Süßigkeiten im Glas

Zuckerfreie Ernährung – so funktioniert es mit Leichtigkeit

Als wir im Januar den groben Redaktionsplan für das erste Quartal des neuen Jahres machten, waren wir wahrscheinlich noch von sämtlichen (Über)mut gepackt. Passend zur Fastenzeit, dachten wir uns, ernähren wir uns einfach mal zuckerfrei, tun etwas für unsere Gesundheit und geben hier einen Erfahrungsbericht wieder. In der Kürze liegt die Würze: Es ist gar nicht so leicht. Wertvolle Tipps folgen trotzdem! Ausreden findest du, genauso wie ich, wahrscheinlich immer, warum nicht jetzt sofort und überhaupt. 

  1. Ich habe drei kleine Kinder, da komme ich um Nervennahrung gar nicht drumherum.
  2. Ich habe keine Zeit, um mir Alternativen zu suchen und mich mit der Zusammensetzung vieler Lebensmittel auseinander zu setzen.
  3. Es schmeckt so gut.
  4. Ich esse Süßigkeiten einfach zu gern. Ich möchte darauf im Alltag nicht verzichten.

7 Tipps für eine zuckerfreie Ernährung

Welche Glaubenssätze oder Ausreden hast du? Was hält dich davon ab, dich gesund zu ernähren? Lass dich einfach auf das Experiment ein. Damit es dir einfacher fällt, etwas für deine Gesundheit zu machen, möchten wir dir 7 Tipps mit auf den Weg geben. 

  1. Wähle einen Zeitpunkt, an dem es vielleicht ein bisschen ruhiger ist, damit du unter Stress nicht sofort in dein altes Muster zurückfällst
  2. Beobachte dein Umfeld: Verleitet es dich schnell dazu, Süßigkeiten zu essen? Sorge für Alternativen, falls dir wieder das Wasser im Mund zusammen läuft.
  3. Frühstücke morgens ausgewogen und genug, damit nicht schon wenige Stunden später der Hunger auf etwas Süßes aufkommt
  4. Erstelle dir für so viele Situationen wie möglich einen Plan B. Wenn du dazu tendierst, am Nachmittag schwer auf zuckerfreie Lebensmittel zu verzichten, dann stell dir eine Schüssel mit Nüssen oder Obst in greifbare Nähe
  5. Wenn es dir insbesondere abends schwer fällt, auf zuckerfreie Lebensmittel zu verzichten: Putze dir die Zähne. Der Geschmack von Minze zügelt den Heißhunger.
  6. Wenn du tagsüber das Gefühl hast, du brauchst jetzt etwas Süßes: Trinke viel viel Wasser oder ungesüßten Tee
  7. Wenn du mit leerem Magen in den Supermarkt gehst, findest du das gesamte Lebensmittelangebot begehrenswert. Die Folge ist ein viel zu umfangreicher Einkauf. Und dann muss das Zeug ja auch wieder weg…

Zuckerfreie Ernährung – so kann es klappen!

Zucker ist nicht nur (m)ein persönliches Problem, sondern ein gesellschaftliches. Überall auf der Welt, wo der Zuckerkonsum ansteigt, wächst nicht nur die Zahl übergewichtiger Menschen, sondern auch Folgeerkrankungen wie Diabetes. Wusstest du eigentlich, dass der durchschnittliche Deutsche pro Jahr 36 Kilogramm Zucker pro Jahr verzehrt? Das sind etwa 100 Gramm am Tag, 400 Kalorien. Doch warum legen wir besonders zu Jahresbeginn oder maximal noch zur Fastenzeit den Fokus auf uns, unsere Gesundheit und unsere Vorhaben? Sollten wir uns nicht immer Selbstliebe, Achtsamkeit und Dankbarkeit entgegenbringen – jeder so gut, wie er es kann! Setze dir Ziele, die du realistisch erreichen kannst. Und wenn es ist, dass du nicht von heute auf morgen auf zuckerfreie Ernährung umstellen möchtest oder kannst. Dann nehme dir aber jetzt die Zeit für dich, deine Gesundheit, und frage dich ganz ehrlich:

  1. In welchen Situationen greifst du zu Süßigkeiten?
  2. Was kompensierst du damit?
  3. Welche Alternativen gibt es für dich, statt dich mit Süßigkeiten abzulenken oder gar zu belohnen?
  4. Wäre es nicht schon ein Anfang, den Konsum anfangs lediglich auf den Nachmittag zu reduzieren? Und dann nur noch aufs Wochenende? 

„Zucker steht für die Sehnsucht, in dir selbst aufzugehen”

Eventuell fühlt sich jetzt die eine oder andere Naschkatze von euch angesprochen. In dem Buch „Das Füllhorn“ über die psychologische Symbolsprache der Nahrungsmittel schreibt Christiane Beerlandt zum Thema Süßigkeiten: „Zucker steht für die Sehnsucht nach dem intensiv nahen, glückseligen, süßen Aufgehen in dir selbst (…) Die Traumsphäre, die Zucker aufruft, liegt weit weg von der Wirklichkeit, aber sie tröstet und lindert die im Herzen Harten, Verfrorenen und Kalten. Sie bietet jenen eine Sättigung, die es nicht verstehen, sich selbst an der Quelle des Lebens zu sättigen.” Die Autorin schreibt auch, dass Zucker symbolisch für den Glauben an etwas steht, das viel schöner ist als das, was man bisher erlebt hat. Er steht für das himmlische Glück, sich selbst in der warmen Glut des Lebens zu fühlen; man hat Sehnsüchte, Träume und Hoffnungen … und man will diesen Rausch nicht mehr verlassen.

Zuckerfreie Ernährung: Der erste Schritt dorthin passiert im Kopf

Gib dir mindestens zwei Wochen Zeit, in der du dich zuckerfrei ernährst. Die braucht der Körper, um sich umzustellen und darauf reagieren zu können. Aber der erste Schritt fängt in deinem Kopf an. Auf etwas zu verzichten, muss nicht gleich Druck in dir erzeugen. Öffne dich für die Entscheidung, es auszuprobieren. Für einen neuen, gesünderen Weg. Dafür, etwas für dich, für deine Gesundheit, zu tun. Es darf auch leicht sein! Freu dich auf das Gefühl, dich viel besser zu fühlen. Du wirst in dir eine ganz andere Energie feststellen. Eine andere Ausstrahlung haben. Dich wacher fühlen, dich viel mehr lieben. Du wirst dich neu entdecken. Und du wirst stolz auf dich sein!

Durchbreche deine alten Muster

Jetzt darfst du zeigen, dass du stärker bist, als der innere Schweinehund in dir. Werde zum Löwen und stelle dich vor deine eigenen Interessen. Für dich. Lass all deine Zweifel los. Lass deine Ängste los. Es ist völlig normal, wenn sie sich gerade zeigen. Aber lass sie ziehen und öffne dich für alles, was jetzt kommt. Durchbreche das alte Muster. Komm raus aus deiner Komfortzone. Verlass das Sofa und stell dich auf deinen imaginären Stepper, um Schritt für Schritt die beste Version von dir selbst zu werden.

Scroll to Top