Finanzplanung – die 5 besten Tipps, um einen effektiven Plan zu erstellen

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Finanzplanung – die 5 besten Tipps, um einen effektiven Plan zu erstellen

Manche Menschen haben immer genügend Geld, um sich Wünsche zu erfüllen, während andere ständig pleite sind. Fragst du dich manchmal, woran das liegt? Einen Finanzplan erstellen hilft, die Übersicht über Einnahmen und Ausgaben zu behalten. Sowohl im Unternehmen als auch im Privathaushalt ist die Finanzplanung ein fortlaufender Prozess, der bei Bedarf geändert oder angepasst wird.

Wie sieht ein Finanzplan aus? Die finanzielle Planung umfasst Strategien, die beim Erreichen kurz- und langfristiger Ziele hilfreich sind. Mit einer ausgewogenen Finanzplanung vermeidest du finanzielle Engpässe. Die Erstellung eines Finanzplans ist die Grundlage zur Vermögensbildung und ermöglicht dir, dein Geld richtig anzulegen und zu verwalten. Eine übersichtliche, strukturierte Planung ist notwendig, um finanzielle Reserven zu bilden, deine Wünsche zu erfüllen und für Notfälle vorzusorgen.

Was versteht man unter Finanzplanung?

Was ist ein Finanzplan? In jedem Unternehmen ist die Finanzplanung ein wesentliches betriebswirtschaftliches Instrument. Auch im Privathaushalt ist die Erstellung eines Finanzplans oder Wirtschaftsplans notwendig, um eine Übersicht über regelmäßige Einnahmen und Ausgaben zu bekommen und die Lebenshaltungskosten zu berechnen.

Mit dem Begriff Finanzplanung wird die Erstellung eines Plans beschrieben, in dem alle finanziellen Aspekte erfasst, geplant und analysiert werden. Ein Finanzplan kann grundsätzlich für verschiedene Zeiträume (Jahre oder Monate) erstellt werden. Die finanzielle Planung gleicht einer Strategie, die dazu dient, Lebensziele zu verwirklichen. Dabei kann es sich um den Bau eines Eigenheims, die Vermögensbildung, um die Finanzierung von Studium, Ausbildung, eine Weltreise oder andere persönliche Ziele handeln.

Überblick über deine Finanzlage

Ein Finanzplan hilft dir, deine Finanzen zu verwalten, finanzielle Transaktionen und Investitionen besser zu kontrollieren. Entscheidungen über Ausgaben, Kostenreduzierung und Einsparungen fallen leichter, wenn du einen genauen Überblick über deine Finanzlage hast.

Geld ist ein Finanzwert mit hoher wirtschaftlicher Bedeutung. Ein kluger Umgang mit finanziellen Ressourcen kann dich deinen Zielen näherbringen. Unkontrolliertes Geldausgeben hingegen schränkt deine Liquidität ein und führt im ungünstigen Fall zu finanziellen Engpässen.

Die Finanzplanung ist ein wichtiger Eckpfeiler, der auf die Zukunft ausgerichtet ist.

Ein Finanzplan sollte:

  • deine individuelle Situation berücksichtigen
  • genaue Angaben zu deinem Einkommen, Lebenshaltungskosten, Vermögenswerten und Schulden enthalten
  • langfristige und kurzfristige Ziele erfassen
  • Basis für Finanzentscheidungen sein
  • für unerwartete Ereignisse vorsorgen
finanzplan erstellen

Beispiele für Finanzplanung

Eine Finanzplanung spiegelt die aktuelle finanzielle Situation und die Ziele, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums erreicht werden sollen, wider. Der erste Finanzplan wird meistens schon während der Schulzeit erstellt, wenn es darum geht, eine Ausbildung oder ein Studium zu finanzieren. Vor wichtigen Ereignissen, wie einer Hochzeit, der Gründung einer Familie oder dem Bau eines Eigenheims ist eine sorgfältige finanzielle Planung von besonderer Bedeutung.

