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Selbstfindung: Auf dem Weg zu einem zufriedenen Leben

Selbstfindung: Auf dem Weg zu einem zufriedenen Leben

Wer bin ich? Was will ich von meinem Leben, was sind meine Ziele? Welche Stärken und Schwächen zeichnen mich aus? Nur wer sich selbst wirklich kennt, kann für sich den richtigen Weg einschlagen. Denn statt uns nach äußeren Erwartungen zu richten, sollten wir viel mehr auf unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse hören. Getreu dem Spruch: „Höre auf, dich zu vergleichen. Denn dann vergisst du das Original, das du bist.” – Doch wie kann ich mich selbst eigentlich besser kennenlernen? Das und was Selbstfindung eigentlich bedeutet, möchten wir dir in diesem Artikel näherbringen. 

Was bedeutet Selbstfindung?

Selbstfindung ist kein neues Phänomen aus der Arbeitswelt, das im Zuge der immer wichtiger erscheinenden Selbstoptimierung eine zunehmend große Rolle spielt. Ursprünglich stammt der Begriff aus der Entwicklungspsychologie. Hier beginnt die Selbstfindung mit der Pubertät, in der Jugendliche sich nach und nach von ihren Eltern emanzipieren und ablösen. Unter anderem ist die Pubertät deshalb eine so herausfordernde Zeit, weil wir Menschen versuchen, zu definieren, wer wir wirklich sind.

Allerdings ist unsere Selbstfindung nach der Pubertät nicht abgeschlossen. Viel mehr handelt es sich um einen lebenslangen Prozess, den wir immer wieder neu durchlaufen. Denn was uns mit 30 ausmacht, kann etwas ganz anderes sein, als uns mit 50 definiert.

Gerade in der heutigen Zeit stellt uns unsere Selbstfindung vor eine große Herausforderung. Aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten kann es ganz einfach eine Überforderung sein, sich für den richtigen Weg zu entscheiden. Natürlich bieten uns die vielen Optionen, die uns zur Verfügung stehen, auch eine große Freiheit und sind prinzipiell begrüßenswert – sich zu entscheiden wird durch diese Vielfalt aber ungleich schwieriger. So besagen Schätzungen beispielsweise, dass etwa 80 % der Abiturienten in der heutigen Zeit nicht genau wissen, was sie nach ihrem Schulabschluss machen werden. Sie möchten aus ihren Begabungen und ihrem Leben unbedingt etwas machen, sind aber aufgrund der vielen möglichen Wege überfordert, was davon wirklich zu ihnen passt.

Warum ist Selbstfindung wichtig?

Wir alle sind soziale Wesen und möchten in einer Gruppe integriert sein. Dies hatte schon in der frühen Menschheitsgeschichte große Vorteile für das Überleben: Wer in einer sozialen Gruppe lebt, kann sich besser vor äußeren Feinden schützen, sich Aufgaben teilen und sich besser fortpflanzen.

Auch in unserer eigenen Entwicklungsgeschichte spielt die Gesellschaft eine zentrale Rolle. Als Kinder möchten wir den Vorstellungen unserer Eltern entsprechen, als Jugendliche denen der Gleichaltrigen. Es steckt evolutionsbiologisch in uns, dass wir ständig soziale Vergleiche vornehmen. Wir versuchen so herauszufinden, wie man sich richtig verhält, um in einer Gesellschaft anerkannt zu werden.

Bis zu einem gewissen Punkt ist dies auch kein Problem, schließlich können wir auch eine Menge lernen, indem wir uns mit anderen vergleichen. Schwierig wird es allerdings, wenn jemand das Gefühl hat, die meisten Dinge nur noch für die Erwartungen anderer und nicht aus eigenem Antrieb zu tun. Dann kann es passieren, dass man irgendwann feststellt, dass das eigene Leben gar nicht den eigenen Vorstellungen entspricht. Und das macht dich auf Dauer unglücklich und unzufrieden.

Hier kommt nun die Selbstfindung ins Spiel. Um herauszufinden, ob dein Leben oder einzelne Aspekte daraus zu dir passen, musst du zunächst einmal wissen, was du eigentlich möchtest und was dir guttut. Das ist manchmal vielleicht gar nicht so einfach, weil es auch heißen kann, gewissen gesellschaftlichen Erwartungen zu widersprechen. Doch wenn wir erst einmal eine Idee davon haben, was uns wirklich wichtig ist, können wir unser Leben langfristig so gestalten, dass wir zufriedener und glücklicher damit sind.

