Sexuelle Unlust bei Frauen: Komm wieder in deine Weiblichkeit

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Sexuelle Unlust bei Frauen: Komm wieder in deine Weiblichkeit

Es ist völlig normal, wenn du hin und wieder weniger Lust auf Sex hast. Das ist wie beim Essen, irgendwann bist du satt und brauchst eine Pause oder eine geschmackliche Veränderung, um wieder Appetit zu verspüren. Hat dein sexuelles Verlangen jedoch so stark nachgelassen, dass das die Partnerschaft belastet, dann solltest du etwas dagegen tun.

Sexuelle Unlust bei der Frau: Was steckt dahinter?

Die sexuelle Unlust bei der Frau zeigt sich an einem verminderten Verlangen nach Sex. Betroffene Frauen ergreifen beim Geschlechtsverkehr kaum die Initiative und fühlen sich nur schwach bis gar nicht zum Partner hingezogen. Charakteristisch sind fehlende sexuelle Fantasien und Gefühle.

Die Ausprägung der sexuellen Unlust ist von Frau zu Frau verschieden. Es gibt Frauen, die trotz allem eine sexuelle Befriedigung empfinden, aber auch solche, die eine starke Abneigung gegen sexuelle Handlungen aller Art verspüren. Übrigens: Männer sind in gleichem Maße von dem Problem betroffen.

Wann ist sexuelle Dysfunktion ein Problem?

Wie bereits erwähnt, ist eine vorübergehende sexuelle Unlust bei der Frau völlig normal. Dauert dieser Zustand ein halbes Jahr und länger an, dann liegt im medizinischen Sinn eine sexuelle Luststörung vor. Darüber hinaus belastet die sexuelle Unlust der Frau die Beziehung. In vielen Fällen leidet der Partner an unzureichender sexueller Befriedigung. Das birgt ein hohes Konfliktpotenzial.

Unterschied zwischen sexueller Unlust und anderen sexuellen Störungen

Die sexuelle Unlust bei der Frau manifestiert sich in einem Mangel an körperlichem Verlangen. Diesem kann eine sexuelle Störung zugrunde liegen, wobei dies nicht zwingend so sein muss. Zu den sexuellen Störungen der Frau gehören beispielsweise schmerzhafte Schleimhautwucherungen, Scheidenkrämpfe und allgemein Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Diese sind letztendlich dafür verantwortlich, dass die Frau keine Lust mehr empfindet.

sexuelles Verlangen

Die Ursachen für die sexuelle Unlust bei der Frau

Sexuelle Unlust bei der Frau ist ein weitverbreitetes Phänomen. Rund 30 bis 40 Prozent aller Frauen sind irgendwann in ihrem Leben davon betroffen. Häufig ist die sexuelle Unlust der Frau Teil einer Lebensphase, beispielsweise der Wechseljahre. Manchmal kommen auch mehrere Ursachen zusammen.

Die Ursachen für die sexuelle Unlust der Frau sind vielfältig. Folgende Faktoren beeinträchtigen das sexuelle Verlangen:

Physische Faktoren

In einigen Fällen ist die sexuelle Unlust der Frau körperlich begründet. Manchmal liegen gynäkologische Probleme, beispielsweise eine Endometriose mit Gewebewucherungen, vor. Schmerzen beim Sex trüben das Lustempfinden und lassen sich häufig auf eine zu trockene Scheide, aber auch auf Scheidenkrämpfe beim Vaginismus zurückführen. Chronische Blasenentzündungen und Pilzinfektionen rauben die Lust am Sex ebenfalls.

Darüber hinaus beeinflussen verschiedene Krankheiten die Libido negativ. Dazu gehören zum Beispiel Herz- und Gefäßerkrankungen, Diabetes, Schilddrüsenfehlfunktionen, Leberzirrhose, neurologische Defekte und Nierenschwäche.

Hormonelle Ursachen

In manchen Fällen erzeugt ein Hormonungleichgewicht die sexuelle Unlust bei der Frau. Typisch sind solche Beschwerden während der Wechseljahre. Zu den unangenehmen Begleiterscheinungen gehören eine zu trockene Scheide und infolgedessen Schmerzen beim Sex. Ein wirkungsvolles Mittel dagegen ist Gleitgel. Der Gynäkologe kann helfen, das Problem zu lindern.

Libidoverlust durch Medikamente

Darüber hinaus greifen verschiedene Medikamente, beispielsweise die Pille, in den Hormonhaushalt ein. Die hormonellen Veränderungen erzeugen bei manchen Frauen ein vermindertes sexuelles Verlangen. Einige Antidepressiva begünstigen ebenfalls eine sexuelle Lustlosigkeit. Mittel gegen zu hohe Blutfettwerte und Bluthochdruck, Medikamente zur Stärkung des Herzens und zur Entwässerung können die Libido ebenso beeinträchtigen wie Haarwuchsmittel.