Der private Finanzplan unterscheidet sich durch einige Details von einem im Unternehmen üblichen Businessplan. In beiden Fällen dient die Planung dazu, einen Überblick über die eigenen Finanzen zu erhalten, um besser planen zu können. In der Finanzplanung wird zuerst die finanzielle Ist-Situation ermittelt. Die persönliche Finanzlage dient als Ausgangspunkt für die weitere Planung. Am Ende stehen die finanziellen Ziele und die Entwicklung einer Strategie, um diese zu erreichen.

Haushaltsbuch: praktischer Alltagshelfer

Ein Beispiel für die Finanzplanung privat ist das Haushaltsbuch. Obwohl häufig als altmodisch betrachtet, ist das Haushaltsbuch ein praktischer Helfer im Alltag, der vor unnötigen Ausgaben und falschen Finanzentscheidungen schützen kann. Es werden alle Einnahmen und Ausgaben in die dafür vorgesehenen Spalten eingetragen, sodass die festen Ausgaben ermittelt werden können. Geld zu sparen ist einfacher, wenn du deine Kosten kennst und weißt, wo es Sparpotenzial gibt.

Weitere Finanzplanung-Beispiele sind:

  • Investitionsplan
  • Kostenplan
  • Liquiditätsplanung
  • Finanzierungsplan
  • Kapitalbedarfsplan
  • Liquiditätsplanung

Dabei wird zwischen kurzfristiger (maximal ein Jahr), mittelfristiger (ein bis fünf Jahre) oder langfristiger Finanzplanung (mehr als fünf Jahre) unterschieden.

Wie erstellt man einen persönlichen Finanzplan? 5 Schritte

Wie erstelle ich einen Finanzplan? Damit die Finanzplanung auf einer soliden Basis steht und nichts vergessen wird, ist es wichtig, etwas Zeit und Recherche zu investieren. Deinen persönlichen Finanzplan erstellst du am besten schrittweise. Dies sind die 5 Schritte zur Entwicklung eines ausgewogenen finanziellen Plans, der dich absichert und dir die Erfüllung deiner Wünsche ermöglicht:

  1. Feststellung der Ist-Situation
  2. Ziele definieren
  3. Zeitrahmen festlegen
  4. Strategie entwickeln
  5. Über Maßnahmen entscheiden

Bevor du über Anlagemöglichkeiten oder Kostensenkung nachdenkst, geht es darum, deine aktuelle finanzielle Situation zu identifizieren. Dazu zählen dein monatliches Einkommen, deine Ersparnis, vorhandene Vermögenswerte (Immobilien, Autos, Aktien etc.), aber auch finanzielle Verpflichtungen wie Miete, Lebenshaltungskosten und Kredite.

Wo gibt es Sparpotenzial?

Notiere Einnahmen und Ausgaben und analysiere die Liste. Sind deine Kosten zu hoch? Wo gibt es Sparpotenzial? Werden deine Einnahmen in naher Zukunft steigen, beispielsweise durch eine Gehaltserhöhung?

Im zweiten Schritt definierst du deine finanziellen Ziele. Was möchtest du erreichen? Welchen Lebensstil planst du? Willst du ein Haus bauen oder in einer Mietwohnung leben? Möchtest du deinen Ruhestand im sonnigen Süden genießen, eine Weltreise finanzieren oder deine eigene Firma gründen?

