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Selbstheilungskräfte: Ein gesunder Körper aus eigenem Antrieb

Lesezeit von 8 Minuten
Selbstheilungskräfte: Ein gesunder Körper aus eigenem Antrieb

Der menschliche Körper ist ein unglaubliches Konstrukt. Er hält Tag für Tag unzähligen negativen Einflüssen stand. Sei es erhöhte UV-Strahlung, Unmengen an Abgasen, Viren und Bakterien oder gar Giftstoffe: Er hält tapfer durch, zumindest bis zu einem gewissen Punkt. Warum das klappt? Weil er über Selbstheilungskräfte verfügt. „Moment mal, mein Körper kann sich selbst heilen?“, fragst du dich jetzt? Ja, das kann er tatsächlich – solange du ihn tatkräftig dabei unterstützt und ihm viel Achtsamkeit schenkst. Wir zeigen dir, wie du das am besten anstellst!

Was sind Selbstheilungskräfte?

Jeder Mensch verfügt über Selbstheilungskräfte, auch du. Du kannst deinem Körper sogar nahezu täglich dabei zusehen, wie er sie einsetzt.

Du hast dir beim Öffnen einer Verpackung in den Finger geschnitten? Binnen weniger Tage hat dein Körper den Schnitt selbst geheilt. Du hast dich beim Kochen leicht verbrannt? Auch das regelt dein Organismus ganz allein. Du hast das Gefühl, eine Erkältung bahnt sich an? Selbst ihr macht dein Körper binnen weniger Tage den Garaus.

Heilung aus eigenem Antrieb

Selbstheilungskräfte beschreiben also die Fähigkeit deines Körpers, Krankheitszustände oder Verletzungen ganz allein zu überwinden und aus eigenem Antrieb eine Genesung einzuleiten. Nein, dahinter steckt kein Hexenwerk, sondern schlichtweg die Natur. Denken wir nur ein paar Jahrhunderte zurück, in denen das Gesundheitssystem bei weitem noch nicht so weit war wie heute, bzw. noch nicht einmal existiert hat. Hätte der Mensch keine Selbstheilungskräfte entwickelt, wären wir schon längst ausgestorben.

Aber leider kommen sie nicht gegen alles an – das wäre ja auch zu schön. Es gibt Krankheiten und Verletzungen, die die Selbstheilungskräfte überfordern und dein Körper schafft es nicht mehr allein, gesund zu werden. Einen Arzt ersetzen sie also bedauerlicherweise nicht. Dennoch können die Mediziner deine Selbstheilungskräfte aktiv in die Behandlung miteinbeziehen und sie fördern.

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Selbstheilungskräfte: Körper und Geist im komplexen Zusammenspiel

Dass Körper und Geist eng miteinander verflochten sind, ist kein Geheimnis. Deine Mentalität nimmt erheblichen Einfluss auf deine körperliche Gesundheit. Auch wenn es abgedroschen klingen mag: Selbstheilungskräfte sind in gewisser Weise auch Glaubenssache. Wenn du kein Vertrauen in deinen eigenen Körper setzt und dir immer wieder einredest, er wäre zu schwach, um sich selbst zu helfen, wird das irgendwann auch zur Realität. Du kannst unglaublich viel zu deinem eigenen Wohlergehen beitragen, solange du auch selbst davon überzeugt bist.

Dass das funktioniert, beweist der allseits bekannte Placebo-Effekt. Dabei bekommen Patientinnen und Patienten Medikamente verabreicht, die eigentlich gar keine Wirkstoffe enthalten. Davon wissen sie aber nichts. Und dennoch verspüren viele von ihnen eine Besserung und das nur, weil sie glauben, sie hätten wirksame Medikamente bekommen. Demzufolge müsse es ihnen ja besser gehen.

Dabei waren es allein die Kraft ihrer Gedanken und der Glaube daran, dass es ihnen bald besser gehen würde, die die Genesung vorangetrieben haben. Laut dem englischen Arzt Coleman ist der Körper sogar in der Lage, 90 % aller Erkrankungen selbst zu heilen. Eine unglaubliche Zahl, oder?

Was beeinflusst die Selbstheilungskräfte negativ?

Es gibt Umstände, die die Selbstheilungskräfte ausbremsen. Ganz oben auf der Liste steht ein geschwächter Organismus, beispielsweise weil du dir zu wenig Ruhe gönnst oder ihn nicht mit all den wichtigen Nährstoffen versorgst, die er braucht. Ein weiterer wichtiger Faktor ist psychischer Stress. Wie du bereits weißt, können negative Gedanken die Selbstheilungskräfte hemmen, weshalb sie auch schneller überfordert sind. Demzufolge kann sich dein Körper plötzlich nicht mehr gegen Einflüsse, die ihm früher rein gar nichts ausgemacht haben, wehren und du wirst krank.

