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Lernmethoden – die 10 besten Methoden, die deinem Kind helfen!

Lesezeit von 6 Minuten
Lernmethoden – die 10 besten Methoden, die deinem Kind helfen!

Manche Kinder lernen langsamer als andere und haben deshalb Schwierigkeiten in der Schule. Die Lernfähigkeit ist individuell verschiedenen und von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Nicht immer sind mangelnde Begabung oder fehlende Motivation die Ursache für schlechte Leistungen in der Schule. Oft fehlt die richtige Lernmethode. Neben der persönlichen Veranlagung ist auch die allgemeine Lernbereitschaft ausschlaggebend dafür, ob ein Kind gute Noten nach Hause bringt oder nicht.

Schule und Bildung sind enorm wichtig und können über die berufliche Karriere und den Erfolg im Leben entscheiden. Mit den richtigen Lerntechniken und Lernmethoden lernt dein Kind effizienter und schneller. Eine gute Lernstrategie kann bereits in der Grundschule den wichtigen Unterschied machen. Welche Lernmethoden Schule nutzt, ist vom jeweiligen Bildungsinstitut abhängig.

Lernen ist eine Fähigkeit, die jedes Kind besitzt. Die Motivation, zu lernen und sich weiterzubilden, lässt sich mit bewährten Lernmethoden steigern. Lernmethoden sind jedoch nur hilfreich und effektiv, wenn die Fähigkeit zum Lernen auch außerhalb der Schule gefördert wird.

Lernmethode – Was bedeutet das?

Lernen mit einer Methode? Kann das funktionieren? Welche Lernmethoden gibt es? Der Begriff Lernen wird als Erwerb von Wissen definiert. Um das Lernen zu erleichtern und effizienter zu gestalten, wurden verschiedene Lernmethoden entwickelt. Diese didaktischen Maßnahmen sollen:

Entscheidend für den Erfolg beim Lernen ist auch die Art und Weise, wie der Lehrstoff vermittelt wird. Wird der Unterricht als langweilig oder das Lernthema als uninteressant empfunden, fällt das Lernen schwer.

Gute Lernmethoden berücksichtigen das Alter, die Entwicklung und den Wissensstand des Kindes. Am Anfang jeder Lernmethode steht der Lernplan. Eine gute Lernstrategie besteht aus individuellen Lerneinheiten, die sich am Bedarf des Kindes orientieren. Regelmäßige Pausen sind wichtig, damit Schüler nicht überfordert werden.

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Die 10 verschiedenen Lernmethoden

Welche Lernmethoden gibt es? Die Antwort auf diese Frage lautet: Es gibt eine Vielzahl an Methoden, Maßnahmen und Strategien, die das Lernen erleichtern und die Lernfähigkeit unterstützen sollen.

Als Orientierung und Entscheidungshilfe kann folgende Lernmethoden Übersicht dienen:

  1. Blitzlicht (Brainstorming)
  2. Cornell-Methode
  3. Expertengespräch
  4. Das Schlüsselwort-Prinzip
  5. 5-Schritte-Lesemethode
  6. Die 3-2-1-Methode
  7. Der Leitner-Algorithmus
  8. Mindmap
  9. Die Loci-Methode
  10. Lernroutine festlegen

Lernmethoden basieren auf pädagogischen Erkenntnissen. Jeder Lernstrategie liegt ein bestimmtes Prinzip zugrunde. Welche Methode für dein Kind am besten geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Entscheide gemeinsam mit deinem Nachwuchs, welche Lernmethode genutzt wird oder probiert einfach mehrere aus!

Bei der Blitzlicht-Methode werden Information zu einem bestimmten Thema gesammelt und aufgeschrieben. Dadurch soll die Merkfähigkeit und die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen, gefördert werden.

Übersichtliche Notizen stehen bei der Cornell-Methode im Mittelpunkt. So ist gewährleistet, dass nichts vergessen wird. Beim Expertengespräch sucht das Kind gezielt Kontakt zu Mitschülern oder Erwachsenen, die über Spezialwissen zum jeweiligen Thema verfügen. Auf diese Weise wird der eigene Wissenspool erweitert.

Das Schlüsselwort-Prinzip basiert auf einem Gehirn-gerechten Prinzip. Bei dieser Methode wird unbekanntes oder abstraktes Material in Bilder transformiert. Visuelle Erkenntnisse verarbeitet das Gehirn leichter.

