Mental Coach: Ausbildung, Voraussetzungen und Aufgaben

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Mental Coach: Ausbildung, Voraussetzungen und Aufgaben

Die Bedeutung der mentalen Gesundheit hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Einen großen Einfluss auf diese hat Stress, und zwar Umfragen zufolge vor allem im Berufsleben. Neben Unternehmen wenden sich auch immer mehr Einzelpersonen hilfesuchend an Profis – die sogenannten Mental Coaches. Wenn auch du Menschen bei der Stressbewältigung helfen willst, lernst du alles Nötige in einer Mental-Coach-Ausbildung.

Mental Coaching: Unterstützung bei der Stressbewältigung

Der schnelllebige Alltag verlangt den Menschen heute einiges ab. Dabei sind es Studien zufolge insbesondere Schule, Studium und Beruf, die Druck erzeugen und dadurch Stress verursachen. Daneben sind hierzulande die eigenen hohen Ansprüche an sich selbst, zu viele Verpflichtungen und Termine in der Freizeit, soziale Konflikte und Krankheiten nahestehender Personen einige der größten Stressfaktoren. Letztendlich ist Stress sehr individuell und kann verschiedenste Ursachen haben. Oft kommen sogar gleich mehrere Faktoren zusammen. 

Ganz gleich, aus welchen Gründen sich jemand gestresst fühlt, ist es wichtig, Strategien für den Umgang damit zu entwickeln. Denn Fakt ist: Wer dauerhaft unter Stress steht und keinen Weg findet, mit ihm zurechtzukommen, läuft Gefahr, ernsthafter zu erkranken. Tatsächlich steigen seit Jahren die Fehltage aufgrund von psychischen Erkrankungen wie Burnout oder Depressionen

Junge Frau in schwieriger Lebenssituation schaut aus dem Fenster

Was macht ein Mental Coach?

Ein Mental Coach unterstützt Personen mit fachlichem Wissen und zielgerichteten Methoden dabei, Stress zu bewältigen und emotionale sowie mentale Stärke zu erlangen. Im Rahmen eines professionellen Mentalcoachings lernen Menschen, zukünftig im Alltag achtsamer zu sein und in stressigen Situationen selbst die nötigen Abwehrstrategien einzusetzen.

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Einsatzgebiete eines Mental Coaches

Der Begriff des Mentalcoachings ist dir vielleicht bereits seit mehreren Jahren aus dem Bereich Sport geläufig. Hier setzen vor allem Fußballteams schon lange auf die Expertise von Mental Coaches, um auch unter hohem Leistungsdruck fokussiert zu bleiben. Mental Coaches tragen jedoch mit ihrer Arbeit auch in anderen Sportarten zum Erfolg bei. Sie unterstützen den Trainerstab nicht nur in klassischen Sportarten wie Fußball, Tennis oder Golf, sondern werden vermehrt auch im E-Sport eingesetzt.

Wer sich für eine Ausbildung zum Mental Coach entscheidet, muss dies nicht zwingend mit der Absicht tun, im Sport tätig zu sein. Die Einsatzmöglichkeiten sind heute vielfältig:

  • freiberufliches Coaching von Einzelpersonen und/oder Gruppen im Neben- oder Hauptberuf
  • Anstellung in Unternehmen oder staatlichen Organisationen
  • Anstellung in Unternehmen für Personalentwicklung, die Firmen extern beraten
  • Anstellung bei Bildungsträgern oder in Behörden

Tatsächlich nehmen immer mehr große Unternehmen die Hilfe von Mental Coaches im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung in Anspruch. Beim Coaching bekommen Angestellte, und dabei insbesondere Führungskräfte, Methoden an die Hand, die ihnen zu einem optimierten Umgang mit Stress verhelfen. Hierzu zählen unter anderem auch spezielle Entspannungstechniken wie die progressive Muskelrelaxation. Ziel der Beratungen ist dabei, das Selbstbewusstsein zu stärken, das Wohlbefinden zu sichern, die Leistungsfähigkeit zu wahren und das Risiko längerer Ausfälle durch Burnout und anderen psychischen Erkrankungen zu reduzieren.