Das bedeutet aber auch, dass du den Heilungsprozess mit einem positiven Mindset unterstützen kannst. In der Wissenschaft gibt es hierzu sogar ein eigenes Fachgebiet, namens Psychoneuro-Immunologie.

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Wie du deine Selbstheilungskräfte aktivierst

Wir haben ihn schon so oft erwähnt, den wohl größten Faktor für beeinträchtigte Selbstheilungskräfte: Stress. Aber warum ist das eigentlich so? Hier ist schlichtweg die Evolution schuld. Stress ist eine ganz natürliche Reaktion auf eine lebensbedrohliche Situation, die unsere Vorfahren dazu gebracht hat, zu flüchten oder sich auf einen Kampf einzustellen. Diese Reaktion schützt also evolutionär betrachtet dein Leben.

Das spiegelt sich sogar in deiner Körpersprache wider. Du ziehst deine Schultern unbewusst nach oben, weil dein Körper so dein empfindliches Genick schützen möchte. Und genau deshalb sind deine Schultern und dein Nacken ständig verspannt, wenn du lange unter Stress stehst. Dein Körper spannt außerdem seine Rumpfmuskulatur an, um deine Organe zu schützen. Das hat zur Folge, dass du nur noch recht flach atmen kannst.

Vielleicht knirschst du sogar mit den Zähnen, ohne es zu merken, denn damit schützt du automatisch dein Gebiss. Dein Blut verdickt sich, damit du bei einer Verletzung nicht sofort verblutest und deine Verdauung kommt zum Erliegen, weil dein Körper die Energie jetzt für den Kampf braucht – glaubt er zumindest. Hinzu kommt die Freisetzung von Stresshormonen, die dich beim Kampf oder der Flucht unterstützen, dabei aber die Arbeit des Immunsystems hemmen.

Die Gefahr des Dauerstresses

Du siehst, wenn du unter Stress stehst, passiert in deinem Körper so einiges. Früher ebbte dieser Stresszustand ab, wenn die Gefahr vorbei war. Heutzutage haben wir es aber eher mit psychosozialem Stress zu tun, der uns dauerhaft belastet. Der Körper befindet sich also langfristig im Ausnahmezustand und dass das nicht gesund ist, versteht sich von selbst.

Er kann sich nicht mehr vollständig regenerieren und die Selbstheilungskräfte haben ab einem gewissen Punkt einfach keine Chance mehr. Damit steht fest: Regelmäßige Entspannungsphasen sind ein Muss, damit sich dein Körper selbst heilen kann.

Denke positiv

Eine Studie der Techniker Krankenkasse konnte bestätigen, dass Personen, die trotz Stress optimistisch bleiben, Infektionen deutlich besser wegstecken. Damit ist eine Sache klar: Positives Denken unterstützt die Abwehrkräfte.

Klar, es ist nicht leicht, einer Situation, in der es dir schlecht geht, etwas Positives abzugewinnen. Schnell findest du dich in einer Negativspirale wieder. Dir geht es nicht gut, also bist du schlecht gelaunt. Demzufolge geht es dir einfach nicht besser und deine Laune wandert immer weiter in den Keller. Irgendwann verlierst du vielleicht sogar das Vertrauen in deinen Körper und der Genesungsprozess dauert ewig. Eine Sache ist also klar: Du musst raus aus dieser Spirale!

Verlege deinen Fokus

Je stärker du dich auf dein Unwohlsein konzentrierst, desto schlechter geht es dir auch. Das bedeutet nicht, dass du eine Erkrankung oder Verletzung völlig ignorieren sollst. Natürlich solltest du auf die Signale deines Körpers hören und ihm eine Pause gönnen, wenn er sie braucht. Sich völlig darauf zu versteifen und jeden Tag darauf zu warten, dass sich die Symptome zeigen, ist aber auch der falsche Weg.

Setze deinen Fokus lieber auf die schönen Dinge, die das Leben trotzdem noch bereithält. Oder besinne dich darauf, dass es dir doch den Umständen entsprechend gut geht und du sogar noch Glück hattest, denn anderen geht es in dieser Situation viel schlechter.

Lachen macht gesund

Mit einer ordentlichen Portion Humor lebt es sich doch gleich viel leichter, oder? Klar, das Leben steckt nicht nur voller Glücksmomente, aber wenn du dich in einem solchen wiederfindest, dann koste ihn voll und ganz aus. Wenn du lachst, schüttet dein Körper Glückshormone aus. Sie verdrängen die Stresshormone, die deine Selbstheilungskräfte beeinträchtigen und dein Körper kann sich wieder besser gegen Krankheitserreger wehren.

Professor William Frey fand sogar heraus, dass sich 20 Sekunden lachen genauso positiv auf die eigene Gesundheit auswirken, wie 3 Minuten joggen. Wer sich da nicht für das Lachen entscheidet, ist selbst schuld. Grund dafür ist schlichtweg, dass der ganze Körper aktiv wird, wenn du lachst – genauso wie beim Joggen. Du spannst deine Muskeln an, entspannst sie wieder und nimmst gleichzeitig viel Sauerstoff in deinen Körper auf. Auf diese Weise kannst du tatsächlich dein Herz-Kreislaufsystem stärken.

