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Teambuilding als Erfolgsgarant: In der Gruppe seid ihr stark

Lesezeit von 7 Minuten
Teambuilding als Erfolgsgarant: In der Gruppe seid ihr stark

Eine angenehme Arbeitsatmosphäre, ein respektvolles Miteinander und ein motivierendes Wir-Gefühl – das ergibt die perfekte Arbeitsumgebung. Die Arbeit im Team bietet unzählige tolle Vorteile, ist aber auch eine Herausforderung. Damit die Zusammenarbeit reibungslos funktioniert und jeder davon profitieren kann, sind Teambuilding Maßnahmen gefragt.

Aber Moment, was genau ist Teambuilding überhaupt? Wie funktioniert es und was macht ein gutes Team aus? Wir gehen der Sache auf den Grund.

Was ist Teambuilding?

Beim Teambuilding geht es darum, die zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb einer Gruppe zu stärken und zwar mithilfe verschiedener Maßnahmen. Auf diesem Weg lässt sich die Zufriedenheit der Teammitglieder am Arbeitsplatz steigern, denn der Wohlfühlfaktor steigt. Das wiederum wirkt sich positiv auf die Leistungen im Job aus, also profitieren MitarbeiterInnen und GeschäftsführerInnen gleichermaßen von Teambuilding Maßnahmen.

Wie läuft Teambuilding ab?

Zu einem guten Team wächst man nicht von heute auf morgen zusammen. Teambuilding ist ein Prozess, der Zeit braucht und verschiedene Phasen durchläuft. Bruce Tuckman, US-amerikanischer Psychologe, hat diesbezüglich ein 5-Phasen-Modell entwickelt. Hierzulande ist es auch unter dem Namen „Teamuhr“ bekannt. Was es damit auf sich hat, schauen wir uns jetzt gemeinsam an.

1. Phase: Die Orientierungsphase

In der Orientierungsphase kommen alle Teammitglieder zum ersten Mal zusammen und lernen sich kennen. Hier zeigt sich, wer schon von Beginn an super miteinander zurechtkommt und wer vielleicht noch etwas mehr Zeit benötigt, um mit den anderen warm zu werden. Es geht in dieser Phase vorrangig darum, sich erst einmal anzunähern und herauszufinden, wer wie tickt.

2. Phase: Die Konfrontationsphase

Langsam haben alle Beteiligten ihre Rolle im Team gefunden. Entweder haben sie diese voller Tatendrang selbst gewählt, oder sind in sie hineingerutscht. Alle Teammitglieder wägen nun immer wieder ab, was wichtiger ist: die eigenen Interessen oder die der Gruppe. Es kommt zu ersten Meinungsverschiedenheiten und Konflikte entstehen. Auch Machtkämpfe sind keine Seltenheit.

In dieser Phase zerfallen viele Teams, wenn sie sich nicht bemühen, den Zusammenhalt aufrechtzuerhalten. Hier liegt die Verantwortung vor allem beim Teamleiter. Er ist derjenige, der die Orientierung gibt und immer auf der Suche nach einem Konsens sein sollte.

3. Phase: Die Kooperationsphase

Jetzt haben alle Teammitglieder ihre eigenen Interessen in das gemeinsame Ziel eingeflochten oder diese vielleicht sogar untergeordnet. Es besteht nun eine solide Basis, auf der alle aufbauen können. Es herrschen gewisse Regeln, dank denen das Team gut miteinander kooperieren kann, ohne dass es unentwegt zu Meinungsverschiedenheiten und Konflikten kommt.

Jeder weiß genau, was er zu tun hat und wie er am besten dabei helfen kann, das gemeinsame Ziel zu erreichen. Das Team befindet sich in dieser Phase auf dem besten Weg, sich zu einer hervorragend funktionierenden Einheit zu entwickeln. Der Teamleiter unterstützt all das, indem er das Selbstwertgefühl jedes Gruppenmitglieds stärkt und das Team motiviert.

4. Phase: Die Wachstumsphase

Diese Phase erreichen nur wenige Teams, aber wenn sie es geschafft haben, dann ist der Erfolg fast schon garantiert. Das Teambuilding selbst ist in dieser Phase bereits abgeschlossen und endlich kann echter Mehrwert entstehen. Vergleicht man die Arbeit im Team nun mit der Summe der Arbeit, die jeder einzeln verrichtet, ist das Teamergebnis deutlich höher.

