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Ergebnisorientiert arbeiten: Hab deinen Erfolg fest im Blick

Lesezeit von 7 Minuten
Ergebnisorientiert arbeiten: Hab deinen Erfolg fest im Blick

„Ergebnisse, wir brauchen Ergebnisse!“ Na, wie oft hast du das schon von deinen Vorgesetzten gehört? Klar, ohne Ergebnisse kein Erfolg. Sie sprechen nun einmal die deutlichste Sprache. Oder hat schon einmal jemand einen Preis gewonnen, weil er sich zwar die meiste Mühe gegeben hat, aber trotzdem zu keinem Ergebnis gekommen ist? Nein, eben. Aber wie genau arbeitet man eigentlich ergebnisorientiert? Und was ist der Unterschied zu zielorientiertem Handeln? Fragen über Fragen und wir haben die Antworten!

Was heißt ergebnisorientiert?

Sicher ist dir schon einmal aufgefallen, dass in unzähligen Stellenanzeigen von „ergebnisorientiert arbeiten" die Rede ist. Gesucht werden Macher, die fokussiert bleiben und sich gern die Hände schmutzig machen – auch im übertragenen Sinne. Eine „Hands-on-Mentalität“ ist gefragt.

Im Grunde bedeutet all das nichts anderes als das zielgerichtete Verfolgen klar definierter Ergebnisse. Du räumst alle Steine, die dir dabei in den Weg gelegt werden, zur Seite und bedienst dich an allen Ressourcen, die du dafür benötigst.

Welche Fähigkeiten besitzt ein ergebnisorientierter Mensch?

Eine ergebnisorientiert agierende Person legt verschiedene Eigenschaften an den Tag und hat gewisse Fähigkeiten, die ihr dabei helfen, ans Ziel zu gelangen. Welche das sind? Das liest du hier!

Ergebnisse klar formulieren

Wer ergebnisorientiert handeln möchte, muss natürlich erst einmal wissen, wie das Ergebnis überhaupt aussehen soll. Eine ergebnisorientierte Person ist in der Lage, die Erwartungen ganz klar zu definieren, und zwar so, dass sie jeder verstehen kann.

Ergebnisorientiert: realistische Maßstäbe setzen

Ergebnisorientiert zu handeln ist nur möglich, wenn das Ergebnis auch wirklich erreichbar ist. Es muss realistisch sein. Als ergebnisorientiert denkender Mensch kannst du genau bewerten, wer welche Aufgaben in welchem Zeitraum tatsächlich erledigen kann. Werden die Erwartungen nicht erfüllt, greifst du rechtzeitig ein, thematisierst die Probleme und schaffst sie aus der Welt.

Zukünftige Anforderungen vorhersehen

Klar, niemand kann in die Zukunft schauen. Ergebnisorientierte Personen können aber recht gut einschätzen, welche Anforderungen die Zukunft stellen wird. Dementsprechend können sie abschätzen, welche Ressourcen notwendig sein werden und jeden einzelnen Schritt auf dem Weg zum Ergebnis präzise planen.

Durchdachter Umgang mit Ressourcen

Als ergebnisorientiert handelnder Mensch weißt du genau, welche Ressourcen notwendig sind, um ans Ziel zu kommen. Wie du sie beschaffen kannst, findest du auch ganz einfach heraus. Dann geht es daran, zu planen, wie genau du die im besten Fall einsetzt. Und auch das bereitet dir überhaupt keine Probleme.

Bedürfnisse erkennen

Bedürfnisse können erfolgsorientierte Personen auf verschiedenen Ebenen erkennen. Zu Beginn ist natürlich erst einmal entscheidend, welche konkreten Bedürfnisse es sind, die befriedigt werden müssen, damit tatsächlich von Erfolg die Rede sein kann. Anschließend geht es darum, welche Anforderungen alle Involvierten an den Tag legen, damit sie den Weg zum Erfolg bestreiten können. Über all diese bist du als ergebnisorientiert handelnder Mensch im Bilde und berücksichtigst sie.

Ergebnisorientiert: kompaktes Feedback geben

Den Weg zum Erfolg bestreitest du nur, wenn du alle Prozesse aufmerksam beobachtest und schnell kompaktes Feedback geben kannst. Diese Rückmeldungen sind wichtig, um den Weg ans Ziel immer wieder anzupassen und den Blick gen Erfolg nie aus den Augen zu verlieren.