Sammle Glücksmomente mit Freunden und der Familie

Bei niemandem fühlst du dich so wohl wie bei deiner Familie und deinen engsten Freunden. Auch das wirkt sich auf deinen Körper aus. Wissenschaftler der Brigham Young University in Utah fanden im Rahmen mehrere Studien mit Daten von über 300.000 Probandinnen und Probanden heraus, dass Einsamkeit einen ähnlich schädlichen Effekt auf den Körper hat wie das Rauchen von 15 Zigaretten täglich.

Soziale Kontakte schützen dich von psychischen Krankheiten und den körperlichen Folgen, die sie nach sich ziehen können. Umgibst du dich mit Menschen, die dir guttun, profitieren Körper und Geist also gleichermaßen davon.

Selbstheilungskräfte: Gönne dir Ruhe

Ja, der Alltag kann manchmal ganz schön stressig sein. Am Abend möchtest du einfach nur noch ins Bett fallen, weil du so kaputt bist. Am nächsten Morgen fragst du dich, ob du überhaupt geschlafen hast, weil du immer noch völlig erschöpft bist. Dieser Zustand ist pures Gift für deinen Körper.

Gönne ihm regelmäßig eine Auszeit, in der er sich wieder erholen und Kräfte tanken kann – auch Selbstheilungskräfte. Selbst eine kurze Meditation am Tag kann schon einiges verändern. Oder wie wäre es denn mit der einen oder anderen Yoga-Einheit? Natürlich ist auch ausreichend Schlaf wichtig. Mindestens 7 Stunden pro Nacht sollten es im Idealfall sein.

Stelle deine Ernährung um

Deine Ernährung stellt quasi den Treibstoff für deinen Körper dar. Je hochwertiger sie ist, desto besser funktioniert dein Organismus auch. Jeden Tag muss er unzähligen Aufgaben nachgehen, die dich am Leben halten. Dabei benötigt er Unterstützung in Form von Vitaminen und Nährstoffen. Enthältst du sie ihm aber vor, kann er all diesen Aufgaben irgendwann nicht mehr nachgehen. Dein Körper wird schwach und deutlich anfälliger für Krankheiten.

Achte also auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Das bedeutet nicht, dass Pizza und Burger völlig verboten sind. Manchmal braucht es eine kleine kulinarische Sünde für den inneren Seelenfrieden. Aber diese sollte es nicht jeden Tag geben. Achte auf ein gesundes Mittelmaß zwischen vollwertiger Ernährung und kleinen Sünden.

Treibe Sport

Dass Sport den Körper stärkt, ist kein Geheimnis. Das gilt nicht nur für die Muskulatur, sondern auch für das Immunsystem. Aber ist dir schon einmal aufgefallen, dass du dich nach dem Workout irgendwie befreiter und glücklicher fühlst?

Sport aktiviert das Belohnungssystem in deinem Gehirn. Es produziert Botenstoffe, die Stress reduzieren, den Blutdruck senken und sogar Entzündungsprozesse ausbremsen können. Weit verbreitete Leiden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht, Magen-Darm-Probleme oder dauerhafte Schmerzzustände können auf diese Weise effektiv gelindert werden.

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Selbstheilungskräfte: Verweigere nicht den Gang zum Arzt!

Unsere Tipps können dir dabei helfen, deine Selbstheilungskräfte zu unterstützen. Sie sind aber kein Garant dafür, dass dein Körper alles alleine meistern kann. Geht es dir wirklich sehr schlecht und es stellt sich nach ein paar Tagen noch keine Besserung ein, dann gehe zum Arzt.

Starke Selbstheilungskräfte können kleine Erkrankungen wie Erkältungen oder eine Magen-Darm-Grippe gut bekämpfen. Leidest du aber unter einer ernstzunehmenden Krankheit oder hast dir eine schlimme Verletzung zugezogen, dann zögere nicht, dir medizinischen Rat einzuholen und dich umfassend behandeln zu lassen.

Positiver Geist – gesunder Körper

„Es ist alles eine Frage der inneren Einstellung.“ Na, wie oft hast du diesen Satz schon gehört? Vielleicht nimmst du ihn meistens nicht ernst, aber in Sachen Gesundheit ist er sogar wissenschaftlich bewiesen. Dein Mindset nimmt großen Einfluss auf deine Selbstheilungskräfte. Was du brauchst, ist Vertrauen.

Ja, das mit dem Vertrauen ist so eine Sache. Nicht jedem fällt es leicht, Optimismus an den Tag zu legen. Aber keine Sorge! Daran lässt sich arbeiten – und zwar in Form von Persönlichkeitsentwicklung.

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Geprüft von Dr. med. Stefan Frädrich

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