Welche konkreten Effekte hat Selbstfindung?

Auch wenn Selbstfindung wie bereits beschrieben nicht immer ein einfacher Prozess ist, bringt es viele positive Effekte mit sich, sich selbst besser zu kennen. Neben einer besseren Orientierung auf dem individuellen Lebensweg, profitierst du auch auf anderen Ebenen von Selbstfindungsprozessen:

Persönlichkeitsentwicklung

Sich von gesellschaftlichen Konventionen und Erwartungen zu lösen bedeutet auch, den eigenen Charakter und die eigenen Werte zu definieren. So können wir mit der Zeit zu einer individuellen Persönlichkeit werden, die sich von der Menge abhebt. Und aus einer Masse herauszustechen kann auch Vorteile haben – sowohl im beruflichen als auch im Privatleben.

Größeres Selbstbewusstsein

Wenn wir uns selbst besser kennenlernen, erfahren wir auch etwas über unsere Stärken und Schwächen. Und das steigert das Selbstbewusstsein: Wenn du weißt, was du gut kannst, fühlst du dich in diesen Bereichen sicher. Auch das Wissen um unsere Schwächen kann unser Selbstvertrauen steigern: Wenn du weißt, dass du eine bestimmte Sache nicht so gut kannst, kannst du diesen Umstand anerkennen und akzeptieren, statt dir selbst und anderen etwas vormachen zu müssen.

Besserer Umgang mit (negative) Emotionen

Negative Emotionen wie Wut, Neid oder Eifersucht sind oft ein Anzeichen dafür, dass etwas Wichtiges für uns auf dem Spiel steht oder bedroht wird. Wenn du verstehst, warum du etwa in einer bestimmten Situation wütend wirst, kann dir das dabei helfen, besser mit dieser Emotion umzugehen. Statt aggressiv zu reagieren, kannst du deinem Gegenüber dann beispielsweise erklären, warum dich ein bestimmtes Verhalten gerade wütend macht und was du dir stattdessen wünschen würdest.

Aktives Streben nach Glück

Glücklichsein ist eines der Ziele, das die meisten Menschen für ihr Leben definieren würden. Doch um dein Leben danach auszurichten, dass es dich möglichst glücklich macht, musst du zunächst einmal wissen, was Glück für dich überhaupt bedeutet. Auch dabei hilft dir Selbstfindung: Wenn du deine Bedürfnisse kennst, kannst du deine Lebensumstände so arrangieren, dass sie dich glücklich machen.

10 Tipps zur Selbstfindung

Selbstfindung lohnt sich also – auch wenn sie vielleicht manchmal etwas Mut und das Verlassen der gewohnten Denkmuster erfordert. Nun hast du vielleicht bereits entschieden, dass du deinen Wünschen und Bedürfnissen mehr Raum in deinem Leben geben und dich besser kennenlernen möchtest – doch wie macht man das ganz konkret? Wir geben dir ein paar praktische Tipps, die den Weg zu dir selbst vereinfachen können.

1. Verbringe Zeit mit dir selbst

Wenn du ständig von anderen Menschen umgeben bist, ist es deutlich schwieriger, auf deine innere Stimme zu hören. Dafür brauchst du Ruhe und Ungestörtheit. Gerade in der heutigen Zeit der ständigen Erreichbarkeit sind wir aber sehr selten mit unseren Gedanken alleine. Plane dir deshalb bewusst Zeitintervalle ein, die du alleine verbringst, nach Möglichkeit auch ohne technische Geräte, die dich anderweitig beschäftigen. Wenn du sonst die meiste Zeit mit anderen zusammen bist oder dich ablenkst, kann dies zunächst schwerfallen. Mit der Zeit gewöhnst du dich aber an diese ruhigen Momente und lernst sie vielleicht sogar besonders schätzen.

