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Selbstakzeptanz – so gehst du den Weg dorthin mit Leichtigkeit

Lesezeit von 7 Minuten
Selbstakzeptanz – so gehst du den Weg dorthin mit Leichtigkeit

Du bist perfekt so, wie du bist. Du hast eine tolle Persönlichkeit. Ja, du bist schön und stark und deine Mitmenschen schätzen dich. Deinen Job erledigst du hervorragend und deine KollegInnen bewundern deine Fachkompetenz. – All das sind Sätze, die du nie im Leben zu dir selbst sagen würdest? Dann ist es höchste Zeit, an deiner Selbstakzeptanz zu arbeiten!

Wir alle hören von Zeit zu Zeit eine kleine Stimme in uns, die uns sagt, wir könnten dies nicht, wir könnten das nicht. Wir wären nicht gut genug für den Job, wir wären nicht liebenswert für eine beständige Beziehung und wir wären nicht schön genug, um mit den anderen mitzuhalten.

Die einen hören diese Stimme tagtäglich und andere wiederum können sich nur noch dunkel daran erinnern, wie sie klingt, weil sie diese schon seit Ewigkeiten nicht mehr wahrgenommen haben. Der Unterschied liegt in der Selbstakzeptanz.

Was genau ist Selbstakzeptanz?

Uns Menschen zeichnet der Wunsch, in allem, was wir tun, immer besser zu werden, aus. Durch unsere Köpfe schwirren Idealvorstellungen, denen wir hinterherjagen: erfolgreich im Job, perfektes Aussehen, großer Freundeskreis, ein/e tolle/r PartnerIn, wohlerzogene Kinder, großes Haus … Die Liste ist unglaublich lang. Wenn all das aber nicht der Realität entspricht, kommen schon einmal Zweifel auf.

„Ich scheine so viel falsch zu machen! Ich bin einfach nicht gut genug, um all das zu erreichen, was ich mir wünsche!“ Gedanken dieser Art strömen dann durch den Kopf und das Hadern und Infragestellen des eigenen Lebens beginnt. Das geschieht, weil es an Selbstakzeptanz mangelt.

Das sagt dir gar nichts? Vielleicht bist du mit den Begriffen „Selbstliebe“ oder „Selbstachtung“ vertrauter. Sie alle bedeuten im Grunde das Gleiche: Du nimmst dich so an, wie du bist und akzeptierst dich mit all deinen Stärken und Schwächen. Du schätzt dich selbst wert und steckst Vertrauen in deine Person und deine Kompetenzen.

Wer ist schon perfekt?

Beim Thema Selbstakzeptanz geht es überhaupt nicht darum, perfekt zu sein und du musst dir auch nicht alles schönreden. Nehmen wir beispielsweise einmal an, dass du etwas zur Unordnung neigst. Um dich in Selbstakzeptanz zu üben, musst du nicht krampfhaft versuchen, eine beschönigende Begründung dafür zu finden, wie: Im Chaos kann der Geist frei und kreativ sein. Nimm diese Eigenschaft einfach zur Kenntnis und akzeptiere, dass sie zu dir gehört. Natürlich kannst du daran arbeiten, aber dieser Schritt hat mit der reinen Selbstakzeptanz dann nichts mehr zu tun.

selbstakzeptanz lernen

Der Motor der Veränderung: Warum Selbstakzeptanz so wichtig ist

Selbstzweifel sind etwas, worin man sich völlig verlieren kann. Aber das bringt dich nicht voran, sondern hält dich einfach nur auf. Damit ziehst du dich selbst herunter und nimmst dir den Wind aus den Segeln. Du verschwendest unglaublich viel Lebensenergie, indem du immer wieder darüber nachdenkst, warum du für etwas nicht gut genug bist und dich selbst immer mehr ablehnst. Das kann sogar zu einer totalen Selbstverleugnung führen.

Hast du dich selbst in diesem Zustand gefangengenommen, beraubst du dich aller Möglichkeiten, die Dinge zu verändern. Nur, wenn du dich selbst akzeptierst, kannst du an dir arbeiten. Das realistische Wahrnehmen des Ist-Zustands bildet die wichtige Grundlage dafür. Anhand dessen kannst du einen klaren Plan entwickeln, wie du weiter vorgehen möchtest, um dein Ziel zu erreichen.

