Ausgebrannt sein: Ursachen und Lösungen für den Burnout

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Ausgebrannt sein: Ursachen und Lösungen für den Burnout

Immer mehr Menschen kennen das Gefühl, ausgebrannt zu sein. Sie fühlen sich geistig, körperlich und emotional so erschöpft, dass ihnen nichts mehr gelingt. In diesem Zusammenhang spricht man von einem Burnout. „Burnout“ ist englisch und bedeutet „ausgebrannt sein“. Die Folgen der langfristigen Überforderung sind psychische und körperliche Erkrankungen, beispielsweise Angst- und Schlafstörungen sowie Depressionen.

Ausgebrannt sein – Was ist das überhaupt?

Ausgebrannt sein ist ein Zustand der Verzweiflung. Die Batterien sind leer und es geht einfach nicht mehr weiter. Kurzum, du stehst kurz vor dem Nervenzusammenbruch und das Leben verliert an Qualität. Nicht nur die Leistungsfähigkeit ist auf einem niedrigen Level, sondern du empfindest weder Glück noch Freude.

Ausgebrannt sein, ist die Umschreibung für einen Burnout. Es handelt sich um einen schleichenden Prozess, der in Phasen verläuft. Oft zeigen sich die ersten Burnout Symptome erst nach Jahren intensiver Belastung.

Warum fühlst du dich ausgebrannt?

Ausgebrannt sein ist die Folge einer chronischen Überbelastung und dem damit verbundenen Verbrauch jeglicher Ressourcen. Häufige Ursachen für den Burnout sind zu hohe berufliche Anforderungen, Zeit- und Termindruck. Besonders gefährdet sind zum Beispiel medizinisches Personal und Personen in Führungspositionen.

Ausgebrannt sein ist nicht immer eine Folge von Überarbeitung. Auch seelische Belastung macht auf Dauer krank. Die Sorge um ein chronisch erkranktes Familienmitglied, finanzielle und allgemein private Probleme kosten viel Energie. Besonders betroffen sind Mütter behinderter Kinder und Menschen, die Angehörige pflegen. Irgendwann sind die Ressourcen aufgebraucht und es kommt zu einem Burnout.

Ausgebrannt sein: die Risikogruppen

Darüber hinaus spielt deine persönliche Veranlagung eine Rolle. Ausgebrannt sein ist etwas, was vor allem ehrgeizige Menschen kennen. Perfektionisten erleiden schneller einen Burnout. Das liegt daran, dass du dich über deine Leistung definierst und dich selbst unter Druck setzt.

Wenn du zur Risikogruppe zählst, dann schenkst du deinen Bedürfnissen zu wenig Beachtung. Viele Betroffene leben nicht nach ihren persönlichen Wünschen, sondern tun alles, um einem Idealbild zu entsprechen. Ist es nicht möglich, die hohen Erwartungen zu erfüllen, dann versuchst du, die Unfähigkeit durch Übereifer zu kompensieren. Das kostet Kraft und zermürbt dich innerlich.

burnout

Dein Mindset in der Burnout-Prävention: Wie dir die richtige Einstellung hilft, Burnout zu vermeiden

Aus den bereits oben genannten Persönlichkeitsstrukturen lassen sich Lösungen ableiten, wie du es besser machst. Schon allein ein Wandel deiner inneren Einstellung bewirkt, dass du dich zufriedener fühlst und harten Belastungen besser standhältst. Die Erfolgsformel ist einfach: Steh du dir selbst und übe dich in Gelassenheit! Nimm das Urteil anderer nicht allzu ernst.

Ausgebrannt sein: 5 Strategien zur Burnout-Prävention

Das Beste ist natürlich, wenn du gar nicht erst einen Burnout bekommst. Spürst du, dass sich immer mehr Druck aufbaut, dann gibt es Strategien, um dem nervlichen Zusammenbruch vorzubeugen.

1. Pflege soziale Kontakte

Gibt es Menschen, denen du vertraust? Über Probleme offen zu sprechen, tut unheimlich gut. Du findest Trost und Zuspruch und auch so manchen Rat, denn ausgebrannt sein ist eine Erfahrung, die nicht nur dich betrifft. Freundschaften sind wichtig. Halte sie in Ehren.

