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Schulstress – 11 Tipps, um Stress in der Schule zu überwinden

Lesezeit von 7 Minuten
Schulstress – 11 Tipps, um Stress in der Schule zu überwinden

Stress in der Schule entsteht aus unterschiedlichen Gründen. Während sich viele Schüler und Schülerinnen oft durch Leistungsstress unter Druck gesetzt fühlen, haben andere mit Stress durch Mobbing zu kämpfen. Unabhängig von der Ursache ist Schulstress jedoch sehr belastend. Hält die hohe Stressbelastung über längere Zeit an, können sich körperliche und seelische Symptome wie Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme, Ängste und Nervosität entwickeln.

Erst wenn die Stressoren erkannt sind, kann der Schulstress bewältigt werden. Hat dein Kind öfter Stress in der Schule? Mit unseren Tipps hilfst du deinem Nachwuchs, Schwierigkeiten zu überwinden, um wieder stressfrei zu lernen.

Definition von Schulstress: Was ist das?

Die offizielle Schulstress-Definition besagt, dass es sich um Stress im Zusammenhang mit der Schule handelt. Allerdings wird bei Schulstress zwischen zwei Arten von Stress – dem positiven und dem negativen Stress – unterschieden. Im positiven Sinn ist Stress ein Adrenalinschub, der besondere Leistungen ermöglicht. Diese Art von Stress tritt in Situationen auf, die wir als spannende Herausforderungen empfinden. In der Schule sind dies beispielsweise Referate, die vor der gesamten Klasse gehalten werden oder Prüfungen, auf die man sich gut vorbereitet hat.

In den meisten Fällen handelt es sich bei Schulstress jedoch um negativen Stress. Zu Schulstress kommt es häufig, wenn sich Schulkinder entweder unterfordert oder überfordert fühlen, gemobbt werden oder Lernschwierigkeiten haben. Eine besondere Form von Schulstress ist der Leistungsstress. Dieser entsteht, wenn Kinder zu hohe Ansprüche an sich selbst haben oder den anspruchsvollen Erwartungen ihrer Eltern entsprechen wollen.

Leistungsstress durch Angst vor schlechten Noten

Auch Angst vor schlechten Noten und die dadurch befürchteten Reaktionen von Lehrern, Eltern oder Mitschülern können zum Leistungsstress beitragen. Häufig haben Kinder Angst davor, für „weniger intelligent“ gehalten zu werden, wenn sie schwache Leistungen zeigen. In unserem modernen Zeitalter bekommen Kinder den Leistungsdruck schon im Vorschul- und Grundschulalter zu spüren.

Schulstress ist immer zugleich auch sozialer Stress, denn ungenügende Noten können zur Ausgrenzung führen. Häufig erleben Kinder ihre Schulumgebung als feindlich. Wer zum Außenseiter gemacht wird und sich nicht gegen aggressive Mitschülerinnen oder Mitschülern durchsetzen kann, empfindet den Stress in der Schule als etwas sehr Belastendes. Ein weiterer Stressfaktor mit negativen Auswirkungen auf die physisch-psychische Gesundheit ist eine nicht funktionierende Schüler-Lehrer-Beziehung.

Schulstress definition

Wie entsteht Schulstress?

Stress in der Schule kann verschiedenste Ursachen haben. Was kannst du tun, wenn dein Nachwuchs in der Schule überfordert ist? Hast du dir diese Frage bereits gestellt, weil deine Kinder schon Stresserfahrungen gemacht haben? In Deutschland soll bereits rund ein Viertel aller Grundschüler an Stress im Zusammenhang mit dem Schulbesuch leiden. Die häufigsten Ursachen für Schulstress sind:

  • Leistungsdruck
  • Mobbing durch Lehrer oder Mitschüler
  • Lernschwächen
  • Probleme im Elternhaus
  • Angst vor Lehrern oder Prüfungsängste
  • Überreizung durch Lärm oder Medienkonsum
  • Ineffektives Lern- oder Arbeitsverhalten

Warum haben Kinder Stress in der Schule?

Nicht jedes Kind empfindet das Lernen in der Schule als stressig. Warum leiden manche Kinder an Schulstress, während andere den schulischen Alltag spannend, interessant oder inspirierend finden? Ob wir Stress haben oder nicht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dabei spielt unsere Fähigkeit, stressige Situationen zu bewältigen, eine wesentliche Rolle.

Hat dein Kind gelernt, mit Stress umzugehen? Heutzutage ist der Leistungsdruck Schule und Universität betreffend, enorm hoch. Ein guter Schulabschluss gilt als wichtigste Voraussetzung, um ein Studium zu beginnen oder einen Ausbildungsplatz zu finden. Oft setzen die Eltern ihr Kind zusätzlich unter Druck, indem sie ausgezeichnete Noten erwarten.

Dahinter verbirgt sich meist der Wunsch, der Nachwuchs soll es später einmal „besser haben“ und Ziele erreichen, die Vater und Mutter verwehrt blieben. Vermeide zu hohe Ansprüche an dein Kind, denn diese können Schulstress auslösen oder verstärken.