So ziehst du dich aus deinem Tief

Schauen wir uns gemeinsam ein Beispiel zum Thema an. Nehmen wir an, du wärst gern fitter. Immer wieder denkst du: „Ich bin immer so schnell aus der Puste, ich hasse meine Unsportlichkeit!“ Indem du dir das ständig sagst, ziehst du dich nur weiter herunter. Du raubst dir selbst die Energie und auch die Motivation, etwas daran zu ändern.

Akzeptierst du deinen Zustand aber und fasst den Entschluss: „Ich wäre so gern sportlicher und werde bis zum Ende des Jahres große Joggingrunden durch den Park ohne Probleme meistern“, dann hast du endlich ein klares Ziel vor Augen, an dem du dich orientieren kannst und das dich motiviert.

Selbstakzeptanz lernen: Wie kann ich mich selbst akzeptieren?

Was im ersten Moment eigentlich ganz einfach klingt, ist es in Realität aber nicht immer. Wer tagtäglich von Selbstzweifeln geplagt wird, wird den Schalter nicht einfach von heute auf morgen umlegen und MeisterIn der Selbstakzeptanz werden. Aber wie gelingt es denn nun?

Werde dir deiner Stärken bewusst

Worte der Kritik richtest du ganz ohne Probleme gegen dich, aber wenn es daran geht, etwas Positives über dich selbst zu sagen, gerätst du ins Stottern? Gehe in dich und überlege, was du richtig gut kannst. Eigenlob ist an dieser Stelle ausdrücklich gewünscht! Vielleicht bist du besonders hilfsbereit, hast in schwierigen Situationen immer eine zündende Idee, bist die Person, der alle vertrauen oder vielleicht sogar der oder die Beste in deinem Job?

Fällt es dir schwer, deine Stärken anzuerkennen, dann befrage deine Liebsten. Notiere all die Punkte, die sie dir nennen und erstelle dir eine Liste, auf die du immer wieder einen Blick werfen kannst, wenn du erneut an dir zweifelst.

Analysiere deine Schwächen

Wie du bereits weißt, geht es bei der Selbstakzeptanz auch darum, sich eigene Fehler offen einzugestehen. Das ist der erste wichtige Schritt in Richtung Verbesserung, falls du diese anstrebst. Also analysiere deine Schwächen und benenne sie ganz konkret. Aber lasse dich davon auf keinen Fall herunterziehen! Denke immer daran, diese Analyse ist wichtig, damit du dich endlich vollständig selbst akzeptieren kannst.

Gehe wohlwollend mit dir selbst um

Du hältst nun zwei Listen in deiner Hand: eine voller Stärken, eine mit Schwächen. Vergleichst du sie miteinander, wirst du feststellen, dass deine Stärken die Oberhand haben und das fühlt sich gut an, nicht wahr? Du selbst bist dein/e größte/r KritikerIn. Oftmals ist es so, dass zahlreiche Punkte, die wir als Schwächen ansehen, von anderen überhaupt nicht als solche wahrgenommen werden.

Betrachte die Umstände

Egal, wie groß die Ansprüche an dich selbst sind – nicht immer ist es möglich, ihnen im Sprint hinterherzulaufen. Gewisse Lebensumstände können dich ausbremsen und das ist in Ordnung. Verluste, Unfälle, Krankheiten und mentale Probleme sind nur ein paar Punkte, die dich stark belasten können. Dann fällt es schwer, große Leistungen zu erbringen.

Gib dir selbst die Möglichkeit, dich erst einmal auf dich zu konzentrieren und schreite dann zu großen Taten. Auch das ist ein wichtiger Schritt zur Selbstakzeptanz. Gestatte dir, einen Gang zurückzuschalten, wenn es notwendig ist und sei gnädig mit dir selbst.

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5 einfache Selbstakzeptanz-Übungen für den Alltag

Selbstakzeptanz kannst du jeden Tag üben und so immer selbstbewusster und zufriedener werden. Keine Sorge, dazu musst du kaum Zeit aufwenden. Zahlreiche Übungen kannst du fast schon ganz nebenbei in deinen Alltag einbauen. Wir haben fünf Stück für dich zusammengetragen!

1. Positiver Rückblick

Liegst du auch manchmal abends im Bett, grübelst über Dinge nach, die heute passiert sind und kannst einfach nicht einschlafen? Keine Sorge, so geht es unglaublich vielen anderen auch. Derartige Situationen kannst du aber in etwas Hilfreiches umwandeln!