2. Such dir ein Hobby

Du brauchst einen Ausgleich zu deinem Beruf, eine Sache, die dir wirklich Spaß macht. Probiere verschiedene Sportarten aus oder beginne mit dem Malen oder Basteln. Ein Hobby, das dir Freude bereitet, kompensiert Stress und reduziert das Risiko für einen Burnout.

3. Gönne dir Auszeiten

Ausgebrannt sein lässt sich oft auf ein zu hohes Arbeitspensum zurückführen. Hüte dich vor zu vielen Überstunden und halte deine Pausenzeiten ein. Verreise zwischendurch und genieße deine Wochenenden in vollen Zügen, ohne an die Arbeit zu denken. Trenne Freizeit und Beruf.

4. Lerne, „Nein!“ zu sagen

Gehörst du zu den Ja-Sagern? Dann bist du gefährdet, weil du deine eigenen Bedürfnisse zu oft hinten anstellst. Lehne Bitten ab, wenn sie dich stressen. Du musst nicht immer für jeden da sein. Dein Wohlergehen steht im Fokus.

5. Entwickle eine gesunde Form der Selbstgefälligkeit

Relaxte Menschen begegnen Herausforderungen mit einer gewissen Gleichgültigkeit. Sie suchen immer den einfachsten Weg und meiden allzu große Anstrengungen. Das ist zwar nicht unbedingt vorbildlich, aber dennoch erleiden zur Bequemlichkeit neigende Personen nur selten einen Burnout. Ehe du nun in Faulheit verfällst, ist es besser, du entscheidest dich für die goldene Mitte und lässt es einfach etwas ruhiger angehen.

Die Rolle von Selbstfürsorge und Entspannungstechniken

In deinem Leben stehst du immer an erster Stelle. Du bringst Leistung, um zu leben, aber du lebst nicht für die Arbeit. Stelle an dich selbst keine allzu hohen Ansprüche und sei nicht zu streng mit dir. Schaffe mit Hobbys, die dir Spaß machen, einen Gegenpol zum stressigen Berufs- und Privatleben.

Lerne, dich auf deine Weise zu entspannen. Die einen kommen am besten bei leiser Musik zur Ruhe, andere besuchen eine Wellness-Oase und wieder anderen bereiten Ausritte mit dem Pferd oder ausgedehnte Spaziergänge Freude. Gestalte die Entspannung wie ein Ritual, für das du dir unbedingt ausreichend Zeit nimmst.

Vielen Menschen helfen auch Entspannungstechniken, die du in Kursen lernst. Dazu gehören zum Beispiel Yoga, autogenes Training, Meditation, progressive Muskelentspannung und verschiedene Atemtechniken.

Erfolgreich aus dem Burnout herauskommen: 8 Schritte zur Genesung

Ausgebrannt sein ist kein Dauerzustand, wenn du das Problem Schritt für Schritt angehst.

1. Der Burnout Test

Zuerst einmal musst du wissen, ob du überhaupt an Burnout leidest. Hinter chronischer Erschöpfung, Müdigkeit und mangelnder Antriebskraft können sich auch andere Krankheiten verbergen, beispielsweise eine Depression. Die Diagnose stellt am besten ein Psychotherapeut oder Psychiater.

Darüber hinaus ist die Teilnahme an einem Burnout Test möglich. Du beantwortest verschiedene Fragen zu deinen Burnout-Symptomen. Fragebögen findest du zum Beispiel online. Auch der Psychotherapeut arbeitet mit diesem Instrument, um zumindest einen ersten Verdacht zu bestätigen.

2. Behandlung beim Facharzt

Nicht nur psychische, sondern auch körperliche Probleme gehören medizinisch versorgt. Ausgebrannt sein verursacht häufig Ein- und Durchschlafstörungen, die dein Wohlbefinden massiv beeinträchtigen. Vielleicht schlägt dir der Stress auf den Magen oder du bekommst Kopfschmerzen. Auch die Suchtgefahr ist bei Menschen mit Burnout höher.

