegen kann, vereinsamt nur allzu schnell.

Aber auch jüngere Menschen leiden zunehmend unter Einsamkeit. Wie bereits erwähnt, sind hierbei oft einschneidende Lebensereignisse oder Schicksalsschläge ursächlich. Darüber hinaus trägt ein geringes Selbstbewusstsein zur Einsamkeit bei. Wenn du dich nicht traust, auf andere Menschen zuzugehen oder dich vor Zurückweisung fürchtest, ist die Gefahr der ungewollten Isolation groß.

Möglicherweise hast du in der Vergangenheit Mobbing- oder Gewalterfahrungen machen müssen. Unter diesen Umständen ist es verständlich, dass du nicht mehr unbefangen auf Menschen zugehen kannst. Schließlich möchtest du um jeden Preis vermeiden, dass sich dein Trauma wiederholt. Dieser Schutzmechanismus kann jedoch in die Einsamkeit führen.

Symptome der Einsamkeit

Wenn du einsam bist, macht sich dies nach einer Weile sowohl durch psychische als auch durch körperliche Symptome bemerkbar. Zu den häufigsten Symptomen zählen:

  • Nervosität
  • Reizbarkeit
  • Müdigkeit
  • Gefühl innerer Leere
  • Schlafstörungen
  • Depressionen

Viele Betroffene fühlen sich durch ihre Einsamkeit wertlos. „Wer will mit mir schon Zeit verbringen?”, könnte ein Gedanke sein, oder „Wem bin ich schon wichtig?” Wenn du solche Gedankengänge bemerkst, dann versuche sie mit einem laut gesprochenen „Stopp" zu unterbrechen. Manifestiere deinen Glaubenssatz nicht weiter, sondern finde Auswege aus der Einsamkeit. Komm ins Handeln!

Tipps gegen die Einsamkeit

9 Tipps gegen die Einsamkeit

Soange du jung und mobil bist, ist Einsamkeit kein unabwendbares Schicksal. Ältere Menschen mit körperlichen oder seelischen Einschränkungen haben es hingegen schwerer, ihr Leben aktiv zu verändern. Aber auch für sie ist es nicht unmöglich.

1. Suche Gleichgesinnte

Da Einsamkeit ein weitverbreitetes Problem ist, wurden vielerlei Konzepte entwickelt, um gegenzusteuern. Eine beliebte Option ist es zum Beispiel, sich mit anderen Menschen zum Kochen und gemeinsamen Essen zu verabreden. In fast jeder Stadt gibt es entsprechende Gruppen. Recherchiere doch mal im Internet oder schaue in deine Wochenzeitung. Wenn du nicht kochen möchtest, kann es sich auch um andere Aktivitäten handeln.

Handarbeit, gemeinsame Spaziergänge, Literaturzirkel – die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Hierbei kommst du leicht mit anderen Menschen ins Gespräch, die sich ebenfalls einsam fühlen. Wer weiß, vielleicht entwickeln sich daraus ja echte Freundschaften?

2. Lies Erfahrungsberichte

Dieser Tipp knüpft ein wenig an Tipp 1 an. Es geht nämlich darum, dass du dir bewusst machst, dass du mit deiner Situation nicht alleine bist. Erfahrungsberichte von Menschen zu lesen, die  die Einsamkeit erfolgreich überwunden haben, kann dir neue Hoffnung schenken. Du siehst, dass es nicht unmöglich ist. Ob du lieber Blogs oder Bücher liest, bleibt dir selbst überlassen.

3. Begebe dich unter Leute

Verkrieche dich nicht in deiner Wohnung. In der Stille deiner eigenen vier Wände zu verharren, macht deine seelische Verfassung nur noch schlimmer. Gehe stattdessen bewusst unter Leute. Nimm dir ein Buch oder eine Zeitschrift und setze dich bei schönem Wetter in einen belebten Park. Besuche die Sehenswürdigkeiten deiner Stadt. Esse in einem Restaurant zu Mittag oder zu Abend – wenn sie bald wieder öffnen. Alternativ versprechen aktuell aber auch Kochabende via Zoom oder mit der einen Lieblingsperson zu Hause jede Menge Spaß

Allein die Umgebungsgeräusche (Lachen, Stimmen) können deine Stimmung aufhellen und dazu beitragen, dass du dich weniger einsam fühlst.

4. Finde einen seelischen Ausgleich

Einsamkeit schlägt auf die Psyche. Der Zusammenhang von seelischen Erkrankungen und Einsamkeit wurde in mehreren wissenschaftlichen Studien belegt.

Von daher ist es umso wichtiger, dass du deiner Seele bewusst etwas Gutes tust. Wie wäre es z. B. mit Yoga oder Meditation? Beides eignet sich wunderbar, um seelische Anspannung zu lösen. Du lernst, deine Verzweiflung loszulassen und gewinnst wieder einen positiven Blick auf die Welt.

