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Female Empowerment: Mutige und selbstbestimmte Frauen voran

Lesezeit von 6 Minuten
Female Empowerment: Mutige und selbstbestimmte Frauen voran

Female Empowerment: Alle sprechen davon, doch die meisten wissen gar nicht, worum es hierbei wirklich geht. Mit dem Hochjubeln des weiblichen Geschlechts als „Powerfrauen“ ist es noch lange nicht getan. Jede Frau verdient es, die Power nicht nur zugesprochen zu bekommen, sondern auch tatsächlich zu erhalten. Sie verdient es, ihren eigenen Weg ohne Hindernisse gehen zu können und die Welt aktiv mitzugestalten – genau wie ihre männlichen Weggefährten. Und genau darum geht es beim Female Empowerment.

Was ist Female Empowerment?

Schauen wir uns den Begriff „Female Empowerment“ einmal genauer an. Wortwörtlich übersetzt bedeutet er so viel wie „Handlungsfähigkeit/ Ermächtigung der Frau“. Gemeint ist hiermit die Stärkung ihrer Unabhängigkeit und der Möglichkeit, über sich selbst zu bestimmen.

Themen wie Stereotype, Diskriminierung, Chancenungleichheit und die Einkommensschere stehen im Vordergrund. Es geht im Grunde darum, Frauen dabei zu unterstützen, Grenzen zu überwinden, die ihnen gesellschaftliche Normen und teilweise sogar sie selbst auferlegen. Frauen sollen ihren eigenen Weg gehen können – das ist das große Ziel des Female Empowerments. Damit das auch gelingt, sollte das Empowerment auf fünf Arten stattfinden:

  1. mental
  2. sozial
  3. organisatorisch
  4. wirtschaftlich
  5. kulturell

Die sieben Prinzipien des Womens Empowerment

Unternehmer stellen sich zunehmend die Frage, wie genau sie Frauen in ihrer Firma stärken können. Ganz einfach: Mithilfe der sieben „Womens Empowerment Principles"! Hierbei handelt es sich um eine Art Anleitung, die vorgibt, wie die Gleichstellung in Unternehmen gefördert werden kann. Sie ist als gemeinsame Initiative von UN Women und UN Global Compact ins Leben gerufen worden und beinhaltet die folgenden Punkte:

  1. Etablieren eine Unternehmensführung, die sich für Gendergleichheit einsetzt
  2. Gleichbehandlung aller Frauen und Männer und Respektieren derer Rechte
  3. Gewährleistung von Unversehrtheit, Gesundheit und Wohlsein von Frauen und Männern
  4. Bereitstellen von Weiterbildungsmöglichkeiten für Frauen
  5. Unternehmensentwicklung, Versorgungsketten und Marketingstrategien, die Frauen unterstützen
  6. Öffentliches Befürworten von Gleichheit
  7. Messen und Veröffentlichen des Erfolgs in Sachen Gendergleichheit

Warum brauchen wir Female Empowerment überhaupt noch?

„Wir leben im 21. Jahrhundert, da herrscht doch schon längst Gleichheit“, glaubst du? Natürlich ist es um die Rechte und Möglichkeiten der Frau heutzutage schon deutlich besser bestellt, als es das noch vor wenigen Jahrzehnten war. Doch bei einer tatsächlichen Gleichbehandlung von Frauen und Männern sind wir bis heute noch nicht angekommen.

Hier ein paar Zahlen zur Verdeutlichung. Nur 15,5 % der 2020 gegründeten Start-ups werden von Frauen geführt. Frauen verdienten 2020 außerdem 18 % weniger pro Stunde, trotz gleichem Job. Das liegt nicht etwa daran, dass das weibliche Geschlecht weniger ambitioniert ist oder weniger leistet. Grund dafür ist vielmehr, dass bis heute noch keine vollständige Chancengleichheit herrscht.

female empowerment bedeutung

Wie kann Coaching Frauen „empowern“?

Weibliche Stereotype leisten einen erheblichen Beitrag dazu, dass es Frauen bis heute schwer haben, sich in der Welt durchzusetzen. Ihnen wird nachgesagt, sie seien zu sanft und könnten sich nicht durchsetzen. Sie seien das „schwache Geschlecht“ und damit nicht in der Lage, Dinge zu leisten, die Männer mit links erledigen.

Dass daran rein gar nichts dran ist, dürfte jedem bewusst sein. Und dennoch sind derart veraltete Stereotype immer noch fest in den Köpfen verankert, auch in denen der Frauen selbst. Und genau an dieser Stelle setzt das Coaching an.

Frauen schränken sich mit diesem Gedankengut selbst ein. Im Coaching reflektieren sie es und lernen, was für einen destruktiven Umgang sie eigentlich mit sich selbst pflegen. Ziel ist es, diesen in Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein, Motivation und Mut umzuwandeln.

7 Tipps für gegenseitiges Female Empowerment

Keine Frau sollte allein für Female Empowerment kämpfen. Nur gemeinsam ist es möglich, eine Bewegung voranzutreiben, die wirklich etwas verändert. Nein, damit ist nicht gemeint, dass du von nun an täglich auf der Straße demonstrieren gehen sollst. Schon kleine Veränderungen im Alltag stärken das Female Empowerment.

1. Hinterfrage deine eigenen Glaubenssätze

Im Meeting lässt du erst einmal die Herren in der Runde sprechen. Wird eine Frau unterbrochen, lässt du es einfach geschehen. Wird eine sehr gute Idee einer Kollegin einfach abgetan oder sogar ignoriert, hinterfragst du die Sache nicht weiter. Erkennst du dich hier wieder?