Psychische Faktoren

Stress ist ein Lustkiller! Sexuelles Verlangen basiert auf psychosomatischen Prozessen. Viele Frauen leiden jedoch unter starken Belastungen in der Familie und im Beruf. Nach der Geburt oder bei Problemen in der Partnerschaft kommt es häufig zu einer sexuellen Unlust bei der Frau. Auch finanzielle Schwierigkeiten, Existenzängste und schwerwiegende Krankheiten im familiären Umfeld sorgen für Stress.

Außerdem lässt sich die sexuelle Unlust der Frau häufig auf eine Depression zurückführen. Psychische Traumata, Angst- sowie Persönlichkeits- und Zwangsstörungen beeinträchtigen das sexuelle Verlangen. Alkohol- und Drogenmissbrauch führen oft ebenfalls zu einem Libidoverlust.

Darüber hinaus erzeugt auch positiver Stress eine sexuelle Unlust bei der Frau. Zu viele aufregende Hobbys und ein voller Terminkalender lassen kaum noch Zeit für sexuelle Gefühle. Du bist innerlich aufgewühlt und hetzt von einem Erlebnis zum anderen. Die Liebe bleibt dabei auf der Strecke. Man spricht in diesem Zusammenhang vom sogenannten Freizeitstress.

Umwelt und soziale Faktoren

Wie bereits erwähnt, beeinflusst ein stressiges Umfeld die Libido negativ. Darüber hinaus können Frauen, die nie gelernt haben, ihren Körper zu akzeptieren, oder die in einem Umfeld mit sexuellen Tabus aufwuchsen, später an einem verminderten Verlangen leiden. Bei Frauen, die sich von ihren Männern nicht geachtet fühlen oder zu wenig Zuneigung, Wertschätzung und Liebe erhalten, erlischt die Lust ebenfalls.

Auswirkungen der sexuellen Unlust bei der Frau auf das persönliche Leben und Beziehungen

Sexuelle Unlust bei der Frau endet häufig in einem Teufelskreis. Die Frau möchte die Erwartungen ihres Partners erfüllen und lässt sich unter Druck setzen. Durch den Druck verschlimmert sich die Situation und es entstehen Blockaden, die die Libido schwächen. Infolgedessen leidet das sexuelle Selbstwertgefühl.

Gleichzeitig tut es dem Partner weh, wenn ihn die Partnerin abweist. Er fühlt sich ungeliebt und ist frustriert. Allgemein fördert die sexuelle Unlust der Frau die Entstehung von Beziehungsproblemen und gefährdet das emotionale Wohlbefinden beider Partner. Deshalb ist es wichtig, die sexuelle Gesundheit wieder herzustellen.

Methoden zur Überwindung der sexuellen Unlust

Die Methoden zur Wiederherstellung der weiblichen Sexualität unterscheiden sich je nach Ursache. Liegt dem Problem eine psychische Belastung zugrunde, dann kann ein effektives Stressmanagement die Lust wieder zum Leben erwecken. Nimm dir Zeit für deine sexuellen Bedürfnisse und lass dich weder unter Druck setzen noch ablenken. Mach deinen Kopf frei und denke nicht ständig über alltägliche und berufliche Dinge nach.

Es gibt außerdem verschiedene Methoden, die dir die nötige Entspannung verschaffen. Dazu gehören zum Beispiel das Autogene Training, Pilates, Yoga oder Nordic Walking an der frischen Luft. Die Bewegung baut Druck ab und fördert die Gelassenheit. Eine positive Lebenseinstellung hilft dir ebenfalls weiter. 

Unser Coaching hilft dir, Blockaden zu lösen und dein Selbstvertrauen zu stärken. Im Coaching wird der Coach gemeinsam mit dir schauen und herausfinden, wo die tiefe Ursache für deine sexuelle Unlust liegt. Ist es beispielsweise, weil du dich als Frau in deinem Körper nicht (mehr) wohlfühlst? Durftest du überhaupt jemals deine Weiblichkeit zulassen und leben? Wie wurde dir das als Kind vorgelebt? Welches Bild hast du von deinen Eltern mit auf den Weg bekommen? Fällt es dir schwer, loszulassen, zu vertrauen und dich dem Moment hinzugeben? Oder hast du das Gefühl, auch beim Sex leisten zu müssen?

Wie du siehst, es kann unzählige Gründe geben, warum du eine sexuelle Unlust verspürst. Vielleicht bist du ja bereit, für dich mal ein Coaching zu buchen, um der Ursache auf die Schliche zu kommen und dir zeitgleich ein schönes Geschenk zu machen. Denn das wird dir sicherlich ein ganz neues Körpergefühl vermitteln, wenn du deine Weiblichkeit wieder voll leben kannst.

Mehr Lust durch Selbstbefriedigung

Befriedigst du dich selbst, dann sensibilisierst du bestimmte Körperregionen und lässt dich leichter erregen. Du lernst deinen Körper und deine erogenen Zonen besser kennen und all das geschieht ohne Druck von außen. Gebe dich erregenden Gedanken hin und zeige dich auch hier von deiner experimentierfreudigen Seite. Erotische Filme bieten ebenfalls willkommene Anregungen.