Wenn du über deine Ziele entschieden hast, legst du im dritten Schritt den Zeitrahmen deiner Finanzplanung fest. Ein Finanzplan, der ausschließlich eine kurzfristige Zielsetzung enthält, sollte innerhalb einiger Monate nochmals überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Langfristige finanzielle Ziele können:

  • Immobilienerwerb
  • Absicherung des Ruhestands
  • Vermögensbildung

sein, während sich die kurzfristige Finanzplanung mehr auf zeitnahe Ereignisse, wie zum Beispiel:

  • Reparaturen im Haushalt
  • Anschaffung eines neuen Autos
  • Budget für die Klassenfahrt der Kinder

konzentriert. Sowohl bei der kurzfristigen als auch bei der langfristigen Finanzplanung wird ein Notfallfonds zur Deckung unvorhersehbarer Kosten eingeplant. Rechne damit, dass sich eine finanzielle Situation spontan ändern kann, beispielsweise durch Krankheit, Unfall oder Arbeitslosigkeit. Ein geringeres Einkommen hat auch Konsequenzen für deinen Lebensstandard, daher solltest du diese Faktoren bei der Finanzplanung berücksichtigen. Existenzrisiken können durch entsprechende Versicherungen abgesichert werden.

Strategie entwickeln

Der vierte Schritt der Planungsphase besteht darin, eine Strategie zu entwickeln, um deine Finanzziele zu erreichen. Welche Mittel könnten dafür geeignet sein? Kennst du Finanzprodukte, die dich überzeugen und zu deiner finanziellen Möglichkeiten passen?

Falls du dich mit der Vielzahl von Anlagemöglichkeiten und Sparplänen überfordert fühlst, ist eine Beratung bei einem kompetenten Finanz- oder Business Coach eine sinnvolle Option. Informiere dich zusätzlich selbst über Finanzstrategien und Kapitalanlage. Im Internet findest du zahlreiche Recherchequellen.

Wenn du im fünften Schritt über Maßnahmen entscheidest und deinen privaten Finanzplan erstellst, kommt es darauf an, dass die Anlagemöglichkeiten zu deinen Wünschen und finanziellen Bedürfnissen passen. In die Berechnung deiner Finanzplanung fließen alle zuvor gesammelten Fakten ein.

was ist ein finanzplan

Die schwierigsten Etappen der Finanzplanung

Einen Finanzplan zu erstellen, hört sich nicht kompliziert an. Die Finanzplanung privat unterscheidet sich jedoch vom Businessplan im Unternehmen. Fragst du dich, wie mache ich einen Finanzplan und mit welchen Herausforderungen muss ich dabei rechnen? Eine der schwierigsten Etappen der Finanzplanung ist die Festlegung finanzieller Ziele, wenn man noch nicht weiß, wie die Zukunft aussieht.

Bist du gerade in Ausbildung oder mitten im Studium, ist es nicht leicht, ein Budget festzulegen. In diesem Fall ist es ratsam, einen Grundbetrag zu errechnen, der monatlich benötigt wird, um Lebenshaltungskosten zu decken und den Lebensstandard zu ermöglichen.

Finanzielle Ziele sind von persönlicher Situation abhängig

Mit der persönlichen Situation ändern sich auch finanzielle Ziele. Bist du beruflich erfolgreich, sieht deine Finanzplanung anders aus als in einer ungünstigen Phase längerer Arbeitslosigkeit. Gründest du eine Familie, wird sich dein Finanzplan mit jedem Kind, das dein Familienleben verstärkt, ändern. Durch zusätzliche Ausgaben, aber auch Einnahmen (Kindergeld) muss die finanzielle Planung angepasst werden.

Um Fehler bei der Finanzplanung und dadurch bedingte Finanzengpässe zu vermeiden, solltest du dir Fragen stellen, wie: Brauche ich diesen Gegenstand wirklich? Muss ich die Ware (das Auto, den Urlaub) sofort haben? Ist es von Vorteil für meine Finanzplanung, wenn ich zunächst darauf verzichte und es erst später kaufe? Ein vorsichtiger Umgang mit Geld schützt in der Regel vor finanziellen Fehlentscheidungen.

