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Selbsterkenntnis – der erste Schritt zur Selbstliebe

Lesezeit von 6 Minuten
Selbsterkenntnis – der erste Schritt zur Selbstliebe

Weißt du, was dein Warum ist? Oder fragst du dich täglich, ob du auf dem richtigen Weg bist? Das Motto „Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung“ klingt logisch. Doch bis du ans Ziel kommst, kann es lange dauern. Schmerzhafte Enttäuschungen bringen dich womöglich ins Grübeln. Dann ist da noch der große Unterschied zwischen deinem Selbstbild und dem Eindruck, den andere von dir haben.

Passt du dich an deine Mitmenschen an oder stehst du selbstbewusst im Leben? Mit mehr Selbsterkenntnis und einem starken Charakter kommst du beruflich und auch privat besser voran. Es lohnt sich auf jeden Fall, dich selbst besser kennenzulernen.

Selbstkenntnis Definition: Was ist das?

Was Selbsterkenntnis bedeutet, erklärt sich beim ersten Blick auf das Wort. Es geht um die Erkenntnis der eigenen Person. Wenn du dich selbst erkennen willst, ist eine gewisse Selbstkritik nötig. Warum hast du diesen Job gewählt, obwohl du doch eine andere Qualifikation hast? Hindern dich womöglich Minderwertigkeitskomplexe am Weiterkommen? Bist du nicht sicher, was du wirklich willst?

Selbsterkenntnis bedeutet, dass du dich selbst richtig einschätzt. Sie setzt eine gründliche Selbstreflexion voraus und schützt dich vor Selbsttäuschung. Wer sich selbst nicht richtig kennt, neigt dazu, sich zu unterschätzen – und schon kommt es zu Komplexen. Auch die Selbstüberschätzung ist möglich: Die beobachtest du bei anderen eher als bei dir selbst.

Das Problem bei der Selbsterkenntnis besteht darin, dass du viele Dinge automatisch tust. Ohne langes Nachdenken erledigst du deine Aufgaben wie gewohnt – weil die anderen sagen, dass du es kannst, oder weil du sie einfach nicht infrage stellst. Darum ist es so wichtig, deine Talente und deine Träume zu kennen.

3 Beispiele für Selbsterkenntnis

Manchmal fragst du dich selber: Wie gut kenne ich mich? Du überlegst dir, ob deine Arbeit zielführend ist und ob dich deine privaten Aktivitäten bereichern. Du möchtest deine Persönlichkeit weiterentwickeln und dich „bessern“? Genau dazu verhilft dir die Erkenntnis deiner eigenen Fähigkeiten und Interessen. Ein Blick auf die folgenden Beispielfälle zeigt dir, was passieren kann – im Positiven, aber auch im Negativen.

Selbsterkenntnis Beispiel 1:
Ein Schüler hört von seinen Eltern und Lehrern, dass er kein Sprachgefühl hat und deshalb immer Probleme mit Englisch und anderen Fremdsprachen haben wird. Nach den ersten schlechten Noten glaubt er es selber. Er übernimmt die Vorstellungen und versucht es gar nicht erst mit Lernen. Irgendwann bekommt er eine neue Lehrerin, die ihn motiviert – und er erhält immer bessere Noten. Das liegt nicht nur am Lehrerwechsel, sondern an seinem Lerneifer und der positiven Erkenntnis: Er kann es ja doch!

Beispiel 2:
Jemand spielt schon seit Jahren Tennis, weil seine Freunde gesagt haben: Komm doch mit, das ist was für dich. Er bleibt stur beim Tennis, obwohl er viel lieber etwas anderes ausprobieren möchte. Immer wieder schielt er zum Tanzsportverein hinüber, doch seine Kumpel lachen ihn nur aus. Das bedrückt ihn auf Dauer und bringt ihn dazu, den Sport ganz aufzugeben.