Ursachen für Schulstress

Bei den Ursachen von Schulstress wird zwischen leistungsbezogenen und sozialen Gründen unterschieden. Zu den leistungsrelevanten Auslösern von Schulstress zählen:

  • Zu hohes Arbeitspensum
  • Angst vor schlechten Noten
  • Angst vor Bestrafung durch die Eltern oder Lehrer
  • Gefährdete Versetzung

Soziale Probleme, die zu Schulstress führen können, sind beispielsweise:

  • Konflikte mit anderen Schülern
  • Minderwertigkeitskomplexe
  • Kontaktarmut, Einsamkeit
  • Mangelnde Durchsetzungsfähigkeit gegenüber dominanten Mitschülern

7 häufige Symptome für ein überfordertes Kind

Wie macht sich Stress in der Schule bei einem Kind bemerkbar? Es ist bekannt, dass die Überforderung bei Kindern Symptome sowohl auf der körperlichen als auch auf der seelischen Ebene hervorrufen kann. Die sieben häufigsten Symptome, die darauf hinweisen, dass dein Kind überfordert ist, sind:

  1. Kopfschmerzen
  2. Schlafstörungen
  3. Ängste (Schulangst)
  4. Antriebslosigkeit
  5. Traurigkeit
  6. Appetitlosigkeit
  7. Magen-Darm-Probleme

Das typische Symptom, das zweifelsfrei auf Schulstress hindeutet, gibt es jedoch nicht. Während einige Schüler vor allem mit psychischen Symptomen auf zu viel Stress in der Schule reagieren, zeigen sich Schulprobleme bei anderen durch körperliche Beschwerden. Da Ängste, Aggressionen, Gereiztheit, Bauchschmerzen und Schwindel auch im Zusammenhang mit vielen Krankheiten auftreten, ist ein Arztbesuch sinnvoll, damit organische Ursachen ausgeschlossen werden können.

Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern können auf Schulstress, aber auch auf Probleme im Elternhaus zurückzuführen sein. Beobachte dein Kind, wenn du vermutest, dass es sich aus seinem sozialen Umfeld zurückzieht, nachts wachliegt oder Alpträume hat. Wenn sich schulische Leistungen plötzlich verschlechtern, ist eine Aussprache die beste Möglichkeit, die Gründe zu erfahren und deinem Kind helfen zu können.

Stress in der Schule

Was hilft gegen Schulstress?

Wenn dein Kind überfordert Symptome zeigt, die auf Schulstress hinweisen, benötigt es deine liebevolle Unterstützung. Stress in der Schule gibt es in jeder Jahrgangsstufe. Auch in der Grundschule, wo nach dem Unterricht noch viel Freizeit zum Spielen vorhanden ist, kann es zu stressigen Situationen kommen. In der Oberstufe und in Abschlussjahrgängen wird der Großteil des Tages mit Lernen verbracht.

Die meisten Jugendlichen kennen Schulstress daher aus eigener Erfahrung. Wichtig ist, dass dein Kind frühzeitig lernt, dass sich Stress nicht vermeiden lässt und es auch im späteren Berufsleben mit Stresssituationen umgehen muss. Positiver Stress kann sogar produktiv und stimulierend sein. Die Überforderung in der Schule darf allerdings nicht zum Dauerzustand werden.

Welche Gründe führen zum Schulstress? Sprich mit deinem Kind und entlarve die Stressfaktoren. Der erste Schritt beim Stressabbau besteht darin, die Stressoren zu vermeiden. Überhöhte Leistungserwartungen können erheblich stressen. Beim Lernen hat jedes Kind sein eigenes Tempo. Unterschiedliche Begabungen, Vorlieben und Abneigungen gegenüber bestimmten Schulfächern führen häufig dazu, dass Lernen und Hausaufgaben machen als stressig empfunden werden.

Dabei sollte die Bedeutung guter Noten nicht überschätzt werden. Lobe dein Kind für die Schulleistungen, aber vermeide übermäßige Kritik, wenn die Benotung einmal nicht so positiv ausfällt. Ein Schulkind sollte nie für eine schlechte Note bestraft werden. Viel wichtiger sind Bestärkung und Motivation. Vor Klassenarbeiten und Prüfungen entsteht oft Stress. Dies ist im schulischen Alltag ganz normal. Hält Schulstress jedoch über einen längeren Zeitraum an, ist es empfehlenswert, den Stressabbau zu fördern, um mögliche negative Folgen zu vermeiden.