2. Verlasse deine Komfortzone

Unsere gewohnten Bahnen vermitteln uns Sicherheit. Das ist auch gut so, allerdings können wir innerhalb unserer Grenzen manchmal nicht viel Neues über uns erfahren oder neue Stärken an uns entdecken. Vielleicht steckt in dir viel mehr, als du denkst. Um einen Zugang zu deinen verborgenen Fähigkeiten zu bekommen, kannst du deine bisherigen Grenzen von Zeit zu Zeit überschreiten. Sei offen für neue Erfahrungen und probiere andere Wege aus, wenn du die Gelegenheit dazu hast. Dein Körper wird diese positiven Erfahrungen speichern!

3. Schenke deinen Emotionen Aufmerksamkeit

Sei aufmerksam für deine eigenen Gefühle und versuche zu verstehen, warum diese Emotionen entstehen. Sie sind ein wichtiger Indikator dafür, was uns wirklich wichtig ist. So kannst du über einen besseren Zugang zu deinen Gefühlen einiges über dich herausfinden.

4. Schenke dir Wohlwollen

Wenn du auf dich selbst schaust, dann tu dies mit einer wohlwollenden Grundhaltung. Du bist okay so, wie du bist und brauchst dir selbst nichts vorzumachen. Jeder Mensch ist individuell und hat seine persönlichen Stärken und eben auch Schwächen, die ihn zu einer besonderen Persönlichkeit machen. Akzeptiere dich genau so, wie du bist – dann fällt es dir viel leichter, ehrlich zu dir selbst zu sein.

5. Setze den Fokus auf DICH

Wenn du dich selbst finden möchtest, solltest du Erwartungen von außen so weit wie möglich ausblenden. Manchmal ist es gar nicht so einfach, zu differenzieren, ob bestimmte Zukunftsvorstellungen nun zu uns gehören oder gesellschaftlich bedingt sind. Willst du ein bestimmtes Ziel wirklich selbst erreichen, weil es DIR wichtig ist, oder geht es doch eher darum, dein Umfeld zufriedenzustellen?

6. Sei aufmerksam für Vergleichsprozesse

Wie bereits festgestellt, liegt es in unserer Natur, uns ständig mit anderen Menschen zu vergleichen. Diese sozialen Vergleiche sind oft so automatisiert, dass sie uns gar nicht richtig bewusst sind. Bei Selbstfindungsprozessen ist dieses Verhalten allerdings wenig hilfreich. Es lenkt uns von unseren eigentlichen Bedürfnissen ab und sorgt oft nur dafür, dass wir mit unserer eigenen Situation unzufrieden sind. Versuche deshalb, darauf zu achten, wann du dich an anderen Menschen misst. Wenn dir selbst öfter auffällt, dass bei dir Vergleichsprozesse aktiviert werden, ist das schon einmal ein erster Schritt, um aus diesem Automatismus auszusteigen. Bleib bei dir, deiner Wahrheit, deinen Werten, deiner Vision!

7. Erforsche deine Ängste

Angst ist eine unserer stärksten Emotionen. Sie ist wichtig für unser Überleben, doch sie kann uns auch extrem einschränken. Vielleicht fällt es dir schwer, dich selbst richtig kennenzulernen, weil du Angst vor den Konsequenzen hast. Im Rahmen der Selbstfindung ist es deshalb sinnvoll, sich mit seinen Ängsten auseinander zu setzen. Befürchtest du irgendetwas, das dich daran hindert, dein Leben an deinen Bedürfnissen zu orientieren? Halten deine Ängste dich vielleicht davon ab, etwas zu erreichen, das dir eigentlich sehr wichtig ist?

8. Übe dich in Gelassenheit

Immer, wenn unsere Emotionen überkochen und die Kontrolle übernehmen, fällt es uns schwer, gut überlegte Entscheidungen zu treffen. Wenn du öfter gelassen bleibst, statt dich aufzuregen, kannst du die Kontrolle behalten und dich besser für den richtigen Weg entscheiden. Leichter gesagt als getan – aber es gibt zahlreiche Techniken, die dir dabei helfen können, denn Gelassenheit ist erlernbar. Vielleicht probierst du es mal mit Meditation, autogenem Training oder progressiver Muskelentspannung?

9. Habe das richtige Ziel im Kopf

Wichtig ist, dass du dir keine falsche Zielvorstellung machst. Der Begriff „Selbstfindung" suggeriert vielleicht, dass es irgendwann einen Endpunkt gibt, an dem du dich endgültig gefunden hast und völlig mit dir im Reinen bist. Doch diesen „Zielpunkt" gibt es so eher nicht. 