Beispiel 3:
Der Einstieg in das elterliche Geschäft ist bei vielen jungen Leuten vorgezeichnet. Nach der Ausbildung zum Verkäufer übernehmen sie den Laden. Das ist einfacher, als sich selbst etwas auszudenken – oder gegen den Willen der Eltern zu studieren. Doch mit der Zeit kommt die Unzufriedenheit: Das ist ein Zeichen dafür, dass sie gegen ihre eigene Überzeugung handeln.

Selbsterkenntnis vs. Selbst-Bewusstsein

Selbsterkenntnis und Selbstbewusstsein sind eng miteinander verbunden. Die Selbstbeobachtung und Selbstkritik helfen dir dabei, dein eigenes Denken und deine Handlungen zu analysieren. Das Selbstbewusstsein kommt meistens vor der Erkenntnis. Denn erst das objektive Bewusstsein über das eigene Ich bringt dich auf die nötige Distanz, um deine Eigenschaften, Werte, Kräfte und Möglichkeiten auszuloten.

Selbstbewusstsein bedeutet, das eigene Selbst bewusst wahrzunehmen. Du betrachtest dein Wesen als ganzheitliche Einheit aus Körper, Geist und Seele. Die Selbsterkenntnis führt diesen Gedanken weiter und leitet dich von den Meinungen der anderen fort.

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9 Gründe für mehr Selbsterkenntnis

Warum ist Selbsterkenntnis wichtig? Sie ist mehr als nur der erste Schritt zur Verbesserung. Sie stärkt deine soziale Kompetenz, macht dich glücklicher und zufriedener. Wenn du dich selbst gut kennst, kannst du leichter Entscheidungen treffen und weißt, wohin es in deinem Leben geht. Die folgenden Gründe zeigen dir, warum es sinnvoll ist, sich selbst auf die Schliche zu kommen: Du …

  • Erkennst, dass du mehr kannst, als du dachtest.
  • Wirst selbstsicherer und souveräner.
  • Deine erreichten Ziele und Erfolge werden dir bewusst.
  • Wirst resilienter (gesundheitlich und mental).
  • Lässt dich nicht mehr so leicht manipulieren, sondern wirst selbstbestimmter.
  • Deine Zielstrebigkeit verbessert sich.
  • Dein Freundeskreis verändert und verbessert sich.
  • Fühlst dich ausgeglichener und glücklicher.
  • Genießt mehr Lebensqualität.

Deine neue Selbstsicherheit hilft dir dabei, schwierige Situationen zu bewältigen. In einem Bewerbungsgespräch musst du nicht lange überlegen, wenn du nach deinen typischen Charakterzügen gefragt wirst. „Verantwortungsbewusst“ oder „fleißig“, das sagen alle. Wähle ein ungewöhnliches Adjektiv, das dich von anderen abhebt. Erkenne deine Stärken und Schwächen – und bleibe ehrlich.

Positive Nebenwirkungen durch mehr Selbsterkenntnis

Wenn du dich weiterentwickelst und an deiner Selbsterkenntnis arbeitest, kannst du auch deine früheren Emotionen und Reaktionen besser verstehen. So überwindest du schlechte Erfahrungen und kannst deine Zukunft motiviert und aktiv gestalten. Es fällt dir leichter, deine beruflichen Chancen realistisch einzuschätzen – und auch deine privaten Probleme zu lösen.

Indem du dir deine Stärken und Schwächen bewusst machst, wächst dein Selbstbewusstsein. Du fühlst dich auch großen Herausforderungen gewachsen. Interessanterweise kannst du auch das Verhalten von anderen Menschen besser einschätzen.

Mit einem guten Selbstbewusstsein sind Enttäuschungen leichter zu verkraften. Falls etwas nicht so läuft wie geplant, wirft es dich nicht gleich komplett aus der Bahn: Rückschläge gehören zum Leben dazu und sind nicht immer vorherzusehen. Du spürst zwar deine Enttäuschung und deine negative Reaktion darauf, doch du weißt, damit umzugehen. Diese Gelassenheit stärkt dich für schwierige Phasen und lange Durststrecken.

6 Tipps und Übungen: Wie gewinne ich Selbsterkenntnis?

Wenn du dein Selbst erkennen willst, stehen dir mehrere Wege offen. Wie du zur Ursache deiner Gefühle und Handlungen kommst, hängt von deiner inneren Einstellung ab – von deinem Mut, deinen Hoffnungen und Ängsten.