Schulstress abbauen mit diesen 11 Tipps

Schulstress abbauen ist wichtig, damit sich dein Kind wieder auf die Hausaufgaben konzentrieren kann und gern zur Schule geht. Mit diesen elf Tipps gegen Schulstress hilfst du deinem Nachwuchs, Stress abzubauen und sich zu entspannen:

  1. Verbringe Zeit mit deinem Kind
  2. Sorge für Ausgleich nach dem Unterricht
  3. Bringe Struktur in den Tagesablauf
  4. Vermeide Hektik und Termindruck
  5. Entspannungsübungen helfen beim Stressabbau
  6. Lobe dein Kind öfter
  7. Unterstütze es beim Lernen
  8. Stärke das Selbstbewusstsein deines Kindes
  9. Gesunde Ernährung kann gegen Stress helfen
  10. Sport fördert die körperliche und seelische Gesundheit
  11. Gemeinsam Lachen erhöht die Stressresistenz

Eine stressfreie Schule gibt es wohl kaum. Deshalb ist es wichtig, dass Kinder schon frühzeitig lernen, mit Stress umzugehen. Nach stundenlangem Stillsitzen im Unterricht brauchen Schüler einen Ausgleich. Sorge dafür, dass genügend Zeit zum Spielen und Toben zur Verfügung steht. Treffen mit Freunden, Sport, Lesen, Basteln oder Musik hören tragen zum Entspannen bei und können Schulstress mindern.

Entspannungsübungen gegen Stress

Ein stabiles häusliches Umfeld, in dem Kinder sich geborgen und sicher fühlen, ist die beste Vorbeugung vor Stress in der Schule. Lobe dein Kind für gute Leistungen und stärke dadurch das kindliche Selbstbewusstsein. Strukturiere den Tagesablauf, sodass unnötiger Termindruck und Hektik vermieden werden. Plane Zeitpuffer ein, damit dein Kind sich den Hausaufgaben widmen und in Ruhe lernen kann.

Entspannungsübungen zählen zu den bewährten Anti-Stress-Methoden. Yoga, autogenes Training und Meditation sind auch für Kinder geeignet und leicht zu erlernen. Beim Kinderyoga kann dein Kind abschalten und entspannen. Manchmal genügt ein Spaziergang durch die Natur mit Eltern und Geschwistern, um den Schulstress zu vergessen. Gute familiäre Beziehungen stärken das Sicherheitsgefühl und Selbstbewusstsein von Kindern.

Durch Loben und Anerkennung zeigst du deinem Kind, dass es wertgeschätzt wird und du immer da bist, um es zu unterstützen. Während ein Lob bei guten Leistungen selbstverständlich sein sollte, ist auch Trost wichtig, wenn die Klassenarbeit nicht so gut ausgefallen ist.

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So kannst du dein Kind unterstützen

Kinder, die an Schulstress leiden, benötigen die Liebe und Unterstützung der Eltern. Zeige Verständnis und unterstütze deinen Nachwuchs proaktiv. Es ist wichtig, dass Kinder zu Hause über schulische Probleme sprechen können. Werden negative Gefühle unterdrückt, staut sich der Schulstress. Die Folge davon ist, dass die Stress-Symptome stärker werden.

Du musst keinen Druck ausüben, um deine Kinder zu Leistungen zu bewegen. Die innere Motivation ist wesentlich wichtiger, wenn es darum geht, mit Schulstress fertig zu werden. Eltern erwarten häufig Spitzenleistungen und sind zu sehr auf den Erfolg ihrer Kinder fixiert. Dauerhaft Höchstleistungen zu erbringen, ist jedoch selbst für Erwachsene nicht möglich.

Hat dein Kind ständig Schulstress und du kannst dir die Ursache dafür nicht erklären? Wenn Stress-Symptome die Lebensqualität beeinträchtigen, kann professionelle Hilfe bei einem Kinderpsychologen oder Kinderpsychiater notwendig sein. Zu den häufigsten Ursachen von Schulstress zählen Lernschwächen sowie ineffizientes Lernen.

Lerncoach für Kinder

Hier erweist sich das Lerncoaching, das auf einem ganzheitlichen Ansatz basiert und die Individualität des einzelnen Kindes berücksichtigt, als hilfreich. Du kannst die Methode selbst erlernen, indem du eine Ausbildung zum Lerncoach machst. Lerncoach-Techniken sind nicht mit klassischer „Nachhilfe“ gleichzusetzen. Bei diesem Konzept geht es darum, Lerndefizite und Lernstörungen zu erkennen. Ein professioneller Lerncoach analysiert das zugrunde liegende Problem und schlägt fachkompetente Lösungsmöglichkeiten vor.

Bei Kindern und Jugendlichen, die aufgrund ihrer Leistungsschwäche an Schulstress leiden, schließt die fachliche Beratung oft die gesamte Familie ein. Die wesentlichen Aufgaben eines Lerncoaches bestehen im Erkennen von Lerndefiziten und Lernstörungen, der Ausarbeitung individueller Lösungsstrategien sowie der Förderung von Verantwortungsbewusstsein und selbstständigem Arbeiten. Außerdem kümmert sich der Coach um die praktische Umsetzung moderner Lerntheorien.

Meist gelingt es, mit einfachen Tipps gegen Stress in der Schule für Entspannung zu sorgen. Damit dein Kind Schulstress überwinden und effizient lernen kann, ist deine liebevolle Unterstützung die größte Hilfe.

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