Die Teambuilding Maßnahmen waren also ein voller Erfolg und alle Mitglieder sind perfekt aufeinander eingespielt. Die gesamte Energie jedes Beteiligten fließt in die Gruppe und der Teamleiter ist nur noch selten gefordert. Er schreitet nur noch ein, wenn sich das Team in dessen Begeisterung verliert und zu übernehmen droht.

5. Phase: Die Auflösungsphase

Diese letzte Phase markiert nicht nur das Ende des Teambuildings, sondern auch den Abschluss der gemeinsamen Arbeit. Das Gruppenprojekt ist nun beendet und jeder hat seine Aufgaben mit Bravour gemeistert. Diese Phase kann allerdings auch deutlich zu früh eintreten, nämlich noch bevor das Projekt beendet ist. Oft geschieht das völlig ungeahnt, beispielsweise weil ein Konflikt entsteht, der unüberwindbar scheint, das Budget nicht mehr ausreicht, um weiterzuarbeiten oder weil letztendlich doch das nötige Fachwissen fehlt.

teambuilding maßnahmen

Warum ist Teambuilding so wichtig? Die 9 wichtigsten Vorzüge

Im Team funktioniert alles gleich viel besser – möchte man meinen. Eine Gruppe von MitarbeiterInnen ist noch längst kein Team, das gemeinsam alle Hürden meistert. Das gemeinsame Arbeiten wird immer wichtiger, denn es bringt unzählige Vorteile mit sich.

Umso wichtiger ist es, dass sich Führungskräfte intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen und sich um Maßnahmen bemühen, die den Gruppenzusammenhalt stärken. Welche konkreten Vorzüge sich nun aber daraus ergeben, fragst du dich? Wir haben ein paar Beispiele für dich zusammengetragen.

1. Ein freundschaftliches Miteinander

Stelle dir vor, du könntest jeden Tag mit deinen Freunden arbeiten. Dann würde sich das Ganze gleich viel weniger wie Arbeit anfühlen, oder? Du hast gute Laune, steckst Stress gleich viel besser weg und wirst produktiver, denn die freundschaftliche Arbeitsatmosphäre motiviert dich. Damit genau das zur Realität wird, können Teambuilding Maßnahmen zum Einsatz kommen.

2. Die Teamleistungen steigern

Teambuilding Maßnahmen helfen euch nicht nur dabei, gut miteinander auszukommen, sondern auch dabei, die Handlungsweisen der anderen besser nachvollziehen zu können. Ihr wisst genau, wo die Stärken und Schwächen der Kollegen liegen und könnt so noch effektiver zusammenarbeiten.

3. Ein motivierendes Wettbewerbsgefühl

Auch wenn am Ende des Tages eure Teamleistung zählt, ist es dennoch motivierend zu sehen, wie intensiv die anderen arbeiten. In Gruppen entsteht ganz automatisch ein kleiner Wettbewerb, beispielsweise wer heute die beste und kreativste Idee hatte. Das ist überhaupt nicht hinderlich, sondern sogar gut, denn es fördert eure Produktivität!

4. Mit Teamgeist zum Erfolg

Stelle dir vor, du wärst in einer Sportmannschaft. Schon vor einem wichtigen Spiel würdest du dich sicher bereits auf den Sieg freuen und das tolle Gefühl danach, wenn der Erfolg gefeiert wird. Das motiviert ungemein und genau darauf zielen Teambuilding Maßnahmen ab.

5. Geförderte Kreativität fürs Teambuilding

Wir alle neigen dazu, inmitten von Menschen, die wir mögen, deutlich kreativer zu sein. Unser Geist kann ganz ungezwungen wandern und wir trauen uns, Ideen einfach laut auszusprechen, auch wenn sie nicht perfekt sind. Genau deshalb ist es so wichtig, dass ihr zu einem waschechten Team zusammenwachst, in dem sich jeder wohl und sicher fühlt.

6. Weniger Missverständnisse

In einem Team treffen verschiedenste Menschen mit unterschiedlichsten Charakterzügen aufeinander. Da kann es schnell zu Missverständnissen und Konflikten kommen. Nehmt ihr euch aber Zeit für intensives Teambuilding, habt ihr die Chance, die Eigenheiten der anderen besser zu verstehen und könnt unnötigen Streitereien so aus dem Weg gehen.

7. Stark verinnerlichte Unternehmenskultur

Der Begriff „Unternehmenskultur“ umfassen alle Werte, Ziele und Denkweisen, die eine Firma vertritt. Daraus wiederum ergibt sich eine gewisse Unternehmenspersönlichkeit und ebenso ein bestimmtes Arbeitsumfeld. Die Frage ist, passt du dort hinein oder nicht? Mithilfe des Teambuildings wird es dir deutlich leichter fallen, dich zu integrieren und im Unternehmen wohlzufühlen.