Schutz vor Überlastung

Ergebnisorientiert handelnde Menschen werden häufig als Workaholics betitelt, die nie ein Ende finden und dauerhaft unter Strom stehen. Dabei ist das gar nicht der Fall und auch überhaupt nicht zielführend. Ein gesundes Mittelmaß an Belastung und Entlastung ist gefragt und ergebnisorientiert agierende Personen haben auch hier den Dreh raus. So schützen sie sich vor Überlastung.

ergebnisorientierte fuehrung

Ergebnisorientiert arbeiten: Wie funktioniert das?

Der erste Schritt beim ergebnisorientierten Arbeiten ist die Optimierung der Prozesse. Du gestaltest die Strukturen so, dass das angestrebte Ziel auch effektiv erreicht werden kann. Dabei ist strategisches Denken gefragt.

Wichtig ist, dass du nicht stumpf im allgemeinen Tagesgeschäft versinkst, sondern die Ziele klar definierst und Aufgaben entsprechend delegierst. Dabei hältst du stets die Augen offen, um alle Prozesse im Blick zu behalten und sofort eingreifen zu können, sollte es ein Problem geben. So ist der Weg zum Ziel gesichert und wird möglichst schnell und effektiv bestritten.

Was ist ergebnisorientierte Führung?

Als ergebnisorientiert agierende Führungskraft gibst du deinem Team die Freiheit, die es braucht, um das Ziel zu erreichen. Du schenkst ihm damit viel Vertrauen, denn du gibst ihm die Möglichkeit, das Ergebnis auf seine ganz eigene Art zu erreichen. Deine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen selbst die Verantwortung und teilen sich ihre Zeit und weitere Ressourcen selbstständig ein. Auch die Kommunikation untereinander findet auf eigene Faust statt. Ob du sie nun an feste Kernarbeitszeiten bindest oder ihnen volle zeitliche Flexibilität durch Home-Office und Online-Meetings schenkst, ist dir überlassen.

Eine ergebnisorientierte Arbeitsweise fokussiert sich also voll und ganz auf das Ergebnis selbst. Der Weg dahin ist flexibel und deine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben recht freie Hand. Das wirkt sich übrigens auch positiv auf deren Zufriedenheit aus. Du zeigst ihnen, wie viel Vertrauen du ihnen entgegenbringst und das motiviert.

So funktioniert ergebnisorientierte Führung

Die Konzentration liegt voll und ganz auf dem konkreten Ergebnis. Dein Wille, es zu erreichen und deine Fähigkeit, mit deinem Team den Weg dorthin zu bestreiten, sind die Grundbausteine, die du brauchst, um Ergebnisorientierung in handfeste Erfolge umzuwandeln.

Den Weg dahin gliederst du in verschiedene Abschnitten, indem du Zwischenziele definierst. In regelmäßigen Abständen prüfst du, ob dein Team und du sie erreicht haben und passt sie gegebenenfalls an. Dennoch erhältst du ein hohes Maß an Flexibilität und Eigenverantwortung für deine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufrecht. Der Fokus liegt dabei jederzeit auf den Erfolgsparametern. Sie definieren, woran sich der Erfolg messen lässt und helfen deinem Team so dabei, seine Energie gezielt einzusetzen.

Wichtig ist, dass sich deine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sofort bei dir melden, sobald sie merken, dass sie das Ziel verfehlen werden. So könnt ihr euch rechtzeitig beraten und eine Strategie erarbeiten, die das Ruder herumreißt, bevor es zu spät ist. Transparenz hat bei der ergebnisorientierten Arbeit oberste Priorität. Dein Team muss ganz offen mit dir sprechen können und auch du musst ganz klar kommunizieren, was du von ihm erwartest, damit ihr das gewünschte Ergebnis erreicht.

Warum ist Ergebnisorientierung wichtig?

Meistens wird lediglich berücksichtigt, welche Ressourcen zur Verfügung stehen und was man mit ihnen erreichen kann. Der Fokus liegt also auf dem Prozess. Das Ergebnis an sich steht dabei an zweiter Stelle. Bei einer ergebnisorientierten Arbeitsweise ist das anders. Hier liegt das Hauptaugenmerk auf dem Output, nicht dem Input.

