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Selbstliebe lernen – Wie du zu dir selbst findest

Lesezeit von 7 Minuten
Selbstliebe lernen – Wie du zu dir selbst findest

Selbstliebe lernen. Wie geht das? Was ist der Grund dafür, dass wir uns häufig nicht lieben? Woher kommen die Zweifel, die uns daran hindern, glücklich zu sein? Und vor allem: Wie können wir Selbstliebe lernen?

Die Antworten auf diese Fragen möchten wir dir im heutigen Artikel geben. Doch bevor wir dazu kommen, möchten wir näher beleuchten, was Selbstliebe ist und wo der Mangel an Selbstliebe überhaupt seinen Ursprung hat.

Was ist Selbstliebe?

Für den einen ist Selbstliebe, sich endlich wieder an erster Stelle zu stellen und vielleicht mehr Sport zu machen. Für den anderen bedeutet Selbstliebe, sich wieder näherzukommen, indem er sich öffnet und nicht mehr verschließt. Du siehst, Selbstliebe kann aus so vielen Dingen bestehen. Oder vielmehr Werten: Sie bezeichnet die allumfassende Annahme seiner selbst in Form einer uneingeschränkten Liebe zu sich selbst. Durch Achtsamkeit, Hingabe, Lebenslust, Leichtigkeit oder Klarheit.

Wie wichtig ist Selbstliebe in einer Beziehung?

Wie willst du jemand anderen lieben, wenn du dich selbst nicht liebst und annehmen kannst? Sei dir in erster Linie klar darüber, welche Werte du für dich leben möchtest: Achtsamkeit, Hingabe, authentische Kommunikation, Leichtigkeit, Gesundheit, Respekt, Wertschätzung, Dankbarkeit – was davon lebst du schon und in welchen Bereichen könnest du noch mehr Gas geben? Wenn du für dich Selbstliebe lebst, stärkt dich das auch automatisch in deiner Beziehung. Denn wenn du Werte wie Klarheit oder Wertschätzung in deiner Beziehung zu dir lebst, dann strahlst du das auch automatisch auf andere Bereiche aus. Du darfst in einer Beziehung immer klarmachen und kommunizieren, was du dir wünschst – das ist Selbstliebe!

Woher kommt der Mangel an Selbstliebe?

Der Ursprung für mangelnde Selbstliebe liegt oftmals in unserer Kindheit. Jedes Kind interpretiert eine Situation anders. Häufen sich die Ereignisse, dass der Junge oder das Mädchen das Gefühl hat, eine Aufgabe nicht zur Zufriedenheit der Eltern erledigt zu haben, entsteht schnell der Glaubenssatz „Ich bin nicht gut genug". Ständig mussten wir uns verbessern, anpassen und durften uns nicht so zeigen, wie wir wirklich sind. Dieses Erlebnis in der Kindheit führte bei einigen von uns dazu, dass wir Selbstliebe nur in geringen oder gar keinen Portionen erfuhren. Stattdessen holten wir uns die Anerkennung von Außen. Wie? Vielleicht hast du alles getan, um deinen Lehrern zu gefallen? Wie war das bei dir?

In diesem Zusammenhang verfolgten unsere Eltern keine böse Absicht. Diese sind auch nur Menschen und oftmals aufgrund ihrer kindlichen Prägungen (insbesondere die Nachkriegsgeneration) von Angst geleitet. Sie hatten Angst, dass ihre Kinder auf der Strecke bleiben und sich nicht schnell genug entwickeln, um im Alltag zu bestehen. Dabei hatten unsere Eltern immer den Fokus auf Dinge, die in ihren Augen korrigiert werden mussten und nicht darauf, was die Kinder bereits konnten.

Nur, betrachte deine Vergangenheit nicht dauerhaft als Freifahrtschein, um in deinem alten Muster weiterzuleben. Du kannst Selbstliebe jederzeit erlernen und in dein Leben integrieren. Dazu aber später mehr.

Eltern sind somit dem System des Vergleichens erlegen. Sobald sich dieses System in den Köpfen der Kinder einnistet, beginnen diese sich mit ihren Klassenkameraden zu vergleichen. Ab diesem Zeitpunkt zählen dann nicht mehr die eigenen Gedanken, sondern das, was die anderen Kinder haben und sind. (bspw. die neusten und angesagtesten Klamotten).

„Der Vergleich mit anderen macht dich blind für das Original, das du bist."

Laura Malina Seiler

Selbstliebe lernen: Darum gelingt es uns nicht

Die Wahrheit ist: Nicht jeder Mensch kann alles gleich gut. Deshalb ist es auch nicht möglich, auf allen Gebieten die gewünschte Anerkennung zu bekommen. Und dennoch wählen wir häufig Strategien, mit denen wir uns Anerkennung und Aufmerksamkeit scheinbar sichern.

In der Schule ist es bspw. der Klassenclown, der die Lehrer mit Albereien in den Wahnsinn treibt, um zu kaschieren, dass es ihm gar nicht gut geht. Er möchte gesehen und vielleicht einfach mal in den Arm genommen werden. Das Problem: Sobald wir Masken aufziehen oder in Rollen schlüpfen, verlieren wir dabei die Verbindung zu unserem wahren Ich.

Auf einer tieferen Ebene in uns brodelt es jedoch. Irgendwo in unserem Inneren staut sich die Wut und der Frust. Wir wollen gesehen werden. Gesehen, so wie wir wirklich sind. Wir wollen uns selbst ausdrücken und dafür akzeptiert werden, wie wir wirklich sind.

Das Ziel ist es, die Maske gesellschaftlicher Konventionen vom Gesicht zu reißen, um endlich authentisch leben zu können. Doch oft gelingt uns das nicht, weil wir daran gewöhnt sind, bewertet zu werden. Und deshalb tragen wir diese Maske auch oft im Erwachsenenalter.

