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Selbstwirksamkeit – wie du dich selbst besser kennenlernst

Selbstwirksamkeit – wie du dich selbst besser kennenlernst

Der Glaube an die eigene innere Kraft hilft dir in vielen Situationen: Die Selbstwirksamkeit ist ein wichtiger Schlüssel dazu. Das Vertrauen in deine individuellen Fähigkeiten, der zukunftsorientierte Blick, die Bewältigung von schwierigen Herausforderungen – all das ist eng miteinander verbunden. Für eine gute Resilienz brauchst du also eine entsprechend starke Selbstwirksamkeit.

Doch was bedeutet Selbstwirksamkeit überhaupt? Ebenso wie Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl wird sie von vielen Faktoren beeinflusst. Die gute Nachricht ist: Du kannst deine Selbstwirksamkeit trainieren. Mit Unterstützung bei der Selbsterkenntnis und gezielten Übungen gelingt es dir, dich von innen heraus zu stärken.

Was ist Selbstwirksamkeit?

Der US-amerikanische Psychologe Albert Bandura führte in den 1960er Jahren intensive Studien zur Selbstwirksamkeit durch. Er hat den Begriff geprägt und ist auch für die Definition der Selbstwirksamkeit verantwortlich.

Die Selbstwirksamkeit laut Bandura bezeichnet die persönliche Überzeugung, bestimmte Herausforderungen selbstständig zu bewältigen. Er führte zahlreiche Experimente durch, um festzustellen, wie sich die menschlichen Verhaltensweisen und Denkmuster beeinflussen lassen. Dabei fand er heraus, dass die meisten Menschen erst dann handeln, wenn sie glauben, dass die geplante Aktion auch Erfolg hat.

Für Bandura ist Selbstwirksamkeit der Punkt, an dem die eigene Überzeugung zur Aktion führt. Der englische Begriff self-efficacy beliefs beinhaltet auch den Glauben, der für die positive Einstellung wichtig ist. Dieser spielt eine wesentliche Rolle auf deinem Weg in die erfolgreiche Zukunft. Mit der nötigen Überzeugung und inneren Zugkraft geht es vorwärts, über Hindernisse und Stolpersteine hinweg.

Die Selbstwirksamkeitserwartung – glaubst du an dich selbst?

Die eigenen Gedanken und die innere Einstellung haben großen Einfluss auf die Handlungen und damit auch auf den individuellen Erfolg. Doch wenn du selbstwirksam handelst, geht es nicht nur um den inneren Zuspruch. Du kannst dir einreden, dass du eine bestimmte Aufgabe schaffst – doch für die nötige innere Stärke brauchst du auch den Glauben daran.

Wie gut deine Erfolgschancen sind, hängt unter anderem von deinem persönlichen Charakter und von den bisherigen Erfahrungen ab. Wenn deine Selbstwirksamkeitserwartung positiv ist, nimmst du gerne eine Herausforderung an. Bei fehlender Selbstwirksamkeits-Überzeugung steckst du hingegen lieber zurück.

Das Selbstwirksamkeits-Prinzip von Bandura lässt sich für verschiedene Zwecke nutzen. Vor allem in den folgenden Bereichen führt es zu nachweislichen Fortschritten:

  • In der Gesundheitsprävention hilft selbstwirksames Handeln beim Entzug von Alkohol und Nikotin.
  • In der Psychotherapie lassen sich Ängste und andere Probleme bekämpfen.
  • Im Sport ist eine gezielte Leistungssteigerung möglich.

(Quelle: Selbstwirksamkeit - Lexikon der Psychologie)

Warum lohnt es sich, die Selbstwirksamkeit zu stärken?

Nach einem Erfolgserlebnis fühlst du dich stark – und beeinflusst damit deinen weiteren Weg. Der positive Effekt ist nicht zu übersehen. Mit mehr Mut und dem Glauben an dich selbst schreckst du auch vor größeren Problemen nicht zurück. Falls doch einmal etwas nicht optimal klappt, bist du nicht sofort frustriert, wenn du bereits genügend gute Erfahrungen durch selbstwirksames Handeln gemacht hast.