Verwandle deinen abendlichen Tagesrückblick in etwas Positives und denke darüber nach, was dir heute besonders gut gelungen ist. Was hat dir gute Laune bereitet, was hat deinem Selbstbewusstsein einen kleinen Schub verliehen? Wer mit positiven Gedanken einschlummert, schläft in der Regel ruhiger und damit auch erholsamer. Demzufolge wachst du am nächsten Morgen ausgeruhter auf und deine Laune hebt sich. Und wer gut gelaunt ist, erscheint gleich viel selbstbewusster.

2. Du bist nicht allein

Jeder hat ab und zu einen schlechten Tag, nicht nur du. Die Gedanken oder Probleme, die dich heute plagen, haben gestern schon unzählige andere Personen beschäftigt. Du bist also nicht allein!

Sich das immer wieder vor Augen zu führen, ist unglaublich hilfreich. Es unterstützt dich dabei, nicht zu vergessen, dass niemand perfekt ist. Und geteiltes Leid ist doch bekanntermaßen halbes Leid, nicht wahr?

3. Aus dem Gedankenkarussell aussteigen

Manchmal fühlt es sich an, als würden die negativen Gedanken wie ein Karussell um dich herum kreisen und du hast einfach keine Möglichkeit, abzuspringen. Dabei hast du sie sehr wohl, also nutze sie auch! Sobald du spürst, dass du dich wieder in der Negativität verlierst, dann rufe in deinem Geist ganz laut: „Stopp!“ Durchbreche den Gedankenstrom und besinne dich auf deinen Selbstwert.

4. Horche in dich hinein

Es kommen immer wieder Situationen auf dich zu, die viel von dir abverlangen und dich vielleicht sogar überfordern. Das ist ganz normal, so geht es jedem von Zeit zu Zeit. In derartigen Momenten ist es wichtig, dass du dir einen Augenblick Zeit nimmst, um in dein Inneres zu horchen.

Wie geht es dir gerade? Was brauchst du? Was müsste jetzt geschehen, damit du dich besser fühlst? Nimm die Situation an, wie sie ist, akzeptiere aber auch, dass du nichtsdestotrotz emotionale Bedürfnisse hast und denen darfst du durchaus nachgehen, sobald es möglich ist.

5. Der beste Freund in dir

Man ist sich selbst immer der Nächste, heißt es so schön. Geht es um das Thema Selbstakzeptanz, ist das tatsächlich wahr. Stelle dir vor, dein/e beste/r FreundIn hatte einen schweren Tag und zweifelt plötzlich stark an sich selbst.

Sicher würdest du alles daran setzen, ihn/ sie wieder aufzubauen, nicht wahr? Genau so solltest du dich auch dir selbst gegenüber verhalten. Betrachte dich selbst als deine/n beste/n FreundIn und begegne dir mit Verständnis und wohlwollenden Worten.

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Extra-Tipp: Was tue ich, wenn ich mich einfach nicht akzeptieren kann?

Hand aufs Herz: Selbstakzeptanz zu leben, ist gar nicht so leicht. Möglicherweise gibt es auch Punkte, die du einfach nicht akzeptieren kannst und möchtest und das ist völlig in Ordnung! Auch das ist ein wichtiger Schritt. Aber versuche Schritt für Schritt dir mehr Aufmerksamkeit und Selbstliebe zu schenken.

Dass du gewisse Dinge nicht tolerieren wirst, ist schließlich auch eine Sache, die du akzeptieren musst. Und genau diese Situationen sind es doch, die uns alle voranbringen. Wichtig ist, dass du dich nicht zu stark in Mankos hineinsteigerst und dich bis in den Selbsthass treibst. Akzeptiere sie vielmehr als Motivation, dich zu verbessern.

So kannst du deine Selbstakzeptanz stärken

Wer es im Leben weit schaffen und seine Träume leben möchte, braucht eine Menge Kampfgeist und Motivation. Der erste Schritt, den du auf diesem Weg bewältigen solltest, ist der zu mehr Selbstakzeptanz und Selbstbewusstsein. In unserem Selbstbewusstsein Webinar lernst du, inwiefern diese Themen dein gesamtes Leben beeinflussen und wie du es schaffst, mithilfe deiner Mentalität in eine erfolgreiche Zukunft zu blicken.

Positive Gefühle bringen dich nach vorne – nicht nur im Privatleben, sondern auch im Beruf. So gelingt es dir, aus eigenem Antrieb und mit professioneller Unterstützung dein Selbstwertgefühl zu stärken. Mit den richtigen Tipps findest du deinen Weg zu mehr Selbstakzeptanz.

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Geprüft von Dr. med. Stefan Frädrich

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