Die 5-Schritte-Lesemethode besteht darin, einen Text gründlich zu lesen, wichtige Informationen zu unterstreichen und einzelne Sinnabschnitte zusammenzufassen.

Die 3-2-1-Methode funktioniert in drei Schritten und soll dabei helfen, sich Fremdwörter leichter zu merken. Beim Leitner-Algorithmus arbeitet man mit Karteikarten. Die Karten kannst du auch außerhalb der Schule nutzen, um leichter zu lernen.

Mindmapping ist eine bewährte kognitive Technik, die beim Erlernen und Begreifen komplexer Themengebiete zum Einsatz kommt. Die Loci-Methode ist eine Merktechnik, die leicht erlernbar ist und auch Gedächtnissportlern verwenden. Eine Lernroutine festzulegen, hilft dem Kind, sich besser auf das Lernen zu konzentrieren.

Warum fällt Kindern das Lernen oft schwer?

Es gibt viele Gründe, die Freude am Lernen mindern oder die Lernfähigkeit verringern. Meist freuen sich Kinder darauf, endlich schreiben, lesen und rechnen zu lernen. Nur wenige Erstklässler haben Lernschwierigkeiten.

Ein Grund für mangelnde Lernmotivation ist oft der Lehrstil. Konservative oder veraltete, pädagogisch ungünstige oder autoritäre Methoden mindern das Interesse und den Spaß, etwas Neues zu lernen.

Geht dein Kind ungern zur Schule? Fällt es ihm schwer, Hausaufgaben zu machen oder bringt es öfter schlechte Noten nach Hause? Ein Gespräch mit den Lehrern hilft, die Gründe für den Lernfrust zu erkennen. Sprich unbedingt mit deinem Kind, wenn du den Eindruck hast, dass es ungern lernt.

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Damit dein Nachwuchs gern zur Schule gehen und Spaß am Lernen empfinden kann, solltest du zuerst die Ursachen für die Lernprobleme finden.

Die häufigsten Gründe für Lernfrust sind:

  • Hoher Leistungsdruck
  • Schulangst
  • Mobbing in der Schule
  • Schwieriges soziales Umfeld
  • Familiäre Probleme (Trennung, Scheidung oder Geburt eines Geschwisterkindes)
  • Gesundheitliche Störungen wie ADHS oder Autismus

Außerdem können sich Teilleistungsschwächen, die sich auf Fähigkeiten wie Rechnen, Schreiben oder Lesen beziehen, zu Lernschwierigkeiten entwickeln.

Die bekanntesten Lernschwächearten bei Kindern sind:

  • Konzentrationsschwäche
  • Lese-Rechtschreibschwäche (Legasthenie)
  • Rechenschwäche (Dyskalkulie)

Wie Lernen funktioniert

Unser Gehirn ist mit einem leistungsfähigen Computer vergleichbar. Innerhalb weniger Sekunden speichert und verarbeitet es riesige Datenmengen. Während wir die meisten Informationen schnell wieder löschen, bleiben Daten, die wir mit bereits gespeichertem Vorwissen verknüpfen, im Kurzzeitgedächtnis erhalten.

Diese Informationen werden im Gehirn von Nervenzelle zu Nervenzelle weitergeleitet. Über die Merkfähigkeit und den Lernerfolg entscheidet unter anderem die Anzahl aktiver Synapsen und Nervenzellen. Vom Gehirn können Informationen, die zugleich visuell, akustisch und haptisch dargeboten werden, leichter aufgenommen werden.

Im Laufe des Lebens bilden sich immer neue Synapsen, jedoch besteht ebenfalls die Möglichkeit, dass diese Kontaktstellen im Gehirn schwächer werden. Damit das Gelernte ins Langzeitgedächtnis gelangt, muss es regelmäßig wiederholt werden. Die Übertragung von Daten und Wissen findet vorwiegend im Schlaf statt.

Der Körper nutzt die nächtliche Ruhephase, um sich zu generieren. Achte darauf, dass deine Kinder ausreichend Schlaf bekommen. Das stärkt die Übertragung vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis und sie können sich Lerninhalte leichter merken.

Was Kinder brauchen

Kinder, die ungern lernen, benötigen nicht nur die richtigen Lernmethoden, sondern auch eine positive Lernumgebung. Sorge dafür, dass dein Kind ungestört ist, wenn es lernen will. Lobe es für gute Leistungen. Verzichte auf ungerechtfertigte Kritik oder Strafe. Ein Kind sollte niemals für schlechte Noten bestraft werden.