3. Stress bewältigen

Am besten packst du das Übel an der Wurzel und sorgst für Entspannung. Gönn dir eine Auszeit und sorge für regelmäßige Pausen. Fühlst du dich schlecht, dann gehe zum Arzt und lass dich krankschreiben. Zieh die Notbremse, ehe es zu spät ist.

4. Coaching und Therapie

Such dir professionelle Hilfe. Ein Therapeut oder Coach hilft dir, die Ursachen für den Burnout zu finden, dein Leben zu reflektieren und völlig entspannt in ein neues Leben zu starten. Viele Betroffene besitzen weder ein Gespür für ihre Schwächen noch für ihr Potenzial. Sie brauchen Unterstützung von außen.

5. Entspannungstechniken entwickeln

Der Coach hat dir bereits geholfen, mit der Überforderung klarzukommen? Prima. Dann musst du den Erfolg nur noch langfristig festigen. Das geht am besten mit speziellen Entspannungstechniken. Auch hier hilft dir das Coaching weiter, denn jeder Mensch ist anders. Finde einen Weg, wie du dich am besten entspannst und baue die Techniken in deinen Alltag ein.

6. Fördere deine Kreativität

Eine wunderbare Art, abzuschalten, ist das Ausleben der eigenen Kreativität. Auf diese Weise lernst du dich selbst besser kennen und erfährst, was dich tief in deinem Innern bewegt. Mach, was dir Spaß macht. Male, zeichne, musiziere oder fotografiere.

7. Halte dich körperlich fit

In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist. An diesem alten Sprichwort ist viel Wahres. Vor allem Menschen, die viel mit dem Kopf arbeiten, brauchen einen Ausgleich in Form einer körperlichen Betätigung. Das Paradoxe: Sportliche Anstrengung kann mental entspannen.

8. Verhalten dauerhaft festigen

Um dich vor einem Rückfall zu schützen, ist es wichtig, dass du auch in Zukunft auf alles verzichtest, was dich übermäßig belastet. Vielen Betroffenen tut es gut, auch nach der Genesung einen Coach an ihrer Seite zu haben. Falle nicht in alte Muster zurück und gönne dir die Pausen, die du brauchst, um frische Energie zu tanken.

Die Verbindung zwischen Selbstwertgefühl und Burnout

Ursächlich für den Burnout ist der Drang, perfekt zu funktionieren. Betroffene Personen fühlen sich nur dann wertgeschätzt, wenn sie alles geben und Anforderungen erfüllen, denen sie nicht gewachsen sind. Menschen mit gesundem Selbstwertgefühl brauchen eine derartige Bestätigung nicht. Sie fühlen sich auch dann wertvoll, wenn sie weniger Leistung bringen.

Gesundheit und Burnout: Die Bedeutung eines ganzheitlichen Ansatzes

Ausgebrannt sein ist ein Zustand, der den gesamten Menschen beeinträchtigt. Die innere Leere verringert das Gespür für Gefahren und sorgt somit indirekt dafür, dass du Risiken zu spät erkennst. Gleichzeitig kommt es zu psychosomatischen Erkrankungen. Die Folge sind körperliche Symptome, beispielsweise Herz-Kreislauf-Probleme, Magen-Darm-Beschwerden und ein allgemein geschwächtes Immunsystem.

Es nutzt nichts, nur die körperlichen Symptome zu behandeln, sondern in erster Linie ist es wichtig, den Burnout zu besiegen. Gelingt dir das, dann geht es zumeist auch deinem Körper wieder besser.

Nie mehr ausgebrannt sein: Dein Weg zu einem ausgeglichenen Leben

Ausgebrannt sein ist kein Zustand, den du einfach so hinnehmen musst. Es gibt Mittel und Wege, die dir bei der Problembewältigung helfen. Der erfolgreiche Coach Dieter Lange zeigt in seiner Masterclass, wie du das Hamsterrad verlässt und frische Energie tankst.

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