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Deine Angst loslassen – so freundest du dich mit ihr an

Lesezeit von 6 Minuten
Deine Angst loslassen – so freundest du dich mit ihr an

Welche ist deine Angst, die dich schon länger begleitet? Wie begegnest du ihr? Wie begegnet sie dir? Macht sie dich klein und schränkt dich ein? Nur wenn du dir erlaubst, dich mit deiner Angst anzufreunden, kannst du sie wirklich loslassen und transformieren. Wir möchten dir wertvolle Tipps mit auf den Weg geben, wie du lernst, keine Angst mehr vor der Angst zu haben. Ja – und wie du sie sogar umarmst!

Was verursacht Angst?

Was verursacht Angst – dazu passt das Sprichwort „Aus einer Mücke einen Elefanten machen": Beim Steckenbleiben im Aufzug wird die eine Person minimal nervös und sucht schon nach Lösungsstrategien. Die andere Person gerät total in Panik und kann nicht mehr klar denken. Warum? Weil jeder von uns unterschiedliche Verknüpfungen mit Angst in seinem Leben gesammelt hat.

Es kann in der frühen Kindheit eine einzige Situation gegeben haben, in der du zum ersten Mal das Gefühl gefühlt hast, was dich jetzt im steckengebliebenen Aufzug wieder einholt: Ohnmacht, Kontrollverlust, Alleinsein... Und dieses Gefühl „überkommt" dich in speziellen, herausfordernden Situationen in deinem Leben immer wieder. Sprich: Die Situation von damals sitzt dir im wahrsten Sinne des Wortes noch in den Knochen. Darum hat die Angst auch so eine Wirkung auf uns. Denn dein System hat das damalige Erlebnis und das damit verbundene Gefühl tief in dir abgespeichert. Daher – freu dich umso mehr auf Lösungsvorschläge, wie du deine Ängste immer mehr loszulassen kannst.

Reflektiere dich gern einmal selbst: Wenn du Angst vor etwas hast, wie verhältst du dich dann? Verkriechst du dich, ergreifst du die Flucht oder gehst du in den Kampf?

Ängste loslassen

Loslassen: Lerne deine Ängste kennen

Wenn du beispielsweise Angst hast, dich zu zeigen und dein Ding durchzuziehen, weil du schon mal gescheitert bist oder andere dich auslachen könnten, dann gibt es zwei Optionen: Die Angst zu vermeiden, indem du alle möglichen Gründe und Schuldige erfindest, die dich hindern, dein Ding zu machen. Oder du kannst deine Angst loslassen, sogar kennenlernen. Und dann deinen Weg gehen.

Welche Situationen versetzen dich in Angst? Ist es schon rein die Vorstellung, dass etwas passieren könnte? Beispielsweise an Corona zu erkranken. Oder deinen Job oder Partner zu verlieren? Was für ein Gefühl kannst du jetzt in deinem Körper wahrnehmen?

Wie lerne ich meine Ängste kennen?

In dem Moment, indem du deine Angst wahrnimmst, verliert sie schon einen Teil ihrer Macht. Wenn du deine Angst ohne Widerstände immer intensiver fühlst, kann sich die blockierte Angst lösen und du musst ihr in diesem Leben nicht mehr ausweichen. Trau dich doch mal, mehr in den Schmerz dahinter hineinzufühlen.

Stell dir an dieser Stelle gern die Frage: Woher kenne ich den Schmerz bereits? Wann habe ich ihn zum ersten Mal erlebt? Vielleicht kommt direkt eine Situation oder ein Bild aus der Kindheit in den Sinn. Vielleicht findet du sogar Glaubenssätze, die du in dieser -Situation für dich manifestiert hast. Meditationen helfen im Übrigen dabei, solche inneren Bilder entstehen zu lassen. Freu dich auf folgendes Phänomen: In dem Moment, in dem du den Widerstand aufgibst und loslässt, wird alles in dir weich!

Ängste loslassen? Nehme sie an die Hand

„In dem Moment, in dem du deine Angst fühlst, sie da sein lässt und ihr einen Raum gibst, kennenlernst und umarmst, schrumpft die Angst zusammen”, weiß Coach Christina Grahn-Hommelsheim aus Erfahrung. Zusammen mit ihrem Mann veröffentlichte sie das Buch „Herz über Kopf – Die einfach Formel für ein glückliches Leben”, indem das Paar sich ebenfalls dem Thema „Ängste” widmet. „Sie ist zwar nicht gleich ganz weg. Aber wird immer kleiner. Und jetzt kannst DU sie an die Hand nehmen, um mit ihr zusammen kleine, mutige Schritte zu gehen”, ermutigt Christina!

So schließt du Freundschaft mit deinen Ängsten

Wie schließt du jetzt also Freundschaft mit deiner Angst? Du lernst sie am besten kennen, indem du hinschaust. Meistens will die Angst – als Überlebensinstinkt betrachtet – nur dein Bestes: Sie will, dass dir nichts passiert. Oder dass dir eine alte, negative Erfahrung nicht noch mal widerfährt. Also: Nimm deine Angst an die Hand. Zeig ihr, wie schön und bunt das Leben sein kann. Denn sie darf da sein. Aber sie soll dich nicht weiter hemmen. 

Tipps um deine Ängste loszulassen

5 Tipps, um deine Ängste loszulassen

Vielleicht helfen dir an dieser Stelle schon folgende fünf Tipps, um dich mit deiner Angst immer mehr anzufreunden und sie loszulassen.

  1. Spüre deine Wunden

Erlaube dir, deine Wut und auch all deine anderen Gefühle. Sie sind Ausdruck deines Lebenstriebs, sie suchen das Gute und Gerechte. Deine Wut reißt dich aus der Starre. Wenn du magst, schrei sie heraus und hau auf ein Kissen. Gib dich auch deiner Trauer einmal bewusst hin, damit sie endlich gehen kann.

