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Ernährungs-Expertin Ruth Moschner: „Schenke deinem Körper bedingungslose Liebe!”

„Es ist wirklich was völlig anderes für mich, wenn ich hier auf dieser Bühne stehe. Obwohl ich schon so viele große Shows moderiert habe“, outet sich Ruth Moschner (44) gleich zu Beginn ihres Auftritt bei der Rednernacht auf der Volksbühne am Rudolfplatz in Köln. „Genau für diese Momente, wenn ich nervös werde, habe ich einen kleinen Tipp: atmen hilft!” Neben der Berufung als Moderatorin und Autorin hat Ruth Moschner auch noch eine andere: „Ich bin studierte ganzheitliche Ernährungs- und Gesundheitsberaterin sowie Mikronährstoff-Coach!” Und zum Thema Ernährung hat die Speakerin einiges zu erzählen.

Ruth Moschner: „Jeder verkauft sich als Ernährungs-Experte!”

„Es gibt ja nur eine Sache, die unbeliebter ist, als mit einer Ernährungsberaterin Essen zu gehen”, weiß der TV-Star. „Das ist Sex mit einem Schönheitschirurgen. Weißt du, was er und ein Ernährungscoach gemeinsam haben? Bei beiden kriegst du dein Fett weg!”, scherzt Ruth. 

Davon mal ganz abgesehen: Sie findet, dass das Thema Ernährung in unserer Gesellschaft zunehmend kompliziert geworden ist. „Ich weiß nicht, wo ich essen soll, was gut für mich ist  – jeder verkauft sich als Experte auf dem Gebiet. Jede Woche werde ich mit neuen, nett gemeinten Tipps überhäuft. Ich habe das Gefühl, dass jeder nur noch auf den Teller des anderen guckt. Essen ist unsere neue Religion. Unterteilt in die Glaubensrichtungen: 

  • High-Fett
  • Low-Fett
  • Vegan
  • Intervall

Wenn man den Wasseranteil im Gehirn abzieht, dann besteht das aus 60% Fett. Wusstest du das? „Das sind nur 15% mehr, als Bergkäse hat”, ergänzt Ruth Moschner. „Stell dir die Denkleistung von Käse vor – dann weißt du jetzt Bescheid! Das kann ja nicht funktionieren.”

„Das Thema Ernährung ist kompliziert – höre auf dein Bauchgefühl!”

Zeitgleich outet sich die gebürtige Münchnerin auch, dass sie zig Diäten ausprobiert habe. Und alle funktionieren – was das Marketing angeht! „Also, lass die Finger davon!”, lautet Ruth Moschners eindringlicher Rat. „Das ganze Thema Ernährung ist nämlich viel komplizierter und individueller. Du darfst lernen, auf dein Bauchgefühl zu hören. Das ist gar nicht so einfach, wenn die Stimmen der Industrie, Werbung und des Umfeldes viel lauter sind.”

Falsches Ermährungsbild prägte Ruth Moschners Kindheit

Auch das „Futterbild” von Ruth Moschner entstand in ihrer frühen Kindheit. „Bei uns zu Hause wurde das Essen immer mit der exakten Kalorienanzahl serviert, plus der Zeitangabe, wie lange die Kalorien in Form von Fett auf meinen Hüften bleiben würden. Zum Dreisatz-Üben ist das super. Allerdings nicht für die Persönlichkeitsentwicklung”, lautet ihr Resultat.

Ruth beschreibt sich selber als eine der „zu-Frauen“: „Meiner Ballettlehrerin war ich zu dick – also machte ich meine erste Diät. Parallel dazu war ich in der Schule viel zu dünn. Die Erwachsenen meinten damals oft: ,Ruth, du wirst niemals eine weibliche Figur bekommen’. Bis dann mein Dekolleté präsenter war, als der Rest meines Körpers”, nimmt sie heute die Aussagen mit Humor.  