Verliere nicht die Geduld, wenn die Kleinen nicht alles sofort richtig machen. Lernen ist anstrengend. Kinder brauchen deshalb regelmäßig eine Pause. Plane Spielpausen ein und sorge dafür, dass genügend Zeit für Sport und andere Hobbys bleibt. Eine angenehme Lernatmosphäre fördert die Motivation.

Jedes Kind sollte einen festen Platz zum Lernen haben. Damit ist ein Zimmer oder ein Bereich gemeint, der mit einem Schreibtisch, einem rückenfreundlichen Stuhl und Computer ausgestattet ist. Wichtig ist, dass Kinder das Lernen als interessant und sinnvoll wahrnehmen und nicht als Strafe empfinden. Mit deinen Lernmethoden hilfst du deinem Kind, Spaß am Lernen zu haben.

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5 Tipps zum Erkennen individueller Lernmethoden für deine Kinder

Es gibt so viele Lernmethoden, dass jede Aufzählung unvollständig wäre. Als beste Lernmethoden gelten Techniken, die das individuelle Lernverhalten und die Motivation des Kindes stärken.

Diese Lernmethoden-Beispiele und unsere fünf Tipps sollen verdeutlichen, woran du die besten Lernstrategien für deine Kinder erkennst.

  1. Berücksichtige die Stärken und Schwächen deines Kindes.
  2. Unterscheide zwischen den vier Haupttypen von Lernstilen.
  3. Nutze digitale Lernmethoden.
  4. Überprüfe regelmäßig Lernfortschritte.
  5. Sprich mit Lehrern deines Kindes.

Um die richtige Lernmethode zu finden, solltest du die Stärken und Schwächen deines Kindes berücksichtigen. Jedes Kind lernt anders. Während manche das Auswendiglernen bevorzugen, betrachten andere gern Bilder oder machen sich Notizen.

Jüngere Kinder lernen vor allem durch Anfassen, Bewegen und Tun. Es gibt vier Haupttypen von Lernstilen und zwar:

  • Auditiv (Lernen durch Hören)
  • Kinästhetisch (Lernen durch Bewegung und Tun)
  • Taktil (Lernen durch Berührung)
  • Visuell (Lernen durch Sehen)

Digitale Lernmethoden

Die modernste Form des Lernens sind die digitalen Lernmethoden. Mithilfe digitaler Hilfsmittel wie Tablets, Computer und Smartphones kann Wissen besser zugänglich gemacht werden. Kommt das E-Learning für dein Kind infrage? Zwei mögliche Alternativen zum computergestützten Unterricht sind Blended Learning und Mixed Learning.

Die Mischung aus Präsenz- und Online-Unterricht hat sich als effiziente Lernmethode bewährt. Kooperative Lernmethoden fördern die Zusammenarbeit in der Gruppe. Sie sind daher als Lernmethoden für Schüler besonders geeignet.

Nimm dir Zeit für deine Kinder und überprüfe die Lernfortschritte regelmäßig. Dadurch erkennst du rasch, ob dein Kind gut lernt oder ob Lerndefizite vorhanden sind. Die optimale Lernmethode ist die, die sich am Lerntempo des Kindes orientiert.

Vermutest du Lernprobleme bei deinem Kind? Sprich mit den Lehrern und bitte um eine objektive Einschätzung. Gemeinsam mit den Lehrkräften wählst du dann eine passende Lernmethode für dein Kind aus.

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So kannst du Kinder besser beim Lernen unterstützen

Lernförderung ist grundsätzlich die Aufgabe der Schule. Als Mutter oder Vater unterstützt du dein Kind beim Lernen, indem du die Motivation förderst. Bilde dich zum Lerncoach weiter und hilf deinem Kind auf professionelle Weise, Lernfähigkeiten zu entwickeln und zu verbessern.

Die wichtigsten Aufgaben eines Lerncoaches bestehen im Erkennen von Lernstörungen und Lerndefiziten sowie in der Ausarbeitung individueller Lösungsstrategien. Fördere das Verantwortungsbewusstsein deines Kindes und leite es zu selbstständigem Arbeiten an. Mit deiner Lernmethode trägst du dazu bei, dass dein Kind Aufgaben eigenverantwortlich bearbeitet und Spaß am Lernen hat!

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