
Ob im Beruf oder privat – hast du ein Vorhaben, so hast du in der Regel auch ein Ziel. Dabei wird die Formulierung des Ziels jedoch oftmals unterschätzt. Ist das Ziel nämlich zu ungenau, kann der ganze Prozess schnell nach hinten losgehen. In jedem Fall ist es wichtig, dass du genau weißt, wo du am Ende landen möchtest. Je klarer das Ziel, desto einfacher wird der Weg dorthin. Hier schafft die SMART-Methode Abhilfe. Im Projektmanagement sowie im Selbstmanagement ist sie ein gerne genutztes Instrument, um die Planung eines Vorhabens zu erleichtern und zu dessen Gelingen beizutragen. Wir erklären dir, was es mit der SMART-Methode auf sich hat, wie du deine Ziele SMART definierst und diese dann auch erreichst!
Die SMART-Methode ist ein strategisches Tool, um deine Ziele richtig zu setzen und diese auch zu erreichen. Denn damit dir ein Vorhaben gelingt, ist eine klare Zielsetzung das A und O – doch genau das wird von vielen Menschen unterschätzt. Sowohl private als auch berufliche Projekte scheitern oftmals bereits aus dem Grund, dass die Ziele nicht eindeutig definiert sind. Und wenn du nicht weißt, wo du am Ende landen möchtest, ist der Weg dorthin umso holpriger.
Hier kommt die SMART-Methode ins Spiel und hilft dir dabei, deine gewünschten Ziele klar vor Augen zu haben und den Weg genauer zu beleuchten. Zum ersten Mal wurde das Vorgehen von George T. Doran im Jahr 1981 in einem Management-Kontext präsentiert. Später haben Edwin Locke und Gary Latham diese Formel zum Erfolg weiterentwickelt.
„SMART“ – das ist eine Abkürzung für insgesamt fünf Kriterien, die du bei der Zielformulierung berücksichtigen solltest. Je genauer du deine Ziele definierst, desto einfacher ist in der Regel die Umsetzung.
Jeder der Buchstaben steht für ein Kriterium, das für eine erfolgreiche Umsetzung deines Vorhabens von Bedeutung ist. Formulierst du deine Ziele anhand dieser Kriterien – also SMART – ist es gleich viel wahrscheinlicher, dass am Ende die gewünschten Ergebnisse dabei herauskommen. Wir erklären dir, wofür SMART eigentlich steht.
Bevor du mit der SMART-Methode loslegst, solltest du sicherstellen, dass dein Ziel überhaupt klar definiert ist. Lies dazu gern unseren Artikel „Ziele richtig formulieren: In 5 Schritten zum Erfolg“ aus dem Greator Magazin.
Formuliere Ziele so spezifisch und konkret, dass du genau weißt, was gemeint ist und Unklarheiten ausgeschlossen sind – und zwar am besten in einem prägnanten Satz. Verallgemeinerungen und vage Formulierungen bringen dich bei der Zielsetzungen nicht weiter. Denn so verlierst du schnell aus dem Blick, worauf es eigentlich ankommt bzw. worauf du hinarbeitest. Dieses erste Kriterium ist zugleich das wichtigste der insgesamt fünf. Ist das übergeordnete Ziel bereits eindeutig formuliert, wird es dir leichter fallen, die weiteren Rahmenbedingungen zu bestimmen.
Formuliere deine Ziele messbar, damit du den Erfolg deines Vorhabens im Nachhinein überprüfen kannst. Je nach Ziel lassen sich hier qualitative oder quantitative Kriterien formulieren, mit denen sich die Ergebnisse objektiv kontrollieren lassen. Oft wird in diesem Zusammenhang mit konkreten Zahlen und Werten gearbeitet.
Formuliere deine Ziele attraktiv, sodass du sie tatsächlich auch erreichen möchtest und die nötige Motivation dafür aufbringst. Nicht jedes Vorhaben ist einfach und – wie heißt es so schön – von nichts kommt nichts. Umso wichtiger ist in dem Zusammenhang ein möglichst positiv formuliertes Ziel, das deinen Ehrgeiz weckt.
Formuliere deine Ziele realistisch, damit du sie überhaupt umsetzen kannst. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, nach etwas Größerem zu streben und sich nicht gleich mit dem kleinsten Erfolg zufriedenzustellen. Doch wenn Ziele gänzlich unrealistisch sind, ist das Projekt oftmals von vorneherein zum Scheitern verurteilt – und das kann schnell für Frustration sorgen. Hier gilt es, einen guten Kompromiss zu finden. Das Ziel sollte eine Herausforderung darstellen und dabei weder zu greifbar noch zu weit entfernt sein.
Formuliere deine Ziele terminiert, denn jedes Vorhaben braucht einen zeitlichen Rahmen oder eine Deadline. Gibt es keine klare Deadline, ist die Motivation, etwas zu tun, gleich viel kleiner und im schlimmsten Fall schiebst du das Ganze auf, bis wirklich keine Zeit mehr ist. Der terminierte Zeitpunkt stellt zugleich den Punkt dar, an dem kontrolliert wird, ob alles umgesetzt wurde, was du dir vorgenommen hast.

Nachdem du die einzelnen Faktoren der SMART-Methode kennengelernt hast, zeigen wir dir nun ein paar konkrete Beispiele für SMART-Ziele.
Beispiel 1: „Ich möchte einen neuen Job finden.“ Diese Zielformulierung für deine Karriere ist wenig hilfreich und es gilt, den Rahmen genauer festzustecken.
Also: Innerhalb der nächsten sechs Monate werde ich jede Woche eine Bewerbung schreiben, um bis zum 31. Juli eine Stelle als Business-Coach zu finden, die mir Spaß macht.