Medizinische Interventionen und Behandlungen

Es gibt einige Medikamente, die laut Herstellerangabe die sexuelle Unlust bei der Frau beseitigen, indem sie zum Beispiel die Durchblutung fördern. Oft haben diese zumeist rezeptfrei erhältlichen Medikamente unangenehme Nebenwirkungen. Darüber hinaus können aphrodisierende Aromaöle mit Ylang-Ylang, Patchouli, Jasmin, Sandelholz, Moschus oder Vanille die Sinne anregen. Bei eindeutigen oder stärkeren körperlichen Beschwerden ist der Gynäkologe der beste Ansprechpartner.

Psychologische Beratung und Therapie

Ist das Sexleben mit den bereits genannten Maßnahmen nicht mehr zu retten, dann ist es an der Zeit für eine fachkundige Unterstützung. In manchen Fällen spielen Bindungsängste und schlechte Erfahrungen eine Rolle. Psychologen und Sexualtherapeuten helfen, wenn ein psychisches Problem die sexuelle Unlust bei der Frau verursacht. Häufig findet eine Paartherapie statt. Durch das Lösen von Blockaden erfolgt die Wiederherstellung der Libido.

Änderungen im Lebensstil und in den Gewohnheiten

Oft kommt die Lust durch mehr Abwechslung wieder zurück. In vielen Beziehungen verliert sich mit der Zeit das, was einst so prickelnd begann, in der Routine. Um der Langeweile entgegenzuwirken, darfst du ruhig einmal etwas Neues ausprobieren. Sei kreativ und bringe mit neuen Stellungen, Rollenspielen und Toys frischen Schwung ins Bett. Und vor allem: Setze dich nicht unter Zeitdruck. Es gibt momentan nichts Wichtigeres als Sex.

Kommunikation und Offenheit in Beziehungen

Offenheit ist bei einer sexuellen Unlust der Frau das Wichtigste in der Beziehung. Nur dann kann der Partner die Gründe nachvollziehen und sensibel darauf eingehen. Die sexuelle Unlust der Frau betrifft nicht nur sie selbst, sondern beide. Es ist wichtig, nach Lösungen zu suchen und das Problem gemeinsam zu beseitigen. Offenbarungen dieser Art sind ein wichtiger Vertrauensbeweis und Basis für eine gut funktionierende Partnerschaft.

Sexuelle Unlust bei der Frau: Liegen die Ursachen in der Kindheit?

Manchmal ist die Erziehung schuld an der sexuellen Unlust bei der Frau. Durch die Vermittlung eines falschen Bilds entstehen Blockaden im Kopf, die noch nach Jahrzehnten die Sexualität beeinflussen. Betroffene Frauen können sich nicht richtig fallenlassen und sind zu gehemmt. Das wirkt wie eine Lustbremse.

Die Ursachen dafür, dass viele Frauen kein positives Körperbild von sich selbst besitzen, liegen oft ebenfalls in der Kindheit. Fühlt sich eine Frau unattraktiv oder möchte sie einer bestimmten Erwartungshaltung entsprechen, dann führt das zu Selbstzweifeln und infolgedessen zu einer innerlichen Verkrampfung.

Zudem sind Mütter oft ein abschreckendes Beispiel. Vielen Frauen missfällt das, was ihnen die Mütter vorleben. Sie besitzen ein ganz anderes Bild von Schönheit und von dem, was das Leben ausmacht. Kurzum, sie können sich mit dem Frauenbild, das man ihnen vermittelt hat, nicht identifizieren und stehen in einem Zwiespalt.

Andere Frauen leiden an sexueller Unlust, weil sie nie Frau sein durften. Anstatt sich zu einer reifen Lady zu entwickeln, sollten sie immer das kleine liebe Mädchen bleiben. Erkennst du dich wieder? Wenn dem so ist, dann solltest du dich an einen guten Psychotherapeuten wenden. Dieser kann dir helfen, innere Blockaden zu lösen und deine weibliche Lust zu entfalten.

Fazit

Die sexuelle Unlust bei der Frau lässt sich selten auf körperliche Beschwerden zurückführen. Zumeist liegen die Gründe im psychischen Bereich. Ein offener Umgang mit dem Partner und die Fähigkeit, loszulassen, bringen in den meisten Fällen die Lust wieder zurück. Bei tieferliegenden Problemen hilft die Psychotherapie, die auch gemeinsam mit dem Partner stattfinden kann. Außerdem kann dir unsere kostenlose Masterclass „Selbstbewusster durch Coaching“ dabei helfen, dein Leben endlich selbstbestimmt und mutig zu leben! Kläre für dich auf, warum dein Selbstbewusstsein so viele deiner Lebensbereiche beeinflusst und welche Glaubenssätze dein Selbstbewusstsein schrumpfen lassen und klein halten.

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