Greator

Loslassen lernen: So gewinnst du Klarheit und fühlst dich wieder frei

Lesezeit von 9 Minuten
Loslassen lernen: So gewinnst du Klarheit und fühlst dich wieder frei

Loslassen lernen – das Thema holt uns in so vielen Situationen im Alltag immer wieder ein. Oft halten wir an Beziehungen, Gewohnheiten oder Abläufen fest, obwohl wir wissen, dass es uns nicht guttut. Warum fällt es uns so schwer, insbesondere nach einer Trennung einen Menschen loszulassen? Vermissen wir wirklich die Person oder vielleicht eher die Gewohnheit, dass jemand, mit dem wir unser Leben geteilt haben, dann nicht mehr da sein wird? Worum geht es beim Thema Loslassen? Mangelndes Selbstvertrauen, Pessimismus oder Zukunftsängste sind die häufigsten Gründe, die uns daran hindern, einfach loszulassen und unser Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Dabei gibt es eine Menge Dinge, die uns belasten und die wir deshalb aus unserem Leben verbannen sollten. Nur wenn wir loslassen lernen, wird es uns gelingen, uns von der Vergangenheit zu lösen und ein glückliches, erfolgreiches und erfülltes Leben nach unseren eigenen Wünschen und Vorstellungen zu führen.

Was bedeutet Loslassen?

Emotionalen Ballast loszulassen wirkt befreiend. Ein berühmtes Sprichwort aus dem Buddhismus besagt: „Lerne loszulassen, das ist der Schlüssel zum Glück.“ (Buddha). Dennoch halten wir oft jahrelang an Enttäuschungen, seelischen Verletzungen oder traumatischen Erfahrungen fest.

Die oftmals seit der Kindheit hinweg angesammelten inneren psychischen Belastungen lösen sich jedoch nicht einfach in Luft auf. Psychische Wunden begleiten uns in der Regel so lange, bis es uns gelingt, zu verzeihen, zu vergessen oder einfach loszulassen.

Loslassen lernen bedeutet, dass wir uns bewusst von negativen Erfahrungen aus der Vergangenheit lösen und damit wieder die Verantwortung für unser Leben übernehmen.

Lass los für deinen Seelenfrieden

Es fällt dir schwer, seelische Verletzungen loszulassen? Du bist misstrauischer oder vorsichtiger geworden, weil dir übel mitgespielt wurde? Klammerst du dich an deine Beziehung, obwohl du weißt, dass die Partnerschaft längst zum Scheitern verurteilt ist? Damit du deinen Seelenfrieden wiederfindest und dich weiterentwickeln kannst, ist es wichtig, loszulassen.

Akzeptiere, dass dir etwas widerfahren ist, das deiner Lebensplanung widerspricht. Jeder Mensch macht im Leben auch negative Erfahrungen und nicht immer können wir unser Schicksal beeinflussen. Allerdings sind wir in der Lage, schädigende Verhaltensmuster zu identifizieren und unser Verhalten zu ändern.

Du willst loslassen lernen? Dann fange am besten sofort damit an. Verschwende keine Sekunde deines Lebens damit, an Menschen oder Dingen festzuhalten, die dich unglücklich machen. Loslassen bedeutet, Abschied zu nehmen von belastenden Situationen, die einer glücklichen, unbeschwerten Zukunft im Weg stehen. Wenn du lernst, loszulassen, wirst du wirklich frei und zufrieden sein!

Was kann man loslassen?

Meist sind es negative Gefühle oder Gedanken, die uns belasten und uns im täglichen Leben einschränken. Die Erfahrungen, die wir in der Vergangenheit gemacht haben, bestimmen unsere Lebensplanung und damit unsere Zukunft.

Wenn eine Partnerschaft deine Bedürfnisse nicht mehr befriedigt oder dich gar unglücklich macht, kann es notwendig sein, loszulassen. Loslassen lernen, wenn eine Beziehung beendet wurde, bedeutet, ein Stück Freiheit und Unabhängigkeit zurückzugewinnen.

Abhängig von deiner Lebenssituation können es unterschiedliche Dinge sein, die dich belasten und die du loslassen solltest. Kinder loslassen lernen ist für viele Eltern eine große Herausforderung. Oft verbirgt sich dahinter nur die (meistens unberechtigte) Sorge, dass der Nachwuchs das Leben nicht ohne elterliche Unterstützung meistern könnte.