  • Du willst wissen, warum du so bist, wie du bist? Dafür hilft es, die Vergangenheit bewusst zu verarbeiten. Oft sind es Kindheitserlebnisse, die zu Komplexen oder anderen Problemen führen.
  • Wenn die Beschäftigung mit der eigenen Vergangenheit schwerfällt, hilft der Weg zum Psychotherapeuten. Dieser begleitet dich bei deinem Blick in die Kindheit und hilft dir bei der Selbstanalyse.
  • Wer bin ich und was will ich? Was kann ich und wo will ich mich noch verbessern? Mit einem Selbsterkenntnis-Test machst du dir deine wesentlichen Charakterzüge bewusst. Einen solchen Test kannst du vor großen Entscheidungen (privat oder beruflich) durchführen. Am besten schreibst du deine Gedanken dazu auf, um eine gute Basis für deine Entscheidung zu haben.
  • Analysiere dich selbst, indem du dein Verhalten in einer bestimmten Situation beobachtest. Welche Dinge beeinflussen dich dabei? Handelst du aus einem besonderen Impuls heraus oder ist es reine Gewohnheit? Welche Gedanken, Zweifel und Hoffnungen begleiten dich dabei?
  • Was prägt mich – wofür begeistere ich mich? Wenn du diese Fragen beantworten kannst, bist du mit deiner Selbstbeobachtung und -erkenntnis schon weit gekommen.
  • Die ganzheitliche Selbsterkenntnis funktioniert mit meditativen Übungen. Eine geführte Meditation ist ein guter Einstieg, um deine persönliche Gedankenwelt und deine Motivation genauer kennenzulernen. Mit der Zeit verhelfen dir die Meditationsübungen zu mehr Gelassenheit und reduzieren den Stresspegel.

6 Meilensteine auf dem Selbsterkenntnis-Trip

Der Weg zur Selbsterkenntnis braucht Zeit. Er führt an Hindernissen vorbei, kreuzt manchmal gefährliche Stellen und bringt dich teilweise an deine Grenzen. Wie bei einer Wanderung. Dafür kommst du unterwegs zu wichtigen Punkten, die dich immer mehr stärken – und im Endeffekt zu dir selbst führen. Die Meilensteine:

  1. Das Selbstkonzept bezieht sich auf dein eigenes Bild von dir. Es beinhaltet deine persönlichen Werte.
  2. Deine Selbstwahrnehmung ist eine passive Beobachtung, die im besten Fall der Realität entspricht.
  3. Die aktive Selbstbeobachtung basiert auf der Selbstwahrnehmung: Sie beinhaltet die Analyse deiner Gedanken und deines Verhaltens. Mit ihr kannst du deine eigenen Handlungen nachvollziehen.
  4. Das autobiografische Gedächtnis führt dich in deine Vergangenheit. Deine Erinnerungen spielen eine sehr große Rolle – sie machen dich zu der Person, die du bist.
  5. Deine Selbstachtung verbindet deine Selbstliebe mit Selbsterkenntnis. Der Respekt vor dir selbst schützt dich vor Komplexen. Darum ist es so wichtig, genug Kraft in die Selbstachtung zu investieren.
  6. Die Selbstakzeptanz macht es dir möglich, dich so anzunehmen, wie du bist. Mit dieser Akzeptanz stehst du am Zielpunkt deiner Entwicklung zur Selbsterkenntnis.
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Selbsterkenntnis: der erste Schritt zur Selbstliebe

Viele Menschen – auch Führungskräfte – leiden unter Minderwertigkeitskomplexen. Darum ist es wichtig, die eigene Persönlichkeit gezielt weiterzuentwickeln und an der Selbsterkenntnis zu arbeiten. Mit unserem kostenlosen Selbstbewusstseins-Webinar von Greator stärkst du deine inneren Kräfte. So steigert sich dein Selbstwertgefühl und du kommst deinen Zielen näher.

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