Beispiel 2: „Ich möchte gesünder leben.“ Das kann vieles heißen und ist noch nicht sehr konkret. So ist kaum zu bestimmen, wo du loslegst und was du eigentlich erreichen möchtest. Wenn es dir darum geht, abzunehmen und fitter zu werden, könnte die Zielsetzung wie folgt aussehen.
Also: Ich gehe innerhalb der nächsten drei Monate zweimal pro Woche ins Fitnessstudio, um bis zum 1. August drei Kilo abzunehmen und mich im Urlaub in meinen Badeklamotten absolut wohlzufühlen.
Wenn deine Ziele SMART formuliert sind, ist der erste Schritt zur Umsetzung deines Vorhabens schon getan. Es gibt aber noch ein paar weitere Tipps, die dir helfen, deine Ziele zu erreichen.

Grundsätzlich ist die SMART-Methode ein tolles Instrument, um die Zielsetzung und -umsetzung deutlich zu erleichtern. Das gilt sowohl für private Vorhaben als auch für das Projektmanagement in einem Unternehmen. Durch die konkrete Formulierung der gewünschten Ergebnisse wird der Weg dorthin erleichtert und du erhältst die perfekte Ausgangsbasis für die Planung deines Vorhabens.
Arbeiten mehrere Personen an der Erreichung des Ziels, etwa in einem Unternehmen, sind SMART formulierte Meilensteine eine große Hilfe für Mitarbeiter, die sich ohne Prioritäten und einzelne Meilensteine schnell in ihren Aufgaben verlieren.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Messbarkeit der Ziele. Durch die klaren Kriterien erhöht sich nicht nur die Erfolgswahrscheinlichkeit, du kannst am Ende auch ganz genau überprüfen, ob und inwiefern du deine gesetzten Ziele erreicht hast. Dieses Wissen hilft dir bei künftigen Projekten weiter, die Ergebnisse noch klarer zu definieren und effizienter darauf hinzuarbeiten.
Die Vorteile auf einen Blick:
Damit du die Methode direkt anwenden kannst, zeigen wir dir drei konkrete Beispiele aus dem Alltag – inklusive messbarer Erfolgsfaktoren (KPIs):
Ziel: Ich gehe dreimal pro Woche für mindestens 30 Minuten joggen, um meine Ausdauer zu steigern und mich fitter zu fühlen.
KPI: 24 Jogging-Einheiten in 8 Wochen
Ziel: Ich bewerbe mich innerhalb der nächsten 6 Wochen auf mindestens 5 neue Stellen in meinem Fachbereich, um beruflich den nächsten Schritt zu machen.
KPI: Anzahl versendeter Bewerbungen + Anzahl Rückmeldungen
Ziel: Ich nehme mir jeden Sonntag 2 Stunden bewusst Zeit für Quality Time mit meinem Partner – ohne Handy oder Ablenkung – für mehr Nähe und Verbindung.
KPI: 12 Quality-Time-Einheiten in 3 Monaten
Wie bei vielen Management-Methoden, darfst du nicht vergessen, dass es sich bei der SMART-Methode in erster Linie um ein theoretisches Modell handelt. Denkst du zu starr und zwanghaft in den einzelnen Kategorien, erhöht das den Leistungsdruck und erschwert letztendlich die Zielerreichung. Es besteht die Gefahr, dass du zu sehr auf die Kriterien und das Erreichen des Ziels fokussiert bist und dadurch das eigentliche Handeln und den Weg zum Ziel aus dem Blick verlierst. Außerdem gibt es neben den fünf Faktoren der SMART-Methode in der Realität noch viele weitere Aspekte, die bei der Umsetzung von Projekten von Bedeutung sind. Diese können von einem solchen Modell nicht abgedeckt werden.
Kritiker sprechen davon, dass die SMART-Methode Mittelmäßigkeit fördert, da die Ziele stets realistisch gesetzt werden sollen. Für größere, visionäre Ideen lässt das Modell in vielen Kontexten keinen Raum. Sind die gewünschten Ergebnisse zu wenig herausfordernd oder ambitioniert gesetzt, kann außerdem die Motivation geringer ausfallen, darauf hinzuarbeiten. Der Grat ist hier relativ schmal – deswegen sollte hierauf bei der Zielformulierung ein starkes Augenmerk liegen.
Es ist grundsätzlich nicht ganz einfach, die fünf Kriterien aufeinander abzustimmen und gleichermaßen zu berücksichtigen. Schnell kann es passieren, dass du mehr Wert auf einen Aspekt legst, dadurch aber ein anderer zu kurz kommt. Hier kommen sich häufig die Aspekte „attraktiv“ und „realistisch“ in die Quere. Ziele werden in der Regel attraktiver, wenn du die Anforderungen nach oben schraubst und Großes erreichen möchtest. Dadurch sinkt oft aber die Realisierbarkeit des Vorhabens, was wiederum für Frustration sorgen kann und den Prozess gefährdet.
Die Nachteile auf einen Blick:
Im Coaching geht es darum, Klienten zur Selbsthilfe zu befähigen, ihre Ressourcen nutzbar zu machen und sie richtungsweisend zu unterstützen. Auch hier spielen Ziele eine wesentliche Rolle. Mit welchem Anliegen kommt der Klient zum Coach? Möchte er sich persönlich weiterentwickeln, seine Gewohnheiten ändern, ein gesünderes Leben führen? Möchte er beruflich erfolgreicher sein und seine Karriere fördern? Möchte er als Führungskraft sein Unternehmen und seine Mitarbeiter nach vorne bringen? Es gibt zahllose Möglichkeiten, doch überall ist eine klare Zielsetzung unerlässlich.