Dabei ist es sehr wichtig, dass Eltern loslassen lernen, damit die Kinder erwachsen werden und ihr eigenes Leben führen können. In Wirklichkeit kannst du Loslassen lernen von Kindern, denn ihnen fällt es wesentlich leichter, Personen oder Dinge loszulassen und sich weiterzuentwickeln, sodass beim Loslassen lernen Kinder viel unbeschwerter sind als die Erwachsenen.

Belastende Dinge, die du loslassen kannst, sind:

  • eine toxische Beziehung
  • der Verlust eines geliebten Menschen
  • Kritik, die dein Selbstbewusstsein mindert
  • Enttäuschungen, die dich immer noch beschäftigen
  • traumatische Erlebnisse
  • Verhaltensmuster, die dir nicht guttun

Darüber hinaus gibt es auch physische Gegenstände, die möglicherweise schon seit Jahren in deinen Schubläden und Schränken schlummern und von denen du dich bislang nicht trennen konntest, obwohl sie nicht mehr zu deinem Leben passen. Deshalb solltest du sie einfach loslassen, indem du sie entsorgst oder verschenkst. Dadurch schaffst du Platz für Neues, für Dinge, die dir Freude machen und dich inspirieren.

YouTube video

Was passiert beim Loslassen?

Loslassen können ist ein wichtiger Vorgang. Die Entscheidung, etwas oder eine Person loszulassen, triffst du ganz allein. Sich aus einer belastenden Situation zu lösen, ist sehr befreiend!

Der Prozess des Loslassens beginnt mit unterschiedlichsten Gefühlen, wie:

  • Wut
  • Eifersucht
  • Angst
  • Kränkung
  • Verzweiflung
  • Trauer

Sobald du losgelassen hast, passiert etwas Wundervolles. Du fühlst dich befreit und erleichtert. Eine Situation oder Person, die dich bislang belastet oder eingeschränkt hat, verliert auf einmal ihre Bedeutung.

Das Loslassen ist zunächst ein anstrengender Prozess, der körperlich und psychisch spürbar ist und verschiedenste Gefühlsregungen auslösen kann. Wenn du loslassen lernen willst, solltest du dir vor Augen führen, welche negativen Auswirkungen das Festhalten an alten und längst überholten Verhaltensmustern auf dein Leben hat.

Achte auf deine Wahrnehmungen und frage dich, wovor du Angst hast? Welche Konsequenzen fürchtest du so sehr, dass du bislang nicht loslassen konntest? Sind deine Ängste tatsächlich begründet?

Halte nicht mehr an der Vergangenheit fest

Mache dir bewusst, dass das Loslassen auch positive Folgen haben könnte. Dein Leben wird leichter und glücklicher, nachdem du alten Ballast losgelassen hast und nicht mehr an längst vergangenen Erlebnissen festhältst. Sag es ruhig laut: „Ich bin jetzt bereit loszulassen!“

Mit dem Loslassen stoppst du gleichzeitig das negative Gedanken-Karussell. Fragen wie: „Warum musste ausgerechnet mir so etwas passieren?“ Oder „Weshalb ist das Schicksal so ungerecht?“, gehören der Vergangenheit an, denn sie bringen dich im Leben nicht weiter.

Loslassen lernen ist der erste Schritt, um alles, was dich in deiner Persönlichkeitsentwicklung hindert, hinter dir zu lassen und dein Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen. Habe Vertrauen zu dir selbst und sei dir bewusst, dass du es schaffst, loszulassen.

Was passiert, wenn wir nicht loslassen?

Loszulassen ist nicht immer einfach. Vielen Menschen fällt es schwer, eine unglückliche Beziehung zu beenden. Oft verharren wir aus Gewohnheit in Situationen, die uns schaden oder uns daran hindern, so zu leben, wie wir es möchten.

Wenn wir nicht loslassen können, leidet unsere Seele und dies kann sich auch körperlich äußern, durch:

  • Schlafstörungen
  • Ständige Gereiztheit
  • Grübeln und Gedankenkreisen
  • Wut- und Hassgefühle
  • Depressionen
  • Selbstablehnung
  • Konzentrationsstörungen
  • Psychosomatische Symptome wie Kopfschmerzen
  • Suchtverhalten

Loslassen lernen ist die einzige Möglichkeit, damit wir uns aus diesem Teufelskreis der negativen Gedanken befreien und unser Leben wieder genießen können.