Neben dem beruflichen Erfolg und einem guten Durchhaltevermögen profitierst du von dem guten Gefühl, das dir deine innere Stärke vermittelt. Du bestimmst selbst über deine Entscheidungen und lässt dich nicht von Rückschlägen irritieren. Dadurch reduzieren sich deine Ängste, die beim genaueren Hinsehen ohnehin irrational sind.

Selbstwirksamkeit fördern – so kommst du voran

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Selbstwirksamkeit zu stärken. Im Fokus stehen die eigenen Erfahrungen, doch auch Vorbilder können helfen. Wichtig ist auch ein gutes soziales Netz. Zudem solltest du achtsam mit dir selbst sein und deine eigenen Emotionen prüfen. Im besten Fall halten sich Intuition und Selbstkontrolle die Waage.

1. Positive, eigene Erfahrungen sind besonders wichtig, wenn du ein bestimmtes Ziel erreichen willst. Wenn du bereits mehrere Vorhaben realisiert hast, kannst du auf einen gewissen Erfahrungsschatz zurückblicken. Je mehr Projekte du durchführst, desto leichter fällt es dir, die nächste Aufgabe anzugehen. Mit einer positiven Einstellung und einem realistischen Ziel hast du das nötige Werkzeug dafür. Die Bewältigung einer großen Herausforderung macht dich besonders stolz, doch du solltest nicht zu hohe Ansprüche an dich stellen.

2. Mit Vorbildern kannst du Modelllernen: Hier siehst du, wie andere Menschen zum Erfolg kommen. Das kann ein Kollege sein oder ein anderes Idol, dem du nacheiferst. Für eine starke Identifikation solltest du dir ein Vorbild aussuchen, das dir ähnelt – oder eine vergleichbare Situation. Dadurch verstärkt sich der Lerneffekt.

3. Der Zuspruch durch deine Familie und Freunde ermutigt dich. Der soziale Rückhalt kann zur treibenden Kraft werden und stärkt deine eigene Motivation. Allerdings sollte das Ziel realistisch sein und zu deinen Ambitionen passen, sonst führt der scheinbare Erfolgsweg zu einem negativen Erlebnis.

4. Wenn du die körperlichen Signale im Blick behältst, kannst du notfalls schnell darauf reagieren. Zitternde Hände vor einer Prüfung, ein erhöhter Puls schon vor dem Wettrennen – das können Zeichen für eine Überlastung sein. Für die verschiedenen Aufgaben braucht dein Körper jedoch ausreichend Ressourcen. Darum kann es nötig sein, die Emotionen zu kontrollieren.

Selbstwirksamkeit stärken – so kommst du weiter

Selbstwirksamkeit, Achtsamkeit und Resilienz – diese Eigenschaften machen dich weniger anfällig gegen den täglichen Stress. Gleichzeitig stärken sie dich für schwierige Aufgaben, sei es im Berufsleben oder im privaten Umfeld. Du bleibst gelassen und bist bei kleinen Rückschlägen nicht gleich frustriert.

Die Selbstwirksamkeits-Pyramide steht auf einer breiten Basis, die sich aus mehreren Bausteinen zusammensetzt. Wenn sich alle Teile fest zusammenfügen, hast du eine stabile Grundlage für dein Vorankommen – und für die angestrebte Selbstwirksamkeit.

Das erste, unterste Element ist die Selbsterkenntnis, auf der Selbstakzeptanz und die Liebe zu dir selbst fußen. Wenn du dich selbst erkennst, akzeptierst und liebst, wächst dein Selbstvertrauen. Dieses wirkt sich wiederum auf die Selbstsicherheit aus – und führt zur Spitze der Selbstwirksamkeit. Sie beinhaltet die Aussage, dass du selbst etwas bewirken kannst, nicht nur für dich, sondern auch für deine Umgebung.

4 Selbstwirksamkeits-Übungen, die dich stärken

Zur inneren Stärkung der Selbstwirksamkeit gibt es gezielte Übungen, die sich an den grundlegenden Zusammenhängen orientieren. Bist du bereit, an dir zu arbeiten? Damit hast du bereits eine wichtige Voraussetzung geschaffen, um dein Leben zu verändern. Wie du mit selbstbewusstem und überlegtem Handeln weiterkommst, zeigen dir die folgenden vier Übungen.