  1. Sei dein(e) beste(r) Freund(in)

Wer auch immer dir damals wehgetan hat, kann es jetzt nicht mehr. Du bist nun ein starker, reifer Mensch. Nimm dein jüngeres Ich in den Arm. Baue dich auf, wie es eine liebevolle Mama oder gute Freunde tun würden. Gib dir selbst einen guten Rat. Wie würdest du leben, wenn das alles gar nicht passiert wäre?

  1. Nutze deine Kraft für dich selbst

Wenn du im Widerstand bist, befindest du dich immer im Kampf mit dir selbst und verlierst deine Energie. Nutze deine Kraft lieber für dich selbst. Gehe raus und lebe dein Leben! Andere Personen haben keine Macht mehr über dich! Du bist frei!

  1. Gewinne wieder Klarheit

Solange wir uns auf unsere Wunden fokussieren, kreisen wir um das, was schiefgelaufen ist. Wenn du den Blick wieder nach vorn richtest, schau genau hin: Welche Möglichkeiten bieten sich dir jetzt? Was möchtest du noch erleben? Neue Ergebnisse gibt es nur, wenn du weitergehst, statt im Schmerz stecken zu bleiben.

  1. Finde neues Vertrauen

Alle unsere Gefühle und Stärken entspringen unserer Verletzlichkeit. Auch unsere Kreativität und der Wille, sich auf Neues einzulassen. Habe Mut zur Verletzlichkeit! Glaube an deine Selbstheilungskräfte. Egal, was kommt: Du vertraust deiner Kraft!

Vergebung verbindet dich wieder mit der Liebe

Vergebung ist der Schlüssel, um dich wieder mit deinem inneren Kind zu verbinden, alte Wunden zu heilen und Liebe zu leben. „Vergebung war und ist auch ein großes Thema in meinem eigenen Leben und hat mir so viel Freude und Schöpferkraft zurückgegeben”, erzählt Laura Malina Seiler ganz offen. Die Autorin von „Mögest du glücklich sein” sagt sogar: „Meine wertvollste Erkenntnis dabei ist: Vergebung ist der einzige Weg, der dich wieder mit der Liebe verbindet.”

In Bezug auf unser Thema „Ängste loslassen" bedeutet das: Vielleicht gab es in der damaligen Situation Schlüsselpersonen, die dir Angst bereitet oder bei dir ausgelöst haben. Dazu gibt es eine schöne Übung, die wir mit dir teilen möchten:

Übung

Schließe deine Augen.

Mach es dir gemütlich auf einem Stuhl. Spüre die Füße unter dem Boden. Denke an die Person, die in der Situation mit involviert war. Kannst du sie vor deinem inneren Auge sehen? Dann verbinde dich mit ihr: Lass all dein Mitgefühl zu ihr fließen und sage dem Menschen: „Ich vergebe dir. Ich vergebe dir und ich bitte dich, dass du mir auch vergibst. Denn ich bin ein Teil von dir und du bist ein Teil von mir."

Jetzt stell dir vor, wie die andere Person diese beiden Sätze auch zu dir sagen wird.

Bedanke dich bei dem Menschen, der gerade vor dir steht. Vielleicht kannst du die Person jetzt auch umarmen.

In dem Moment, in dem du vergibst, bist du frei und gibst dir Selbst deine Kraft zurück. Und deine Angst wird immer kleiner und kleiner und kleiner...

Ängste loslassen: Was passiert, wenn dir das gelingt?

Ängste loslassen: Was passiert, wenn dir das gelingt?

Deine Ängste loszulassen, ist nicht der Garant dafür, dass du dann keine Angst mehr verspürst. Aber du wirst zunehmend mit der Zeit merken, dass sie nicht mehr die Kontrolle über dich hat. Du wirst ihr anders begegnen. Vielleicht sogar schon frühzeitig bemerken – wenn sich wieder eine spezielle Situation ergibt – dass es deine Angst ist, die du schon lange kennst. In diesem Moment darfst du dich fragen, ob du ihr wieder die Kontrolle überlassen möchtest. Oder ob du sie annimmst, sie dasein lässt. Dadurch, dass du zumindest für einen Moment deiner Angst einen Raum gibst, sich zeigen zu dürfen, wird sie von Mal zu Mal kleiner. Allein diese Erkenntnis wird dir so viel Heilung bringen. Vor allem immer mehr innere Ruhe, wenn wieder eine angsteinflößende Situation bevorsteht.

Ängste loslassen mit Hilfe der Greator Coach Ausbildung

Ängste loslassen – das ist während der Ausbildung zum Greator Coach ein ganz wichtiges Thema. Du möchtest dich endlich frei machen von deinen inneren Begrenzungen? In unserer Ausbildung zum Greator Coach lernst du genau das! Freu dich auf eine neunmonatige Reise zu dir selbst. Zu mehr Klarheit. Zu mehr innerer Ruhe. Freu dich auf viele Erkenntnisse, die dich nicht nur weiterbringen. Sie helfen dir vor allem endlich zu verstehen, wie du tickst, wie andere ticken und warum du bei manchen Menschen oder in bestimmten Situationen so schnell auf die Palme gehst. Warum du in gewissen Situationen Angst verspürst... Du wirst sehen, wie schnell sich Dinge in deinem Leben fügen, die bisher vielleicht noch im Unklaren sind. Begegne deinen Ängsten. Begegne deinen Glaubenssätzen. Und öffne dich für neue Gedanken. Bringe (wieder) das Strahlen in dein Leben! 

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