Für das Nicht-Loslassen-können gibt es oft wichtige Gründe. Dazu zählen beispielsweise:

  • Trauer um einen verstorbenen Menschen, den man nicht vergessen kann
  • Trennungsschmerz, weil der Partner Schluss gemacht hat
  • Krankmachende Verhaltensmuster, die wir nicht überwinden können
  • Die Angst vor negativen Konsequenzen durch das Loslassen
  • Angst vor dem Alleinsein (bei Partnerschaftsproblemen)
  • Angst, es nicht allein zu schaffen (bei Mobbing im Job)

Wenn du nicht loslässt, ändert sich jedoch nichts in deinem Leben. Deine Probleme im Job oder in der Partnerschaft werden dich weiterhin belasten. Ungünstige Gewohnheiten, die du nicht loslassen kannst, können deiner Gesundheit schaden.

Indem du loslassen lernst, entwickelst du dich weiter. Du gestaltest dein Leben aktiv und nimmst Einfluss auf deine Zukunft. Eine wichtige Erfahrung beim Loslassen lernen ist, dir immer mehr Vertrauen zu schenken. Dass du gut bist, wie du bist. Und vor allem, dass du jetzt einen mutigen Schritt gegangen bist. Du hast eine Tür geschlossen und hinter der neuen können nur positive, magische Momente auf dich warten.

10 Tipps, mit denen du das Loslassen lernen kannst

Loslassen lernen hilft dir dabei, Zusammenhänge zu erkennen und dich von Belastendem in deinem Leben zu trennen. Mit diesen Tipps wird es dir das Loslassen leichter fallen.

1. Akzeptiere Veränderungen

Veränderungen gehören zum Leben dazu. Akzeptiere, dass Vergangenes vergangen ist und dass das Leben für dich weitergeht, auch wenn die Beziehung oder das Arbeitsverhältnis enden. Die Vergangenheit loslassen lernen, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg in eine unbeschwerte Zukunft. Sei offen für Neues und du bemerkst bald, dass das Leben viele schöne Dinge bereithält. Außerdem bleiben die schönen Erinnerungen an deine Partnerschaft oder die Erfolge im Job ja bestehen, auch wenn du der Vergangenheit nicht mehr nachtrauerst.

2. Stärke dein Selbstwertgefühl

Liebe loslassen lernen ist eines der schwierigsten Dinge. Eine zerbrochene Beziehung kann dem Selbstwertgefühl sehr schaden. Sei stolz auf dich, wenn du es trotzdem geschafft hast, dich aus einer unglücklichen Partnerschaft zu lösen. Denke daran, dass du etwas Besseres verdient hast! Bleib nicht einsam zu Hause, sondern stärke dein Selbstwertgefühl, in dem du neue Menschen kennenlernst, die dir guttun und dich so akzeptieren, wie du bist.

3. Erlaube dir, zu trauern

Bei jedem Verlust entsteht Trauer. Wir trauern, wenn ein geliebter Mensch stirbt, wenn die Ehe scheitert, unsere Kinder das Elternhaus verlassen oder wenn wir unseren Arbeitsplatz verlieren. Überfordere dich nicht, sondern nimm dir genügend Zeit zum Trauern. Wenn du die Trauer auslebst, wird dir das Loslassen leichter fallen.

4. Lerne von den Erfahrungen anderer

Die meisten Menschen müssen in ihrem Leben ihre Gefühle loslassen lernen. Frage andere, die in einer ähnlichen Situation waren wie du nach ihren Erfahrungen. Neben Gesprächen mit anderen Betroffenen kann auch das Lesen von Erfahrungsberichten, Büchern oder Reportagen, die sich mit deinem Thema beschäftigen, sehr hilfreich sein, um Loslassen zu lernen.

5. Wechsle die Umgebung

Das Ende einer langjährigen Beziehung ist schwer zu verkraften. Loslassen lernen, Trennung und die Veränderung der Lebensumstände können zunächst sehr belastend sein. In einer anderen Umgebung fällt es dir leichter, Entscheidungen über dein zukünftiges Leben zu treffen. Du musst dafür natürlich nicht umziehen. Bei einem Tagesausflug, einer kurzen Auszeit in einer anderen Stadt oder einem erholsamen Urlaub kannst du dich auf dich selbst konzentrieren und dich mit dem Thema Loslassen beschäftigen.

6. Erwarte nicht zu viel auf einmal

Loslassen lernen ist ein längerer Prozess, der einige Zeit in Anspruch nimmt. Erwarte nicht zu viel von dir und habe Geduld. Auch wenn es eine Weile dauert, bis du loslassen kannst, bringt dich jeder kleine Schritt deinem Ziel näher.