Du veränderst dich ständig. Selbstfindung ist ein lebenslanger Prozess. Dir werden im Alltag immer mal wieder herausfordernde Situationen vor die Füße geworfen. Aber je klarer du in dir bist, umso weniger werden sie dich triggern und aus der Ruhe bringen. Stattdessen darfst du stolz feststellen, wie du jedes Mal daran noch mehr wächst und in deinem neuen Ich reagierst. 

Bei der Selbstfindung geht es nicht darum, dich zu optimieren und dass du zu einem besseren Menschen zu wirst. Vielleicht war das immer die Erwartung im Umfeld. Selbstfindung bedeutet, klar und liebevoll deinen Weg zu gehen. 

10. Beziehe andere Sichtweisen mit ein

Zwar ist Selbstfindung zunächst eher etwas, das du mit dir selbst vollziehst und wofür du Ruhe und Zeit brauchst. Aber manchmal sind andere Menschen mit einer Außenperspektive eine große Hilfe. Vielleicht kennt jemand anderes dich sehr genau und sieht Stärken, die dir selbst noch gar nicht aufgefallen sind. Frag ihn doch gern mal nach einer ehrlichen Einschätzung. 

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5 praktische Übungen, um dich zu finden

Neben diesen allgemeinen Tipps können konkrete Gedankenspiele und Übungen wichtige Erkenntnisse liefern. Sie können uns dazu bringen, über unseren Tellerrand hinauszublicken und auch mal in ungewohnten Bahnen zu denken. Manchmal kommen dabei interessante Aspekte ans Licht, die uns in unserem normalen Alltag gar nicht zugänglich sind.

1. Negativ-Liste schreiben

Wenn du dir nicht sicher bist, was du für dich und dein Leben möchtest, überlege dir zuerst, was du auf gar keinen Fall willst. Nimm dir Zeit und Ruhe und schreibe eine lange Liste mit all den Dingen, die für dich auf keinen Fall infrage kommen. Die Punkte auf deiner Liste können sehr kreativ oder eher alltagsnah sein. Indem du vieles für dich ausschließt, kommst du deinen eigenen Vorstellungen und Zielen ein Stückchen näher.

2. Mache einen Persönlichkeitstest

Ein Persönlichkeitstest kann helfen, ganz neue Seiten an dir zu erkennen und Neues über dich zu erfahren. Vielleicht stellt der Test dir einige Fragen, auf die du selbst gar nicht gekommen wärst, die dir aber wichtige Erkenntnisse liefern. Bei Greator findest du einen wissenschaftlich fundierten und kostenlosen Persönlichkeitstest.

3. Schreibe Morgenseiten

Legen neben deinem Bett einige Seiten leeres Papier und einen Stift bereit. Gleich nach dem Aufwachen nimmst du die Utensilien zur Hand und schreibst alles auf, was dir durch den Kopf geht. Versuche dabei, möglichst frei und ungefiltert die Gedanken zu notieren. Nimm die Morgenseite am Abend nochmal zur Hand und versuche, deine Notizen zu analysieren. So lernst du mit der Zeit, was dich beschäftigt.

4. Mache eine Solo-Reise

Falls du die Möglichkeit dazu hast, verreise einmal ganz alleine. Wenn du in einer fremden Umgebung nur auf dich gestellt bist, kannst du dich nochmal ganz neu kennenlernen. Am besten funktioniert so ein „Selbstfindungstrip", wenn du keinen genauen Plan hast und dich einfach treiben lässt. Wenn du gerade nicht verreisen kannst, versuche es mit einer verkleinerten Version, vielleicht einer Tageswanderung von Ort zu Ort.

5. Was erwarten die anderen von mir?

Nimm dir etwas Zeit, einen Zettel und einen Stift. Beginne bei deinen Eltern und schreibe auf, was sie früher als Kind von dir erwartet haben. Solltest du vielleicht gute Noten schreiben oder ein braves, angepasstes Kind sein? Was erwarten deine Eltern heute von dir? Nimm dir anschließend andere Personen in deinem Leben vor und frage dich, was deren Erwartungen an dich sind. Vielleicht stellst du dabei fest, dass einige deiner Ziele eigentlich gar nicht deine eigenen sind.

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Geprüft von Dr. med. Stefan Frädrich

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