Ruth Moschner über Ernährung und die Filmbranche

Mit einem gebärfreudigen Becken sei es in der Filmbranche so wie mit dem Klimawandel, plaudert Ruth Moschner aus dem Nähkästchen: „Jeder weiß drum, aber es wird alles unternommen, um das Problemchen zu kaschieren. So, dass es bloß keiner mitbekommt. Die einzige Essenz, die viele daraus ziehen, ist: So wie du bist, bist du nicht in Ordnung. Du musst etwas ändern.“ 

Egal, in welcher Phase sich die TV-Moderatorin mit ihrem Körper befand – es hagelte immer Kritik. Ihr größter Kritiker sei sie selber gewesen. „Denn ich wurde für die Anmerkungen immer empfänglicher und fühlte mich mehr und mehr unsicherer. Ich habe mich selber fertig gemacht. Da war kein Bauchgefühl mehr.”

Gerade wir Frauen beten uns – insbesondere, wenn es um die Ernährung geht – immer vor: „Wenn ich drei bis fünf Kilogramm weniger wiege, dann läuft in meinem Leben alles wie geschmiert.” Doch Ruth Moschner weiß es besser: „Dann fängt doch wieder alles von vorne an. Denn der innere Selbstdemontage-Fuzzi ist noch da. Und der flüstert uns unverzüglich eine neue Problemstelle ins Ohr. Wer bestimmt denn überhaupt, wie du zu sein hast? Eine Beurteilung ist doch immer subjektiv.”

Ruth Moschner: „Wachse an den einzelnen Schritten in deinem Leben!”

„Es ist deine Lebensgeschichte, in die du dir von anderen nicht reinquatschen lassen solltest. Geh deinen eigenen Weg. Ich möchte dir gerne zwei Beispiele aus meinem Leben erzählen:

  1. Ich kam krank auf die Welt und wäre bei meiner Geburt fast gestorben. Meine ersten zwei Lebensjahre verbrachte ich im Krankenhaus. Aber ich kämpfte.
  2. Im Alter von acht bis 13 Jahren hatte ich ein Ballet-Stipendium.

Und jetzt stehe ich hier und halte vor euch einen Vortrag! Oft wollen wir, wenn wir in einer Situation stecken, die uns nicht passt, ganz schnell weg. Der Trick an der Sache ist, dass du die neue Herausforderung annehmen darfst. Dann gehst du Schritt für Schritt deinem Ziel entgegen. Oftmals ist diese Bewegung viel wichtiger, als das Ziel selbst. Denn du kannst an deinen Schritten wachsen!”

Lerne, deinen Körper bedingungslos zu lieben

Natürlich habe auch Ruth Moschner heutzutage noch Phasen, in denen sie am liebsten den Mietvertrag mit sich selbst auflösen möchte… „Aber ich weiß, dass ich mich in jeder Situation neu entscheiden kann. Und daran arbeite ich jeden Tag!” Sie habe während ihres Studiums ganz viele wichtige Dinge gelernt. Aber eine Sache half ihr persönlich sehr: „Ich habe erkannt, wie sehr mich mein Körper jeden Tag unterstützt. Dieser kleine Kerl hier unterstützt mich und hält alles am Laufen. Für mich ist das bedingungslose Liebe. Unser Körper setzt alles daran, dass wir uns bewegen können. Deswegen solltest du dich noch weniger verurteilen oder beurteilen.”

Ruths Leitspruch lautet: „Dein Körper ist dein bester Freund!” Ihre Botschaft ist klar: „Kümmere dich um dich!” Und wie das aussehen kann, verrät sie auch direkt.

  1. Nehme dir am Tag 15 Minuten Zeit für dich. Das darf natürlich auch länger sein. Aber stelle dich an erster Stelle. 
  2. Gib dir Zeit, bis sich dieser neue Rhythmus in deinem Alltag gefestigt hat. Mach Yoga, einen Spaziergang, meditiere, trinke eine Tasse Tee… Aber mach etwas nur für dich. 

Höre auf dein Bauchgefühl und finde zu dir selbst!

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