7. Gib nicht auf!

Beim Loslassen gibt es auch Rückschläge. Manchmal fällt es schwer, etwas oder eine Person loszulassen, weil man sich das eigene Versagen nicht eingestehen will. Verzichte auf Schuldzuweisungen und schaue nach vorne. Das Leben geht weiter, auch wenn dein Vorhaben gescheitert ist.

8. Entscheide selbst, was du loslassen willst

Über dein Leben entscheidest nur du allein! Wenn dich Eltern, Freunde oder der Ehepartner bedrängen, mache deutlich, dass du deine eigenen Entscheidungen triffst! Entscheide dich bewusst, was du loslassen möchtest und bestimme, wenn der richtige Zeitpunkt zum Loslassen gekommen ist.

9. Hole dir professionelle Unterstützung

Manchmal sind Situationen so schwierig oder so belastend, dass wir sie nicht ohne Hilfe überwinden können. Fühlst du dich überfordert? Dann hole dir professionelle Unterstützung bei einem Psychologen, Psychotherapeuten oder einem Coach. Eine Loslassen-lernen-Therapie hilft, Klarheit zu gewinnen, Prioritäten zu setzen und dein Leben nach deinen Wünschen zu gestalten.

10. Denke positiv!

Negative Gedanken loswerden klappt am besten, wenn du positiv denkst. Freue dich auf deine Zukunft und denke daran, was du bisher schon erreicht hast. Mit einer positiven Denkweise fällt das Loslassen viel leichter.

loslassen lernen trennung

5 Übungen, mit denen du das Loslassen lernen kannst

Mit diesen fünf Übungen kannst du das Loslassen lernen.

1. Schreibe deine Gedanken auf

Erwartungen loslassen lernen ist anfangs ungewohnt. Schreibe deine Gedanken, die dir beim Thema Loslassen in den Sinn kommen, einfach auf. Wenn dich eine Trennung belastet und es dir schwerfällt, die Person emotional loszulassen, schreib ihr einfach einen Brief, in dem du deine Gefühle und Gedanken in Worte fasst. Schreibe alles nieder, was ungesagt geblieben ist. Danach zerreißt oder verbrennst du den Brief, damit du die Vergangenheit endgültig loslassen und dich deiner Zukunft zuwenden kannst.

2. Wechsle die Perspektive

Ein Perspektivwechsel hilft dir, die Dinge oder Probleme aus der Sichtweise des anderen zu betrachten. Indem du dich in die andere Person hineinversetzt, wirst du deren Gründe besser verstehen und dadurch deinen Partner, eine Freundin oder dein Kind loslassen lernen.

3. Sprich mit Gleichgesinnten

Gespräche mit Gleichgesinnten sind hilfreich, denn du bekommst wertvolle Tipps. Gleichzeitig machst du die Erfahrung, dass du mit deinen Problemen und Sorgen nicht allein bist. Gelegenheiten zum Gespräch gibt es beispielsweise in Selbsthilfegruppen oder in Internetforen.

4: Nutze ein Mantra

Ein Mantra ist ein Wort oder ein Satz, der dich trösten, inspirieren und dir Kraft geben soll. Positive Affirmationen erzeugen positive Gefühle. Nutze ein Mantra, wie etwa „Ich schaffe das“ oder „Ich kann jetzt loslassen“, um negative Gefühle oder Gedanken zu stoppen. Überlege dir einen stärkenden Satz, den du jedes Mal, wenn du dich traurig oder mutlos fühlst, laut sagst. Beim Loslassen lernen haben sich Mantras als sehr hilfreich erwiesen.

5. Ausmisten

Ähnlich wie das Aufräumen überquellender Schubladen oder Kleiderschränke funktioniert auch das emotionale Ausmisten. Wenn du Loslassen und Vertrauen lernen willst, musst du zunächst deine Gedanken und Gefühle ordnen. Erkenne, was dir schadet und was dir deine Kreativität raubt. Die Frage: „Wird das noch gebraucht oder kann das weg?“, lässt sich genauso für materielle Güter wie auch für Probleme, Dinge und Gewohnheiten, die wir loslassen wollen, anwenden.

Loslassen lernen sorgt für mehr Zufriedenheit und hilft dir bei deiner Persönlichkeitsentwicklung.

Geprüft von Dr. med. Stefan Frädrich

Artikel gefallen? Vergiss nicht zu teilen!

Empfohlen von Greator

Greator Slogan
Presse
Impressum
Datenschutz
AGB
Cookie Einstellungen
© copyright by Greator 2021
chevron-down