8. Bessere Bindung zwischen den einzelnen Abteilungen

Ein Team besteht nicht unbedingt nur aus Mitgliedern derselben Abteilung. Je nach Projekt können auch Experten aus verschiedenen Reihen zusammengeführt werden. Das birgt den Vorteil, dass sich innerhalb des Unternehmens Verbindungen ergeben, die sonst eventuell nie zustande gekommen wären. Abteilungsübergreifende Kontakte gestalten viele Prozesse deutlich leichter, auch unabhängig von der Teamarbeit.

9. Teambuilding: Ein Gefühl der Wertschätzung

Die gemeinsame Arbeit an einem großen Projekt kann sehr anstrengend und nervenzehrend sein. Dann ist es wichtig, alle Beteiligten immer wieder zu motivieren und ihnen Wertschätzung zu zeigen. Verschiedene Teambuilding Maßnahmen bestehen aus gemeinsamen Aktivitäten, die einfach Spaß machen sollen. Darauf können sich die Teammitglieder freuen und neue Kraft daraus schöpfen. Die Produktivität bleibt so stets auf einem hohen Level.

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5 Teambuilding-Ideen, die uns inspirieren

Teambuilding bietet dir unzählige Möglichkeiten. Es gibt zahlreiche Maßnahmen, an denen du dich bedienen und eine Gruppe Menschen so zu einem waschechten Team formen kannst. Wir haben fünf kreative Ideen für dich zusammengetragen, mit denen es gelingt.

1. Speed Dating

Nein, hier geht es natürlich nicht um richtiges Dating. Ziel ist es lediglich, dass deine Teammitglieder und du euch besser kennenlernt und dafür eignet sich das Prinzip des Speed Datings wunderbar. Ihr setzt euch jeweils zu zweit an einen Tisch und habt dann 60 Sekunden Zeit, um euch auszutauschen. Ist die Zeit abgelaufen, tauscht ihr die Partner. Auf diese Weise lernt ihr euch zwar nicht intensiv kennen, brecht aber das Eis.

2. Fun Facts raten

Ein humorvoller Einstieg ist doch immer der beste, nicht wahr? Für das „Fun Fact Raten“ schreibt jedes Teammitglied eine lustige Anekdote auf und die Zettel landen dann ohne Namen in einer Schale. Jeder zieht dann ein Zettelchen, gibt die Geschichte zum Besten und alle raten gemeinsam, wem sie wohl widerfahren ist.

3. Gemeinsame Kochevents

Nicht nur Liebe geht durch den Magen, sondern auch freundschaftliche Gefühle. Schließlich ist doch jeder für leckeres Essen zu haben. Bei gemeinsamen Kochabenden kommt das gesamte Team zusammen und bereitet ein Gericht zu, auf das sich alle im Vorfeld geeinigt haben. Das macht nicht nur Spaß, sondern ist auch eine tolle Vorbereitung auf das gemeinsame Arbeiten, das euch bevorsteht.

4. Teambuilding-Idee: Escape Room

Im Escape Room sind Ehrgeiz, eine schnelle Auffassungsgabe und ein gutes Miteinander gefragt. Genau das gilt auch für die Arbeit im Team – ein Besuch im Escape Room ist eine perfekte Maßnahme zum Teambuilding. Das Lösen der kniffligen Aufgaben schweißt zusammen und das Erfolgserlebnis am Ende verbindet das Team auf ganz besondere Weise.

5. Hochseilgarten

Im Hochseilgarten können deine Teamkollegen und du zeigen, wie sehr ihr füreinander da seid. Hier ist gegenseitige Unterstützung gefragt, um gemeinsam ans Ziel zu kommen. Das gilt vor allem dann, wenn ein Teammitglied an Höhenangst leidet. Im Hochseilgarten stärkt ihr euer Teamwork und beweist, dass ihr niemanden im Regen stehen lasst.

Teambuilding für ein freundschaftliches und produktives Miteinander

Sich in einer Gruppe mit verschiedensten Persönlichkeiten zurechtzufinden, ist oft gar nicht so leicht. Unterschiedliche Charakterzüge, Meinungen und Ideen prallen aufeinander und dann gilt es erst einmal, für Einklang zu sorgen. Mit Teambuilding Maßnahmen ist genau das möglich. Der gemeinsamen Arbeit in einer angenehmen, vielleicht sogar freundschaftlichen Atmosphäre, in der sich alle unterstützen und motivieren, steht damit nichts mehr im Weg.

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