  1. Lerne deine Stärken kennen. Welche Fähigkeiten hast du? Welche Erfolge kannst du bisher verbuchen? Notiere deine positiven Erfahrungen und mach dir deine Skills bewusst.
  2. Auf der Basis deiner Skill-Liste legst du bestimmte Ziele für dich fest. Hier ist es wichtig, deine Stärken richtig einzuschätzen. Eine gewisse Herausforderung fördert die Motivation, du darfst es dir also nicht zu leicht machen. Zu schwierig sollte es aber auch nicht sein – möglicherweise ist es sinnvoll, das Vorhaben in mehrere Schritte zu unterteilen. Wenn du einen Meilenstein erreicht hast, genießt du bereits das erste Erfolgserlebnis und machst beschwingt weiter.
  3. Eine Vertrauensperson kann dir dabei helfen, selbstwirksam zu handeln. Besonders gut funktioniert ein solches Vorhaben, wenn deine Begleitung bereits auf einem fortgeschrittenen Selbstwirksamkeits-Level ist. Entsprechend effektiv ist die beratende Unterstützung. Das Feedback einer anderen Person hilft dir bei der eigenen Selbsterkenntnis und macht dir zudem Mut.
  4. Wenn du einen Erfolg erzielt hast, bestätigst du dir, dass du gut bist. Diese Selbstkonditionierung stärkt deine positiven Gefühle. Sie funktioniert natürlich nur mit dem Fortschritt, den du tatsächlich erreicht hast. Eigenlob hat eine aufbauende Wirkung und ist hier nicht nur erlaubt, sondern sogar empfehlenswert.
Glaubenssätze, Hürden und Ziele

Glaubenssätze, Hürden und Ziele – typische Begleiter bei der Persönlichkeitsentwicklung

Die Übungen zu mehr Selbstwirksamkeit helfen dir dabei, mit Rückschlägen klarzukommen. Durchhaltevermögen musst du erst trainieren. Eingefahrene Gewohnheiten lassen sich nicht von jetzt auf gleich ablegen – auch wenn du weißt, dass sie schädlich sind. Alte Glaubenssätze machen es dir schwer, an deine neue innere Kraft zu glauben oder dein inneres Kind zu stärken.

Wichtig ist, dass du deine Ziele im Auge behältst und nicht zu früh aufgibst. Möglicherweise hast du einige Träume zu hoch angesetzt, dann darfst du sie natürlich anpassen. Hier kommt es auf die richtige Balance zwischen Selbsteinschätzung und Selbstmotivation an.

Nach der Überwindung von negativen Glaubenssätzen („Ich bin zu schwach/dumm/undiszipliniert dafür“) fällt es dir leichter, die Hindernisse zu bewältigen und Konfliktbereitschaft zu zeigen. Aus der Nähe und ohne Angst betrachtet, verwandelt sich das große Problem in eine Aufgabe, die du gezielt lösen kannst. Diese Herangehensweise verändert nicht nur deine beruflichen Perspektiven, sondern hat auch Einfluss auf dein privates Umfeld.

Lerne, wer du bist – der erste Schritt zu mehr Selbstwirksamkeit

Unser kostenloser Persönlichkeitstest hilft dir dabei, dich selbst kennenzulernen. Über die Fragen und Antworten erfährst du mehr über deine eigenen Prioritäten. Die anschließende Einschätzung lässt dich deine persönlichen Verhaltensmuster besser verstehen. Auf der einen Seite siehst du deine Stärken, auf der anderen erkennst du, wo du dein Potenzial noch nicht voll ausnutzt.

Selbsterkenntnis und persönliche Weiterentwicklung basieren auf komplexen psychologischen Zusammenhängen. Durch den Persönlichkeitstest werden dir deine eigenen Charaktereigenschaften deutlich bewusst. Das ist enorm wichtig, um an deinem selbstwirksamen Verhalten zu arbeiten. Mit dem Wissen über deine eigenen Prioritäten und Stärken kannst du dein Leben selbstbestimmt gestalten.

Das Ergebnis des Greator Persönlichkeitstests gehört dir allein. Was willst du damit anfangen? Bei Greator zeigen dir erfahrene Coaches, was möglich ist und wie du deine Fähigkeiten und Stärken optimal nutzt. Gerade am Anfang kann es oft zu Rückschlägen kommen – umso wichtiger ist eine professionelle und empathische Begleitung.

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Geprüft von Dr. med. Stefan Frädrich

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