Orientierst du dich an den Resultaten, die du erreichen möchtest, wählst du deine Ressourcen wohlüberlegt aus, damit du es auch wirklich ans Ziel schaffst. Du fokussierst dich nur auf das, was wirklich wichtig ist, und lässt nebensächliche Aufgaben erst einmal links liegen. Ohne diese Ablenkungen kommst du deutlich schneller voran und arbeitest viel zielführender und effektiver.

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Was ist der Unterschied zwischen einem Ziel und einem Ergebnis?

Die Begriffe „Ziel“ und „Ergebnis“ werden häufig als Synonyme verwendet aber streng genommen ist das eigentlich nicht korrekt. Ein Ziel ist etwas, worauf du deine Handlungen ganz bewusst ausrichtest. Es ist etwas, das du erreichen möchtest, aber noch nicht realisiert hast. Ein Ergebnis hingegen ist die Folge deiner Handlungen. Es ist bereits real und messbar. Hast du ein Ziel erreicht, indem du bestimmte Aufgaben erfüllt hast, verwandelt es sich also in ein Ergebnis.

Dieses Erreichen kann aber auch nur in deinem Kopf stattgefunden haben, und das Ziel wird zum Ergebnis, auch wenn es eigentlich noch nicht realisiert wurde. Das klingt verwirrend? Schauen wir uns dazu ein Beispiel an. Stelle dir vor, ein Fußballspiel steht bevor. Dein Trainer sagt: „Wir werden gewinnen!“ Damit definiert er das Ziel. Sagt er aber: „Wir haben gewonnen“, noch bevor das Spiel begonnen hat, definiert er ein Ergebnis. Das macht rein logisch gesehen natürlich überhaupt keinen Sinn, psychologisch betrachtet aber schon.

Gedanklich hast du die Handlung so bereits abgeschlossen und kannst dir so eine zukünftige Realität im Kopf ausmalen. Du fühlst dich wie der Gewinner des Fußballspiels, hörst die Jubelrufe der Zuschauer und siehst die freudestrahlenden Gesichter deines Teams. Du lässt dich gedanklich bereits feiern, genießt die Siegesfeier nach dem Spiel und lässt dich von deinen Freunden und deiner Familie beglückwünschen. Wenn das nicht motivierend ist, was denn dann?

Ergebnisorientierung hat aber keineswegs etwas mit Tagträumerei zu tun. Vielmehr geht es darum, sich auf das Erreichen der gewünschten Resultate zu fokussieren und weniger um all das Drumherum.

Ergebnisorientiert: Wie unterscheiden sich Ziel- und Ergebnisorientierung?

Rein inhaltlich besteht kein großer Unterschied zwischen der Ziel- und der Ergebnisorientierung. Es ist vielmehr die Wirkung, die voneinander abweicht. In deinem Kopf steht dir der Weg bei zielorientiertem Denken noch bevor, denn dein Trainer sagt: „Wir werden gewinnen.“ Sagt er hingegen: „Wir sind die Gewinner“, hast du den Weg gemessen am Wortlaut bereits bestritten und denkst nur an das Ergebnis – den Sieg. Und das ist doch der viel attraktivere Gedanke, oder?

Erfolgsorientiertes Denken und Handeln liegt dem Menschen im Blut. Blicken wir in der Geschichte zurück, war meist zuerst die Idee da. Ein bestimmtes Bedürfnis musste befriedigt werden und dazu musste der Mensch ein gewisses Ergebnis liefern. Nur daran hat er sich orientiert und so entsprechende Lösungen gefunden.

Das Orientieren am Ergebnis kannst du dir wie eine Art Sog vorstellen. Aufgrund der intensiven Visualisierung des Ergebnisses richtest du dich auch immer wieder daran aus, denn du bist gedanklich fest mit ihm verbunden. Auch wenn du auf Hindernisse stößt, können sie dich dank dieser Verbundenheit nicht von deinem Weg abbringen. Die Anpassung des Weges findet fast schon automatisch statt, denn du wirst gedanklich und emotional vom Ergebnis angezogen.

Zusammenfassend liegt der Fokus beim ergebnisorientierten Handeln und Arbeiten also nicht auf dem Weg, sondern auf dessen Ende. Ihm liegt ein starker motivierender Charakter zugrunde, denn mental hast du das Ergebnis schon längst erzielt. Die Gedanken an den Moment, an dem du es endlich geschafft hast, helfen dir dabei, am Ball zu bleiben und stets den effektivsten Weg zu finden.

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