Ein männlicher Mental Coach führt ein Einzelgespräch mit einem jungen Mann

Die Aufgaben eines Mental Coaches

Während das Life Coaching einen ganzheitlicheren Ansatz bei der Beratung verfolgt, steht beim mentalen Coaching die Bewältigung von konkreten Alltagssituationen im Fokus, die das Potenzial für Stress und Überforderung bergen. Das Ziel des Coachings ist dabei, zu einer neuen inneren Haltung zu gelangen und aus dieser heraus mit den erlernten Werkzeugen souverän und entspannt mit stressigen Situationen umzugehen. Auf dem Weg dorthin behandelst du als Coach mit deinen Coachees beispielsweise die folgenden Schwerpunkte:

  • Identifizierung von Ängsten und hinderlichen Glaubenssätzen
  • Festlegung von persönlichen Zielen
  • Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten, z. B. in Konfliktgesprächen
  • geschicktes Lösen von Konflikten & cleveres Verhandeln
  • besseres Wahrnehmen der Umwelt
  • konstruktiver Umgang mit Herausforderungen
  • Erzeugung von Motivation
  • gezieltes Entspannen durch bewährte Techniken, z. B. Autogenes Training
Ein weiblicher Mental Coach arbeitet mit einer jungen Frau im direkten Gespräch ihre persönlichen Konflikte auf

Mentalcoaching vs. Mentaltraining: Wo liegen die Unterschiede?

Oft werden die Begriffe „Mentalcoaching“ und „Mentaltraining“ synonym verwendet. Tatsächlich zeigen sich bereits bei der näheren Betrachtung der Begriffe und ihrer Bedeutung deutliche Unterschiede

Mit dem Verb „trainieren“ ist das Einüben von Handlungen und auch Denkweisen durch systematische Wiederholungen gemeint. Trainer stehen dabei in der Hierarchie über den zu Trainierenden, zudem ist die Beziehung zwischen beiden eher distanziert. Im Übrigen ist es die Aufgabe von Trainern, vorab geeignete Trainingsmethoden festzulegen und den Ablauf des Trainings zu bestimmen.

Beim „Coachen“ besteht dieses Beziehungsgefälle nicht, vielmehr begegnen sich Coaches und ihre Coachees auf Augenhöhe. Unter anderem mit der Hilfe psychotherapeutischer Maßnahmen sollen Coachees lernen, sich selbst zu heilen, indem sie rückwirkend Fehler nachvollziehen. Coaches nehmen dabei eine beobachtende, analysierende und beratende Rolle ein und passen ihre Methoden individuell im Lauf des Mentalcoachings an.

Hieraus folgt auch, dass sich Mental Coaches in der Regel mit dem Coaching von Einzelpersonen befassen, während Mentaltrainer eher mit Gruppen arbeiten. 

Mental-Coach-Ausbildung: Welche Personen davon profitieren

Prinzipiell richtet sich die Ausbildung zum Mental Coach an alle, die sich Wissen und Methoden zum effizienten Stressmanagement aneignen wollen. Zusätzlich sollte ein Interesse am Coaching von Personen bestehen, schließlich geht es beim mentalen Coaching darum, anderen Menschen beim Umgang mit herausfordernden und stressigen Situationen zu helfen. 

Einige Personengruppen bringen bereits Vorkenntnisse und Kompetenzen mit, die sich als vorteilhaft erweisen können:

  • Personen, die in Unternehmen im betrieblichen Gesundheitsmanagement tätig sind
  • Personen, die im Bereich Human Resources tätig sind
  • Fitnesstrainer, Ernährungs- und Gesundheitsberater
  • Personen mit psychologischen, pädagogischen, medizinischen oder therapeutischen Vorkenntnissen

Da die Ausbildung zum Mental Coach auch grundlegende Techniken beim Coaching vermittelt, eignet sie sich durchaus auch für Personen, die in diesem Bereich einsteigen möchten und bislang keine Vorkenntnisse haben. 

Du willst Methodenkompetenz im Bereich Coaching aufbauen und eine Basis für weitere Spezialisierungen schaffen? In der Ausbildung zum Greator Life Coach vermitteln wir dir, wie du andere Personen dazu bringst, ihr volles Potenzial zu entfalten. Zu Beginn liegt der Fokus dabei ganz auf dir. Denn: Ein guter Coach kann nur werden, wer zuerst die eigenen Themen aufarbeitet und seine naturgegebenen Potenziale ausschöpft.


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Diese Voraussetzungen sollte ein Mental Coach mitbringen

Wenn du als Mental Coach arbeiten möchtest, solltest du grundsätzlich das Interesse am Thema Persönlichkeitsentwicklung sowie Begeisterung für die Arbeit mit Menschen mitbringen. 

Speziell wenn du noch jung bist, ist zudem ein selbstbewusstes Auftreten förderlich. Älteren Coaches schreibt man oft eine höhere Erfahrung und daher mehr Kompetenz zu, weshalb du beim Berufseinstieg besonders mit fachlicher Kompetenz glänzen solltest.

Weiterhin mitbringen solltest du den Willen, dich ständig weiterzuentwickeln und auch dich selbst zu hinterfragen. Neben einer hohen Lernbereitschaft ist zudem Kommunikationsstärke wichtig für die Arbeit als Mental Coach. Du solltest in der Lage sein, dich klar und verständlich auszudrücken und deine Ansprache an dein Gegenüber anzupassen. 