Dann solltest du ganz klar an deiner eigenen Grundeinstellung und deinem daraus resultierenden Verhalten arbeiten. Auch wenn du es vielleicht nicht wahrhaben möchtest: Auch viele Frauen sind voreingenommen. Jede fünfte Angestellte sieht Männer als die besseren Führungskräfte an, um nur ein Beispiel zu nennen. Female Empowerment beginnt bei dir selbst!

2. Unterstütze mutige Frauen

Eine Frau in deinem Büro ergreift Partei und setzt sich dafür ein, dass die Mitarbeiterinnen mehr gehört und gesehen werden. Wie verhältst du dich? Bist du eine stille Zuschauerin oder stärkst du deiner Kollegin den Rücken? Im Sinne des Female Empowerments solltest du dich ganz klar für Letzteres entscheiden!

Auch wenn deine Kollegin tough und mutig erscheint, kann sie deine Unterstützung gebrauchen! Gemeinsam könnt ihr so viel mehr erreichen. Gleichzeitig zeigt ihr den Männern in der Runde damit, dass ihr zusammenhaltet und euch nicht so leicht kleinkriegen lasst. Wenn das kein starkes Statement ist, was denn dann?

3. Empfiehl zuerst Frauen

Geht es darum, eine wichtige Aufgabe zu verteilen, eine/n neue/n Kund/in zu betreuen oder eine neue Position zu besetzen, dann überlege, welche Frau du empfehlen kannst. Es ist wissenschaftlich belegt, dass vor allem in großen Gruppen Männer zuerst Partei ergreifen. Also sei schneller, auch wenn du dich nicht selbst für die Aufgabe melden möchtest, und hilf einer Frau, das Zepter in die Hand zu nehmen!

Natürlich sollte sich die Kandidatin, die du vorschlägst, auch wirklich für diese Position eignen. Mit dem bloßen nennen von Kolleginnen, die die nötigen Qualifikationen aber gar nicht aufweisen, tust du weder dir noch den anderen Frauen im Unternehmen einen gefallen. Vielmehr sorgst du dann dafür, dass deine Vorschläge nicht mehr ernst genommen werden, auch wenn sie gut sind.

4. Danke Frauen öffentlich

Und wieder hat sich eine Frau dazu bereiterklärt, organisatorische Aufgaben zu übernehmen – so wie es so oft vom weiblichen Geschlecht erwartet wird. Dabei ist ihre Arbeit alles andere als selbstverständlich! Das kannst du deutlich machen, indem du ihr öffentlich vor allen anderen Beteiligten für ihren Einsatz dankst und ihre tollen Leistungen betonst.

So zeigst du sowohl den männlichen als auch den weiblichen Mitarbeitenden, die immer noch an Stereotypen festhängen, dass ihre hervorragende Arbeit keinesfalls einfach so vorauszusetzen ist.

5. Sisterhood statt Konkurrenzkampf

Immer wieder lässt sich beobachten, dass es in den Reihen der Frauen zu Konkurrenzkämpfen kommt. Sie müssen sich also nicht nur ihren Platz zwischen all den Männern erkämpfen, sondern auf dem Weg dahin auch noch die Mauern, die ihnen andere Frauen bauen, durchbrechen.

Leider werden erfolgreiche Frauen häufig mit Missgunst überschüttet, dabei sind sie so stark und mutig! Genau sie sind es, die ihren Mitstreiterinnen den Weg nach oben bahnen und erste Türen öffnen. Also stärke ihnen doch lieber den Rücken und gehe mit ihnen gemeinsam einen großen Schritt in Richtung Gleichberechtigung!

6. Hilf Mädchen, sich unabhängig von ihrem Geschlecht frei zu entfalten

Tagtäglich lässt sich beobachten, wie Kinder gehänselt werden, weil sie sich nicht so verhalten, wie die Gesellschaft es von ihnen erwartet. Ein Mädchen, das sich keine Zöpfe flechten lassen möchte und gern auf Bäume klettert? Seltsamer Anblick. Aber warum?

Jedes Kind sollte sich frei entfalten können und sich nicht darum scheren müssen, was andere von ihm aufgrund seines Geschlechts erwarten. Also bestärke Mädchen in deinem Umfeld, mutig zu sein und ihren Träumen zu folgen, auch wenn sie nicht als „mädchenhaft“ gelten.

7. Sprich offen über die weibliche Sexualität

Was das Sprechen über Sex mit Female Empowerment zu tun hat, fragst du dich? Sehr viel! Ist dir schon einmal aufgefallen, dass es meist als völlig legitim angesehen wird, wenn Männer über derartige Themen sprechen, Frauen aber gleich seltsame Blicke zugeworfen werden?

Ja, auch hier ist das Thema Gleichberechtigung allgegenwärtig. Natürlich sollten auch Frauen offen über ihre Sexualität und ihren Körper sprechen dürfen. Selbst Michelle Obama sagte: „[…], das Schlimmste, das wir einander als Frauen antun können, ist, nicht die Wahrheit über unsere Körper und wie sie funktionieren zu teilen.“

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Female Empowerment als Freiheitsschlag

Female Empowerment bedeutet so viel mehr als mit Begriffen wie „Powerfrau“ oder „Supermom“ um sich zu werfen. Es ist der Kampf für die Gleichberechtigung beider Geschlechter. Das Aufgeben von Stereotypen, das Akzeptieren von Veränderung und das Herauslösen aus veralteten Geschlechterrollen sind nur ein paar der großen Themen, mit denen sich Female Empowerment auseinandersetzt.

Vor allem eins ist hier gefragt: Mut. Nur, wer mutig genug ist, sich von der Rolle, die die Gesellschaft der Frau auferlegt, loszulösen, wird sich frei entfalten können.

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Geprüft von Dr. med. Stefan Frädrich

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