Geld und Liebe: Finanzplanung in der Beziehung

Finanzplanung in der Beziehung ist ein heikles Thema. Vor allem, wenn einer von beiden wesentlich mehr verdient als der andere, kann es zu Unstimmigkeiten und Missverständnissen kommen. Sprich mit deinem Partner oder deiner Partnerin offen über Finanzen. Geld ist ein häufiger Streitpunkt in vielen Beziehungen.

Der beste Weg, um Beziehungsprobleme zu vermeiden, besteht darin, dieses Thema direkt anzusprechen. Habt ihr ein gemeinsames Konto oder legt ihr Wert auf getrennte Finanzen? Dies gilt es zu klären, bevor ihr eure erste Wohnung zusammen bezieht.

Wie ist deine Beziehung zum Thema Geld?

Was bedeutet Geld für dich und wie gehst du damit um, dass dein Lebenspartner oder deine Lebenspartnerin ein wesentlich höheres oder niedrigeres Einkommen hat? Der eigene Umgang mit finanziellen Mitteln ist meist durch das Elternhaus geprägt. So wie du aufgewachsen bist und den Umgang mit Geld erlebt hast, wirst du im Erwachsenenalter deine Finanzen verwalten. Um eine gemeinsame Basis für die Finanzplanung zu schaffen, solltest du wissen, wie die andere Person tickt.

Wie geht ihr mit Einkommens- oder Vermögensunterschieden um? Möglicherweise wird ein Partner später einmal viel erben oder erhält regelmäßig finanzielle Zuwendungen von den Eltern, während du jeden Cent selbst verdienen musst. Finanzen sind in einer Beziehung ein unbequemes Thema, das mit viel Emotionen verbunden ist.

Wenn man sich für einen Partner oder eine Partnerin entscheidet, ist es wichtig, diesen Menschen als Ganzes, mit seinen Stärken und Schwächen, aber auch seiner (oder ihrer) Herkunft und finanziellem Hintergrund zu akzeptieren. Füreinander Verantwortung zu übernehmen, bedeutet sich zu unterstützen und dies schließt auch finanzielle Aspekte ein. Über Geld zu diskutieren, sollte nicht die Partnerschaft gefährden.

Legt finanzielle Ziele in der Partnerschaft fest

Wer sich wegen geringerem Verdienst nicht gleichberechtigt an den monatlichen Haushaltskosten beteiligen kann, kann im Haushalt einige zusätzliche Pflichten übernehmen. Wichtig ist, dass ihr beide euch über die Finanzplanung Haushalt betreffend einigt. Einen allgemeingültigen Finanzplan für Paare gibt es nicht. Es hängt im Wesentlichen von der individuellen Situation und den finanziellen Möglichkeiten beider Partner ab, wie die Finanzplanung aussieht.

Vertrauen, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit sind wichtige Bausteine für eine Beziehung, die trotz finanzieller Engpässe hält. Bei der Finanzplanung in der Beziehung geht es darum, eine Lösung zu finden, mit der sich beide langfristig wohlfühlen. Kompromisse machen, die fair sind und niemanden benachteiligen, ist notwendig, wenn der Finanzplan Bestand haben soll.

Legt eure finanziellen Ziele fest und erstellt gemeinsam ein Budget. Passt eure Finanzplanung an eure Lebensumstände an. Entscheidet gemein, wofür ihr euer Geld ausgeben wollt.

Fazit

Eine strukturierte Finanzplanung sorgt für Übersicht über die Finanzen und ermöglicht die Verwirklichung finanzieller Ziele. Bei der Entwicklung einer Finanzstrategie werden die aktuelle Finanzlage sowie Pläne, die realisiert werden sollen, berücksichtigt.

In fünf Schritten lässt sich ein Finanzplan erstellen, der die persönliche Finanzsituation widerspiegelt und Anlagemöglichkeiten enthält, die dem eigenen Bedarf entsprechen. Die Finanzplanung dient als Grundlage zur Vermögensbildung und ermöglicht, Geld richtig anzulegen und zu verwalten.

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