Hingegen ist eine extrovertierte Persönlichkeit keine Grundvoraussetzung. Ruhige Personen überzeugen nicht selten als besonders gute Zuhörer und drängen sich in der Beratung nicht unnötig in den Vordergrund. Im Übrigen lernst du im Rahmen der Ausbildung zum Greator Life Coach, selbstsicher aufzutreten und stark zu kommunizieren.

„In Deutschland ist die Verwendung des Begriffs „Coach“ nicht gesetzlich geschützt, womit jeder unter dieser Berufsbezeichnung tätig sein kann – also auch Personen ohne jegliche Ausbildung. Wer diese Tätigkeit professionell ausüben möchte, sollte dennoch unbedingt eine Zertifizierung anstreben. Vor allem Unternehmen, die Mental Coaches mit dem Training ihrer Angestellten beauftragen, werden auf die Unterstützung ausgebildeter Berater setzen. Und das ist gut so.“

Dank E-Learning: Ausbildung zum Mental Coach online möglich

Speziell die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, dass virtuelles Lernen dem Präsenzunterricht qualitativ in nichts nachstehen muss. Im Gegenteil: Für die Lernenden bringt es zahlreiche Vorteile, denn sie können orts- und teils sogar zeitunabhängig lernen. Aus- und Weiterbildungen berufsbegleitend zu absolvieren, ist so bei guter Organisation und mit der nötigen Eigenmotivation auch im Bereich Mental Coaching möglich.

Frau am Laptop absolviert ihre Coaching-Ausbildung online

Erfolgreiches Mental Coaching: So hilft die Ausbildung zum Greator Life Coach

Ebenso wie das Personality und Life Coaching sowie das Coaching von Kindern bringt auch das Mental Coaching eigene Methoden mit, die im Coaching-Prozess zur Anwendung kommen. Logisch also, dass bei einer Ausbildung zum Mental Coach dieses Know-how im Mittelpunkt steht. Speziell bei kürzer angelegten Aus- und Weiterbildungen können daher die Grundlagen des Coachings auch zu kurz kommen. Für den Einstieg ins Coaching Business empfiehlt sich daher eine Ausbildung, die genau diese Grundlagen vermittelt, die es braucht, ein guter und erfolgreicher Coach zu werden. 

Die Ausbildung zum Greator Life Coach bietet dir genau das! Im Rahmen der 9-monatigen Online-Ausbildung legst du zuerst den Grundstein, indem du mit der Hilfe von Top-Coaches auf deine eigenen Themen schaust. So lernst du bereits die Methoden und Instrumente kennen, die du später selbst in deiner Tätigkeit als Coach anwendest. Erst im zweiten Schritt befasst sich die Ausbildung mit den wichtigsten Coaching Tools. Zum Abschluss gibt es für dich ein Zertifikat, das als Eintrittsticket in den Coaching-Markt gilt. 

FAQ: Die wichtigsten Fragen zum Mental Coaching

Was macht ein Mental Coach?

Ein Mental Coach vermittelt Personen in Beratungssitzungen das nötige Know-how, um Stress zu bewältigen und zu mentaler und emotionaler Stärke zu finden. Mental Coaching leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Prävention stressbedingter psychischer Erkrankungen.

Wie wird man Mental Coach?

Generell gilt wie überall im Bereich des Coachings, dass sich zuerst einmal jeder Coach nennen kann. Im Rahmen von Aus- und Weiterbildungen kannst du jedoch zertifizierter Mental Coach werden. Hier erlernst du alle nötigen Coaching Tools – und das sogar meist online und berufsbegleitend.

An wen richtet sich die Ausbildung zum Mental Coach?

Geeignet ist sie prinzipiell für alle, die sich für Coaching interessieren und die Grundlagen erlernen wollen. Personen mit psychologischen, pädagogischen, medizinischen oder therapeutischen Vorkenntnissen erhalten mit der Mental-Coach-Ausbildung eine sinnvolle Weiterbildung.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Mental Coach?

Je nach Anbieter variieren die Ausbildungszeiten stark. Als Faustregel gilt wie so oft: Je länger die Ausbildung dauert, desto fundierter und angesehener ist sie auch. Die Ausbildung zum Greator Life Coach absolvierst du etwa über 9 Monate.

Wie hoch ist beim Mental Coach das Gehalt?

Dem Coaching Report 2017 zufolge verdienen Coaches, also auch Mental Coaches, pro Sitzung im Durchschnitt 145 €. Jährlich halten etablierte Coaches etwa 112 Sitzungen ab. Die meisten von ihnen sind selbstständig im Nebenberuf als Mental Coach tätig.

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Geprüft von Dr. med. Stefan Frädrich

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