Selbstliebe lernen: So gelingt es dir in 4 Schritten

Glaub nicht alles, was dir die Menschen sagen. Denn Selbstliebe kannst nur du allein dir geben. Diese kann dir nicht von Anderen beigebracht werden. Damit dir das gelingt, darfst du lernen, dich wieder an erster Stelle in deinem Leben zu stellen.

Gewinne dein Urvertrauen zurück. Erkenne und nehme deinen individuellen Selbstwert als Mensch an. Denn dieser ist das Fundament für Selbstliebe. Ohne einen starken Selbstwert wirst du immer fremdbestimmt bleiben.

  1. Sobald du dein Urvertrauen wiedergefunden hast, kannst du deine innere Kraft entfesseln und dein volles Potenzial entfalten. Deine Aufgabe besteht somit darin, dein eigenes Bild von dir selbst zu überprüfen.
  2. Unterscheiden musst du hierbei vor allem zwischen Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung. In der Regel nehmen wir die Meinung unserer Mitmenschen zu ernst.
  3. Doch wer kennt dich besser? Dein Umfeld oder bist es doch eher du? Lass dir also deinen Wert als Mensch nicht von der Außenwelt diktieren. Denn du bist der Designer deines Lebens und bestimmst dein Schicksal selbst.
  4. Selbstliebe lernen kannst du demnach, sobald du dein inneres Kind annimmst. Wenn du das annimmst, was du wirklich bist, kannst du frei sein. Damit dir das gelingt, ist es wichtig, dass du dich nicht nur kritisierst, sondern auch lobst.

5 Tipps und Übungen für mehr Selbstliebe im Alltag

Im Folgenden haben wir 5 Tipps und Übungen für dich vorbereitet, mit denen du Selbstliebe lernen kannst.

1. Eine Tasche voller Erbsen

Nimm dir hierzu zehn Erbsen und steck diese in deine Hosentasche. Achte nun im Alltag darauf, was du besonders gut gemacht hast. Dabei kann es sich um eine erbrachte Leistung (bspw. eine gute Note im Studium) oder eine Emotion (bspw. Lachen mit Freunden) handeln.

Sobald du etwas getan hast, was in deinen Augen löblich war, entferne eine der Erbsen aus deiner Hosentasche. Du wirst sehen, dass du am Tag dutzende Dinge tust, für die du ein Lob verdient hast.

2. Das Glückstagebuch

Für diese Übung benötigst du ein kleines Notizbuch. In dieses schreibst du fortan jeden Abend zehn Dinge auf, für die du ein Lob verdient hast. Frage dich dabei, was während des Tages besonders gut gelaufen ist.

Was hast du gut gemacht? Hattest du schöne Momente, die dir ein Lachen ins Gesicht gezaubert haben? Hast du dich mit Menschen umgeben, die dir gut getan haben?

3. Magic Moments kreieren

Magische Moment im Leben sorgen nicht nur für tolle Erinnerungen. Sie hinterlassen zudem wunderschöne Gefühle in unserem Herzen, die uns ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Solche „Magic Moments" können wir selbst kreieren.

Überlege dir deshalb vier Aktivitäten, die du im nächsten Monat machen möchtest, die dir und deinem Herzen guttun. Das kann bspw. eine Wanderung in den Bergen, ein Besuch beim Masseur oder ein gemütlicher Abend mit Freunden sein. Diese Übungen helfen dir garantiert dabei, dass du Selbstliebe lernen und mehr Glück in deinen Alltag bringen kannst.

4. Selbstliebe-Meditation

Es gibt etliche Meditationen, die dir dabei helfen, dich selbst aus liebevollen Augen zu betrachten. Sie hilft dir eine gesunde Beziehung zu dir selbst zu entwickeln und deine innere Kraft zu erkennen. Starte jetzt gleich mit der Meditation „Tiefe Selbstliebe" von Laura Malina Seiler

5. Affirmationen zur Selbstliebe

Glaubenssätze auflösen, Ziele leichter erreichen oder bewusster durchs Leben gehen – dafür sind Affirmationen eine sehr gute Methode. Konkret handelt es sich dabei um positiv formulierte Sätze, an deren Inhalt du glaubst und die durch ständige Wiederholungen in dein Unterbewusstsein sickern – und dich stärken und unterstützen – sollen.

Ich...

  • liebe mich selbst.
  • bin liebenswert.
  • bin wertvoll.
  • nehme mich so an wie ich bin.
  • vertraue mir selbst.
  • bin gut genug.
  • bin stark.

Selbstliebe lernen bedeutet, sein volles Potenzial zu entfalten

In diesem Artikel hast du erfahren, wie du Selbstliebe lernen kannst. Du hast erfahren, dass Selbstliebe das Fundament ist, damit du dein ganzes Potenzial entfalten kannst. Gerne möchten wir dich dabei unterstützen, dass du dieses Ziel erreichst.

Jeder Mensch kämpft gelegentlich um mehr Selbstwert. Doch überall lauern die Selbstwert-Räuber. Wie sie dich immer weniger triggern und du dich somit weiterentwickelst, erfährst du bei Greator. In unserem Selbstbewusstsein-Seminar lernst du, wie du dich weiterentwickelst. Positive Gefühle bringen dich nach vorne – nicht nur im Privatleben, sondern auch im Beruf. So gelingt es dir, aus eigenem Antrieb und mit professioneller Unterstützung dein Selbstwertgefühl zu stärken. Mit den richtigen Tipps findest du deinen Weg zu mehr Selbstwert und Selbstbestimmtheit.

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