5. Nutze die sozialen Medien

Wenn es dir zu schwerfallen sollte, unter Menschen zu gehen, sind die sozialen Medien ein Anfang. Aber Vorsicht: Es sollte sich lediglich um den ersten Schritt und nicht um eine Dauerlösung handeln. Persönliche Interaktionen können soziale Plattformen niemals ersetzen.

Dennoch können die sozialen Medien helfen, mit Freunden in Kontakt zu bleiben oder neue Bekanntschaften zu schließen. Zu nahezu jedem Interessengebiet gibt es auf Social Media mittlerweile Gruppen. Auf diese Weise findest du Menschen, die deine Interessen teilen.

6. Treibe Sport

Sport wirkt gegen Depressionen fast so effektiv wie Psychopharmaka. Diese recht reißerisch klingende Behauptung wurde wissenschaftlich bereits mehrfach bestätigt.

Da einsame Menschen ein höheres Risiko haben, an Depressionen zu erkranken, solltest du in Bewegung kommen. Durch körperliche Aktivität wird das Hormon Serotonin ausgeschüttet, das deine Stimmung aufhellt. Tipp: Suche dir eine Gruppensportart. So besteht die Chance, dass du Kontakte knüpfst.

7. Analysiere deine Lebenssituation

Hinterfrage, warum du dich einsam fühlst. Nur wenn du die Ursachen kennst, lässt sich das Problem beseitigen. Wohnst du allein und fühlst dich damit nicht wohl? Wäre es eine Möglichkeit, mit Freunden eine WG zu gründen oder zu Verwandten zu ziehen? Oder ist dir dein Job zu einsam und du würdest lieber einer Tätigkeit mit mehr Kundenkontakt nachgehen?

Manche Menschen fühlen sich jedoch auch dann einsam, wenn sie mit anderen zusammenleben. Sich innerhalb einer Familie oder einer Partnerschaft einsam zu fühlen, ist besonders beklemmend. In diesem Fall solltest du dich fragen, ob dein soziales Umfeld dir wirklich guttut. Möchtest du dich wirklich mit Menschen umgeben, die dich zwar tolerieren, aber nicht wertschätzen?

Die eigene Lebenssituation zu verändern, ist nicht leicht. Dennoch solltest du es dir wert sein. Beende deine Partnerschaft, wenn du dich an der Seite deines Partners einsam fühlst. Beende Freundschaften, in denen du nicht geschätzt wirst. Suche dir einen Beruf, der dich innerlich erfüllt.

8. Suche dir eine Vertrauensperson

Sich einsam zu fühlen, ist oftmals mit Scham behaftet. Das muss es aber nicht! Suche dir eine Person, mit der du über deine Situation sprechen kannst. Eltern, Geschwister, Freunde oder ein Therapeut ... vertraue dich jemandem an! Wenn du das Gefühl hast, verstanden zu werden, fällt es dir leichter, an deiner Situation aktiv etwas zu verändern.

9. Konzentriere dich auf dich selbst

Bemühe dich, die positiven Seiten des Alleinseins wertzuschätzen. Es ist nämlich keineswegs nur negativ! Du bist ungebunden und frei in deinen Entscheidungen. Du hast die Möglichkeit, deinen Alltag so zu gestalten, wie du es möchtest. Niemand nervt dich und du hast absolute Ruhe.

Die positiven Seiten des Alleinseins zu fokussieren, hat einen besonderen Vorteil: Du kommst mit dir und deiner Situation ins Reine. Geschieht dies, wirkst du auf andere Menschen automatisch glücklicher und somit anziehender! Manchmal ist der Weg aus der Einsamkeit, aus der Situation das Beste zu machen.

Wohlbefinden

Kümmere dich um dein Wohlbefinden

Eine weitere effektive Möglichkeit, etwas gegen deine Einsamkeit zu unternehmen, ist die Inanspruchnahme eines professionellen Coachings. Coaches sind dafür geschult, ihre Klienten in schwierigen Lebenssituationen anzuleiten. Mit der Greator App hast du deinen persönlichen Coach immer dabei.

Ein besonderer Fokus wird auf deine persönliche Weiterentwicklung gelegt. Du erlernst, wie du deine persönlichen Ressourcen stärken und nutzen kannst, um der Einsamkeitsfalle zu entkommen. Du findest Motivation und Inspiration, um deine Ziele zu erreichen.

Die Greator App beinhaltet verschiedene Kurse:

  • Persönlichkeit entfalten
  • Beziehungen stärken
  • Achtsamkeit und Gesundheit
  • Zeitmanagement
  • Ziele setzen
  • Menschen verstehen

All diese Fertigkeiten helfen dir, deine Einsamkeit zu überwinden. Die App zeigt dir deinen persönlichen Fortschritt, wodurch du motiviert bei der Sache bleibst. Mithilfe erwiesener Lernmethoden gehst du in deinem eigenen Tempo den Weg zurück in ein sozial erfülltes Leben.

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